Sonntag, 5. August 2012

Ich rufe die Polizei

Dies ist eine Fortsetzungsgeschichte. Für eine Inhaltsübersicht zu bisherigen Inhalten schaut doch bitte hier: Übersicht Nadja

Joe hatte Geoffrey eine Nachricht geschickt, dass er Hillary auf keinen Fall nachgeben sollte und dass er unterwegs wäre. "Warum hast du das eingekreist?", fragte er, als Grant ihm im Auto den Ausdruck des Formulars in die Hand gab. Grant verlor keine Zeit und startete den Wagen: "Nicht mal du bemerkst es.", lachte er und fuhr los. Joe starrte etwas perplex auf das Papier und ging es noch zweimal durch, bevor er sich auf das eingekreiste Datum konzentrierte. Dann lachte er verächtlich auf. "Ach!", sagte er nur. "Ach...", wiederholte Grant mit einem Zwinkern.


Geoffrey hatte alle Mühe Hillary im Zaum zu halten. "Ich will jetzt nachsehen, ob Nadja nach Hause gekommen ist.", beharrte sie. "Ich sagte Ihnen doch bereits, dass sie dann garntiert zu uns gekommen wäre. Der Salon ist der zentrale Anlaufpunkt hier im Haus. Es wird nur die Köchin gewsen sein, die vom Einkaufen zurück kam.", erklärte Geoffrey ruhig. Die Nachricht von Joe hatte er unauffällig gelesen und sich in den Kopf gesetzt Hillary im Salon festzunageln. Auch wenn in der SMS keine weiteren Informationen gestanden hatten, so war doch die Ansage, dass Joe selbst sich mit seinem Anwalt auf dem Weg befand, ein eindeutiges Zeichen.

"Ich habe jetzt aber wirklich genug über den Salon gehört.", motzte Hillary. "Aber sie haben so viele interessante Details noch nicht gehört.", beharrte Geoffrey nun. Hillary stand auf. "Ich werde mir jetzt den Rest des Hauses ansehen. Dafür habe ich einen Gerichtsbeschluss! Und mit dem kann ich noch viel mehr machen!", zischte sie den Butler wütend an. Doch Geoffrey postierte ich vor der Tür zur Halle. "Wenn wir also die Höflichkeiten weglassen, lassen Sie es mich so formulieren: Sie werden diesen Salon nicht verlassen, bis der Hausherr und sein Anwalt hier sind, welche sich auf dem Weg hierher befinden.", meinte Geoffrey kühl. Hillary erstarrte.

"Dann rufe ich jetzt die Polizei!", erklärte Hillary stumpf. Doch Geoffrey entging keinesfalls der nervöse Unterton, der sich in die Stimme der Sozialarbiterin gemischt hatte. "Ach?", meinte er nur stumpf, "Und was denken Sie wird die Polizei tun, außer auf dem Hausherren zu warten? Sie haben da keinen Durchsuchungsbeschluss sondern lediglich ein etwas undurchsichtiges Dokument, dass vermutlich dafür gedacht ist, Beratungsgespräche gegen den Widerstand von Eltern durchsetzen zu können. Und um dem Fürsorgegedanken noch etwas Rechnung zu tragen ist es undeutlich formuliert und enthält Klauseln wie: 'Besichtigung der Lebensumstände'. Das alles trifft hier jedoch nicht zu. Und ich bin recht sicher, dass Miss Nadja Ihnen gestern bereits erklärt hat, dass ihre Beratung nicht gewünscht ist!"

Hillary zuckte heftig zusammen. Dennoch zog sie langsam ihr Handy aus der Tasche. "Ich habe ein Recht mich über die Lebensumstände von Nadja zu informieren um sie angemessen beraten zu können. Und so ein junges Ding wie Nadja weiss in dieser Situation überhaupt nicht, was das Beste für sie ist." Geoffrey wusste nicht recht, was er nun tun sollte. Die Polizei im Haus war nichts, was er zu verantworten haben wollte. Er zog ebenfalls sein Handy aus der Tasch und wählte Joes Notfallhandy an und hatte ihn auch sofort an der Strippe: "Die Dame will die Polizei rufen, für den Fall, dass ich sie nicht aus dem Salon lasse.", erklärte er ohne viele Förmlichkeiten die Situation. Joe überlegte kurz und erklärte Grant auf dem Fahrersitz was los war. Dann bekam Geoffrey seine Antwort. "Oh nur zu gern! Wir sind vermutlich gleichzeitig da."

Kommentare:

  1. Hm... Fehler im Datum? Da stehe ich gerade etwas auf dem Schlauch. Entweder ist der Beschluss noch nicht gültig oder es fehlt, was das Dokument sowieso ungültig macht *Kopf kratz*. Herr Nevermind lässt uns mal wieder rätseln.

    Dass Hillary die Polizei rufen will, ist schon eine unangenehme Sache für Geoffrey, der ja nicht sicher ist, ob dann nicht noch echter Ärger auftaucht. Nun aber hat er Joes Zustimmung hierfür. Was kann die dann tun? Vielleicht dem Hausherren berichten, dass ein Festhalten im Salon auch eine Art Freiheitsberaubung ist. Wobei sie ja herzlich gern jederzeit das Haus verlassen darf. Also ist das doch wieder keine Freiheitsberaubung. Verzwickt :) Ich bin sehr gespannt!

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  2. Ich könnte mir vorstellen, dass die schlaue Hillary eine bereits halb ausgefüllte Formblatt-Kopie benutzt hat, in der nur noch der Name und die Adresse eingesetzt werden muss. Hillarys Name, ihre Dienstnummer, der grobe Grund des Besuches und das Datum stehen bereits drin. Schon Scheisse, wenn man Dumm und faul ist^^. Mich wundert dann nur, warum das vorher noch niemanden aufgefallen ist, aber die wenigsten lesen sich sowas richtig durch und en Anwalt achtet eher auf sowas.
    Und jaaaaa, ruf die Polizei. Am besten zwei miesmutige mit schlechter Laune die Hillary nicht gerade sanft hinaus begleiten. Aber hoffentlich lassen Joe und Nadja Hillary in Unwissenheit über die Lebensumstände und auch über die Verlobung. Ich glaube das würde Hillary zur Weissglut und in den Wahnsinn bringen^^.

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