Mittwoch, 22. August 2012

Ich komme mit

Dies ist eine Fortsetzungsgeschichte. Für eine Inhaltsübersicht zu bisherigen Inhalten schaut doch bitte hier: Übersicht Nadja

Fast schon in Rage fuhr Nadja nach der Schule zu ihrer Mutter. Sie wollte jetzt wissen, was los war. War es tatsächlich wahr und ihr Vater hatte es geschafft bis hierher zu kommen? Sie hatte mit ihrer Mutter nie im Detail darüber gesprochen, aber sie war davon ausgegangen, dass er nicht einmal wissen könnte in welche Stadt die anderen nun gezogen waren. Wie hatte er also herausbekomme, dass es Seattle war? Und woher hatte er darüberhinaus die Adresse? Hatte er auch ihre Adresse? Würde sich Geoffrey demnächst seiner Versuche erwehren müssen, ins Haus zu kommen?

Nadja stellte den Wagen auf der Straße ab und sah sich um. Sie wollte ihm nicht in die Arme laufen. Doch er war weit und breit nicht zu sehen. Dann huscht sie die paar Meter über den Bürgersteig zur Eingangstür des Appartementhauses. Sie zückte ihren kleinen Chip, der nötig war um die Eingangstür zu öffnen und schlüpfte hinein. Wenig später stand sie vor der Wohnungstür. Ihr Herz schlug bis zum Hals. War er hier? Verlegen klopfte sie an die Tür. Der Uhrzeit nach, konnte eigentlich nur Maria zu Hause sein.

Kurz nach dem Klopfen hörte sie, wie die Sperrkette von innen eingehakt wurde. Dann öffnete die Tür sich den Spalt und das Gesicht ihrer kleinen Schwester erschien. "Nadja.", quietschte die fröhlich. Die Tür schloss sich sofort wieder und wurde dann vollends geöffnet. "Na, Süße?", gab Nadja zurück und drückte ihre Schwester an sich. Sofort sah sie sich prüfend um, doch sie konnte ihren Vater nirgends in der Wohnung entdecken. So entspannte sie sich langsam und ließ sich im Wohnzimmer aufs Sofa sinken.

Doch nun war es Maria die so aufgeregt war. "Hast du ihn gesehen?", quiekte sie gehetzt. Eines der Fenster war geöffnet und ein kleinr Hocker davor zeugte davon, was Maria wohl bis gerade versucht hatte. "Hast du aus dem Fenster geguckt?", meinte Nadja vorwurfsvoll, als sie die Konstruktion entdeckte. "Mama ist runter. Und dann sind sie aber weggegangen. Ich wollte doch nur auch was sehen.", schmollte Maria. "Papa war also da?", bohrte Nadja nach. Maria nickte. "Er saß auf der Treppe unten, als wir nach Hause kamen. Er hat uns nicht gesehen, als wir durch die Tiefgarage reingefahren sind. Und als wir oben waren, hat Mama gesagt, ich soll hierbleiben. Sie ist dann zu ihm gegangen und sie sind gemeinsam weg. Nach rechts. Dann hab ich sie nicht mehr gesehen."

Nadja unterdrückte ein Seufzen. Für Maria schien das alles mehr ein Abenteuer zu sein. Sie hatte ja glücklicherweise auch nie im Detail mitbekommen, wie es damals mit ihrem Vater und Ivan gewesen war. Die Geschichte, wie er im Hotel aufgetaucht war, war für Maria nicht mehr als eine amüsante Episode.
Nun erhob Nadja sich wieder vom Sofa. "Ich geh sie suchen.", verkündete sie. Der Gedanke einfach untätig in der Wohnung zu sitzen, während ihre Mutter sich mit Mykola auseinander setzn musste, war ihr unerträglich. "Ich komme mit!", bestimmte Maria sofort.

Kommentare:

  1. wieder einmal sehr schön geschrieben :) Freu mich auf morgen! C.H.

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  2. Damit handelt Nadja natürlich klar gegen Lelyas Pläne. Andererseits ist es ganz gut, wenn sich alle in einem Cafe treffen. Das ist öffentlich genug. Maria darf ruhig mitbekommen was ihr Vater da veranstaltet hat. Eigentlich fehlt nur noch Lukas. Mich würde es wundern, wenn dem das alles egal wäre. Außerdem will ich jetzt wissen was Mykola will!
    LG Kay

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  3. dabei fällt mir so ein ich find ja das man den charackter lukas mit seinem leben ja auch mal in die große weite nadja geschichte mit einbauen kann, so denkt man ja die mögen sich gar nicht :D

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  4. Irgendwie wundert es mich ja ein wenig, dass Maria nicht schon eher auf die Suche nach ihrer Muter und Mykola gegangen ist und brav zu Hause gewartet hat. Aber da nun Nadja aufgetaucht ist, hat sie ja eine gute Ausrede^^.
    Ich glaube nicht, dass es eine gute Idee wäre, wenn Lukas spontan seinen Vater wieder sehen würde. Es könnte gut sein, dass es dann zu handgreiflichkeiten kommen könnte. Er ist nun alt und kräftig genug, seine Mutter und Schwestern vor Mykola zubeschützen, was er damals vielleicht nicht konnte und insgeheim bedauert.
    Aber was zum Henker, will Mykola nun in den USA und kriegt Hillary endlich auch ihr Fett weg?^^

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