Freitag, 1. April 2011

Gefährlich?

Dies ist eine Fortsetzungsgeschichte. Für eine Inhaltsübersicht zu bisherigen Inhalten schaut doch bitte hier: Übersicht Nadja

Von einem ganzen Tag voller Verhandlungen, über so ungefähr jeden Artikel, den sie gekauft hatte, geschult grinste Nadja den jungen Mann zurück an. "Ich habe Frau und Kinder. Ich kann dir höchstens einen Dollar geben.", lachte sie. Sie erntete kurz einen verwirrten Blick, dann erhellte sich das sonnengebräunte Gesicht und ein Lachen war die Antwort. "Gibst du mir 10 Dollar ja? Aber nicht mehr verhandeln." Nadja zog einen Zehner aus ihrer Tasche. "Und das Auto ist sicher?", fragte sie und hielt den Schein noch fest.

Der Kerl klopfte sich gegen die Brust und hob zwei Finger. "Beschütze ich bei meinem Leben.", schwor er. Nadja gab den Schein frei. Das Geld verschwand in der speckigen Ledertasche, welche er über der Schulter trug. "Wo sollen wir denn parken? Dort vorne?", fragte Nadja dann und deutete in die Gegend wo etwas neuere Wagen standen. "Beste Parkplatz, du nimmst dir, suchst aus!"

Nadja nickte. Dann steuerte sie den Wagen an die Mauer des Hofs, zwischen zwei andere Autos, welche noch recht neu aussahen. Die anderen hatten die Verhandlungen nur grinsend betrachtet. "Wie ein Profi.", konstatierte Mary und alle stiegen aus dem Auto. Gewissenhaft deckte Nadja noch im Kofferraum die vielen Einkaufstüten ab. Dann kontrollierte sie ebenso sorgfältig, dass der Wagen auch wirklich verschlossen war und knotete das Schlüsselband an ihrem Hosenbund fest. "Auf geht's", grinste sie.

Linda und Ashley konnten sich kaum beherrschen und rannten fast über den Parkplatz. Gretchen, Mary und Nadja folgten etwas gemächlicher hinterher. Als sie bei 'Paco' wieder vorbeikamen am Ausgang stoppte Nadja kurz. "Ich will ihn noch was fragen." Damit löste sie sich von der Gruppe. "Was kannst du mir über das LosTorrero sagen?", fragte sie ehrlich. Der Kerl nickte. "Guter Tequila. Gute Cocktails. Gute Bar. Nicht dreckig. Nur alt.", erklärte er. "Gehört meine Cousin.", fügte er dann noch an. Nadja nickte zufrieden. "Ist es gefährlich?" Sie fixierte seinen Blick.

Der Junge legte den Kopf schief. "Nein!", gab er dann zurück. "Manchmal bisschen Ärger. Aber ist immer unter Männern, die sich um Frauen streiten. Nichts haben mit Männern - kein Ärger. Und überhaupt: Nicht gefährlich für Mädchen. Wenn jemand Ärger macht, nur laut sagen: 'Nein'. Eine andere Kerl, der hört wird immer helfen." "Danke.", sagte Nadja ehrlich und nickte. "Wir bleiben nicht so lang.", meinte sie dann noch zum Abschied.

Mary nickte beeindruckt. "Dann wollen wir mal. Das waren doch ein paar gute Tips. Überhaupt sind die Leute hier echt freundlich." "Und alle verwandt.", grinste Ashley. Schon den ganzen Tag, waren sie zu Läden von Cousins, Schwagern, Onkeln und Brüdern geschickt worden, die das absolut tollste und passende und günstigste Angebot hätten. Gelächter war auch hierauf die Antwort. Sogar Gretchen wurde langsam ein wenig locker. Zwar hatte sie wenig Lust darauf, sich von Kerlen belästigen zu lassen, aber das Versprechen des Parkplatzwächters hatte irgendwie ehrlich gewirkt. Und einen echten Cocktail trinken zu können, war irgendwie auch eine verlockende Aussicht.

Kommentare:

  1. Auf gehts zur Parteeeeeey ;) ...und das passend zum Wochenende

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  2. Hoffentlich war Pacos Aussage kein Aprilscherz. Klingt ja recht vertrauenerweckend.
    Da gehts jetzt rund! Fünf hübsche Mädels, da wirds da drinnen aber kochen :)

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