Montag, 30. Mai 2011

Noctambule II: Unschuldige Lust

Dies ist ein Kapitel aus KayGees Noctambule Band Zwei. Für eine Inhaltsübersicht zu bisherigen Inhalten schaut doch bitte hier: Inhaltsübersicht Noctambule II

Die Zungen trafen sich und spielten miteinander. Sergej ließ ihr Zeit. Er spürte das kleine Beben ihres Körpers und nutzte ihre Nachgiebigkeit, um ihren Mund zu erforschen. Sanft aber innig intensivierte er den Kuss und Miriam gab sich immer mehr hin.
Sie begann ihn mit ihren Armen an sich zu ziehen und wurde mutiger. Kurz ertastete sie mit ihrer Zunge seine scharfen, langen Zähne und war irritiert. Aber da ihr Vergleiche fehlten, beschloss sie, dass dieses seltsame Gefühl wohl normal sei und dass sie sich daran gewöhnen würde. Erst die Atemnot zwang sie zu einem Rückzieher und damit kam neue Verlegenheit auf, die sie mit dem Senken der Augen verbergen wollte.


Sergej griff unter ihr Kinn und hob ihr Gesicht vorsichtig an. Ihr fragender, leicht verschämter Ausdruck erregte ihn unendlich.
"Schön?" fragte er leise. Miriam nickte stumm. In ihren Augen lag die flehende Bitte, sie nicht als Flittchen zu betrachten, ihr aber unbedingt einen weiteren Kuss zu geben. Schmunzelnd kam er ihrer Bitte nach und küsste sie erneut.
Dieser Kuss wurde deutlich intensiver. Sergej wurde von seiner Erregung gepackt und gierte nach mehr. Er griff in ihre Haare und begann, sie an den Haaren vorsichtig zurückzuziehen. Gleichzeitig drängte er mit seinem Oberkörper vorwärts und schob Miriam zurück auf das Bett. Sie hielt sich an ihm fest, schlang ihre Arme noch fester um seinen Hals und ließ zu, dass er sich auf sie schob, während ihre Zungen einander umspielten.
Sergej hörte nicht auf, sie zu küssen. Ab und zu ließ er kurz von ihr ab, um ihr Luft zu lassen, presste aber seine Lippen sofort wieder auf sie. Gleichzeitig schob er ihren Körper immer weiter auf das Bett, bis sie ganz darauf lag.
Er stützte sich behutsam ab, um sie mit seinem Gewicht nicht zu erdrücken. Aber es kostete ihn viel mehr Beherrschung, sie nicht mit seinem Verlangen zu erschrecken. Allerdings erstaunte sie ihn auch mit ihrer Nachgiebigkeit. Offenbar hatte sie alle Bedenken über Bord geworfen und gerade beschlossen, das Leben in vollen Zügen zu genießen, bevor das Schiff sie für immer entführte. Sie schien noch nicht an ein Ausreißen mit Sergej zu glauben. Und daran wollte Sergej im Moment selbst nicht denken.
Als er etwas atemlos von ihr abließ und ihr aufgelöstes Gesicht betrachtete, strahlte sie ihn an. Ihr fielen keine Worte ein für das, was sie gerade empfand. Aber sie wollte mehr von allem, was er ihr gerade gezeigt hatte. Nähe, Geborgenheit, Zuwendung und Zärtlichkeit. Sergej schmunzelte und strich eine winzige Haarsträhne von ihrer Wange. Sofort drückte sie ihr Gesicht an seine Hand. Sergej konnte nicht glauben, wie vertrauensvoll sie sich ihm zuwandte. Hätte sie das mit jedem getan?
"Miriam." murmelte er gedankenverloren und prägte sich jeden Zug ihres Gesichtes ein. Ihr Blick wurde fragend. Kurz hob sie den Kopf, um sich einen kleinen Kuss zu rauben. Seine Lippen erwiderten sofort, kamen aber nicht hinterher, als sie den Kopf in ihr Kissen sinken ließ. Stattdessen wanderten seine Finger zu ihrem Hals. Unsicher betrachtete sie ihn, ließ ihn aber gewähren, als er den runden Ausschnitt ihres Hausmantels entlangfuhr und schließlich seine Finger unter die Bänder schob, die ihn weit oben schlossen.
Miriam schoss die Röte ins Gesicht. Sie ließ aufkeuchend zu, dass er die Bänder löste und den weichen Stoff beiseite schob. Er konnte nun ihr Dekollete betrachten, die Ansätze ihrer Brüste sehen und den Duft ihrer Haut wahrnehmen.
'Ich bin noch züchtig gekleidet. Meine Kleider haben allesamt einen viel tieferen Ausschnitt.' tröstete sie sich selbst und versuchte, damit ihre aufkommende Scham zu verdrängen.
"Du bist wunderschön." raunte Sergej nun. Miriam schloss glücklich die Augen. Eine Gänsehaut packte sie, als seine Finger den Ansatz ihrer Brust streichelten. Ihr Körper schickte ihr völlig unbekannte Signale. Überall prickelte es, jede Faser schien sich nach Berührungen zu sehnen. War das denn richtig? War es nicht viel anständiger, wenn die Kerzen gelöscht und das Feuer im Kamin heruntergebrannt war? Durfte er sie so ansehen?
Miriam musste zugeben, dass sie genau so angesehen werden wollte. Seine Augen glitzerten so seltsam, seine Finger waren herrlich sanft und seine Küsse so unendlich prickelnd. Sie wollte von ihm bewundert werden und es gefiel ihr immer mehr, ihm zu erlauben, noch mehr von ihr zu bewundern.
Das alles unterstrich nur ihr Verlangen, von ihm berührt zu werden. Trotz all den undamenhaften Gedanken, die sie gerade durchlebte, beutelte sie aber noch immer heftige Scham. Verlegen senkte sie daher den Blick und wich seinen Augen aus.

Sergej beobachtete Miriam sehr genau. Er spürte, fühlte und roch bereits ihr Verlangen und war fasziniert von der Mischung aus Lust und Scheu in ihrem unschuldigen Gesicht. Mehr denn je war er davon überzeugt, in Miriam eine einfühlsame, hingebungsvolle und unersättliche Frau zu wecken. Dennoch war er bereit, sofort von ihr abzulassen, wenn sie das kleinste Anzeichen von Widerwillen zeigte.
Er bedeckte ihr Gesicht mit unzähligen Küssen, flüsterte sanfte Beruhigungen in ihr Ohr und öffnete vorsichtig ihr dünnes Nachthemd. Als er die jungen Brüste betrachtete, die sich unter Miriams aufgeregtem Atem hoben und senkten, geriet er in einen Taumel, den er selbst seit Ewigkeiten nicht mehr erlebt hatte. Magisch von ihnen angezogen bedeckte er sie mit hauchzarten Küssen, streichelte sie und wagte kaum, fester zuzugreifen.
Miriams Keuchen ließ ihn wieder zu ihr aufsehen. Ihr Gesicht zeigte eine süße Röte, entstanden aus Scheu und Erregung. Ihre Augen suchten in seinem Gesicht nach der Bestätigung, dass es nicht falsch von ihr war, seine Berührungen zuzulassen und gleichzeitig sprach ihr Körper eine ganz andere Sprache. Sie hob ihm ihre Brüste entgegen, öffnete die Lippen und klammerte sich an seine Schultern.
Sergej lächelte. Ganz vorsichtig, als könnte er eine Illusion mit zu heftigen Bewegungen vertreiben, entblätterte er sie weiter, streichelte ihre Hüfte und fuhr ihren Schenkel herunter. Gleichzeitig streichelte er ihre Brüste mit seinen Lippen und umspielte die erregten Brustwarzen sanft mit seiner Zungenspitze. Miriam keuchte unterdrückt. Sie ließ den Kopf zurückfallen und schloss die Augen. Ein verzücktes Lächeln tauchte in ihrem Gesicht auf, während die Erregung in Wellen durch ihren Körper tobte.
Als sie spürte, dass seine streichelnde Hand an ihrem Bein langsam das Nachthemd immer höher zog, stand ihr Entschluss fest. Was auch immer mit ihr in den Kolonien geschehen würde, dieses Erlebnis hier würde sie mitnehmen und als schönste Erinnerung behalten.
Noch nie hatte sie sich so lebendig gefühlt. Das Bewusstsein, begehrt zu werden, wuchs in ihr und verlangte nach mehr. Eine letzte Schranke fiel und riss Miriams Zurückhaltung mit sich. Als seine Hand die weiche, nackte Haut ihres Oberschenkels berührte, stöhnte sie so laut auf, dass Sergej hastig ihren Mund mit einem innigen Kuss verschloss.

Kommentare:

  1. Sergej ist aber wirkliche in Verführer.

    Nunja aund Miriam ein denkbar dankbares Opfer, wie schon gesagt. Sie fühlt sich lebendig, wie sie sich gern fühlt. Ihr gefällt was Sergej tut und vor allem, ist es ein wenig eine Form von Rache an der Entscheidung ihres Vaters.

    Sie weiss natürlich genau, dass sie hätte unberührt dem designierten Ehemann gegenübertreten sollen. Aber sie verwirft es absichtlich. Vermutlich auch, weil sie eher wenig Aufklärung erfahren hat.

    Also muss sich nun zeigen, wie ernst es Sergej war, mit seiner Fluchtabsicht. Nimmt er das hübsche Mädchen wirklich mit? Und was wird dann aus der Mutter?

    Liebe Grüße
    Joe

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  2. Hm,... herrlich geschrieben, so unschuldig und schön! Eine jede Frau hat das Gefühl glaube ich, wenn sie von einem Mann das erste mal so zärtlich und leidenschaftlich berührt wird, so behutsam und doch irgendwie fordernd. Ich bin gespannt was noch folgt :) C.H.

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