Dienstag, 21. August 2012

Gehen wir nicht rein?

Dies ist eine Fortsetzungsgeschichte. Für eine Inhaltsübersicht zu bisherigen Inhalten schaut doch bitte hier: Übersicht Nadja

Mykola hatte den Tag damit verbracht durch Seattle zu streifen. Er fand die Stadt faszinierend. Er hatte sich nicht wirklich weit von der Wohnung entfernt, aber in diesem kleinen Umkreis bereits alles gefunden, was das Herz begehern konnte. Seine größte Faszination galt einem riesigen Einkaufszentrum, in welchem es für jeden Zweck einen Spezellen Laden zu geben schien, dazu natürlich unzählige Klamottengeschäfte und auch einen großen Supermarkt.

Alles war modern und das Angebot war riesig. Dies war mit Sicherheit eine Stadt an die man sich gewöhnen konnte. Sein Essen bestellte er mit seinem wenigen Englisch, was diesmal aber gut funktionierte. Und so erlag er dem Reiz sich immer wieder an den verschiedenen Ständen ein paar Kleinigkeiten zu holen. So viel Sachen, die er bisher nur aus Filmen kannte konnte er nun endlich selbst einmal probieren. Bagels, Hotdogs und auch das Süßgebäck, wie Muffins und Cookies. All solche Sachen probierte er im Laufe des Tages aus.

Als es Nachmittag wurde spazierte er wieder durch die Straßenschluchten zurück zur Adresse von seiner Frau und Maria. Es war etwa drei Uhr Nachmittags, als er wieder vor der Türangekommen war. Probehalber drückte er schon einmal auf die Klingel, doch es kam keine Antwort. Das hieß wohl, er war früh genug dran. Kurz überlegte er, eine der anderen Klingeln zu drücken um schon einmal ins Haus zu kommen, doch er glaubte ncht, dass er mit seinen begrenzten Sprachfähigkeiten jemand an der Sprechanlage davon überzeugen konnte ihn einzulassen. So wartete er an seine Tasche gelehnt, vor der Türe auf die Ankunft der beiden.


Lelya schob gewissenhaft ihr Handy in die Tasche und stieg in den Aufzug nach unten. Als die Türen sich öffneten konnte sie Mykolas Schatten schon durch die geriffelte Glasscheibe neben der Eingangstür sehen. Sie holte tief Luft und schritt durch die Halle. Dann öffnete sie die Tür von innen und sah auf ihren Ex-Mann hinunter. "Hallo Mykola.", begann sie auf ukrainisch. Völlig verdutzt sah er zu ihr hoch. War sie die schon länger zu Haue gewesen? Wie hatte sie sich hineingeschlichen? Er hatte doch die ganze Zeit vor der Tür gesessen.

Dass sie ihn nun überraschte, brachte ihn völlig aus dem Konzept. Er war doch derjenige, der hier den Überraschungsbesuch machte und er hatte sie überrumpeln wollen. Nun stand sie seelenurhig neben ihm und war nicht im geringsten überrascht von seiner Anwesenheit. "Hallo Lelya.", quetschte er nun endlich heraus und begann aufzustehen. In der Sekunde schlüpfte Lelya vollends durch die Tür und ließ sie hinter sich ins Schloss fallen. "Gehen wir nicht rein?", fragte Mykola verdutzt. "Ha!", kam es von Lelya verächtlich zurück, "Ganz sicher nicht, bevor ich nicht weiß, was du hier willst."

Kommentare:

  1. *mit der Faust droh*
    Lass dich nicht kleinkriegen von diesem Ekelpaket!
    Der soll so schnell wieder da hin verschwinden, wo er hergekommen ist.
    Als Familie seid ihr da wo ihr seit sehr gut aufgehoben und er gehört nicht mehr dazu.
    Das hat er sich in der Vergangenheit ordentlich verbaut.

    AntwortenLöschen
  2. Er wollte sie also überrumpeln und aus dem Konzept bringen. Tjaa, das ist wohl schief gegangen^^.
    Ich kann mir gut vorstellen, dass ihm die Stadt gefällt mit all den neuen und aufregenden Dingen. Dingen die er bis dato,wenn überhaupt, nur aus dem TV oder Zeitung kannte. Bislang st seine ganze Reise viel zu glatt gelaufen, er bräuchte echt mal einen Dämpfer. Hoffentlich bekommt er den nun von Lelya und dem Rest seiner ehemaligen Familie.

    AntwortenLöschen
  3. Gute Beziehungen sind doch echt Gold wert. Auch wenn Lelya sicher keinen Wert auf Bekanntschaften mit den Eltern von Marias Mitschülern hatte , so hat der eifrige Papa und Polizist doch gerade ein gutes Werk vollbracht und sie gewarnt.

    Es ist richtig, ihm den Zutritt zur Wohnung zu verwehren. Aber kann sie ihn daran hindern seine Tochter zu sehen? Ist Maria alt genug, um die Hintergründe alle zu verstehen?

    Ich sehe leider noch viel zu viel Potential für Unheil...
    LG Kaygee

    AntwortenLöschen

Bitte beim Kommentieren höflich bleiben. Es gibt hier die Möglichkeit Anonym zu kommentieren, aber denke bitte kurz nach ob du das wirklich möchtest. Unterzeichne deinen Kommentar doch mit einem Pseudonym oder deinen Initialen, dass man weiß, welche Kommentare alle von dir sind. Oder noch besser, du nutzt nicht die Auswahl "Anonym" sondern "Name/URL" und lässt das Feld für die URL einfach frei. Dann wird dein Kommentar mit deinem selbst gewählten Namen angezeigt.

Vielen Dank.