Samstag, 9. April 2011

Noctambule II: Nächtlicher Quickie

Dies ist ein Kapitel aus KayGees Noctambule Band Zwei. Für eine Inhaltsübersicht zu bisherigen Inhalten schaut doch bitte hier: Inhaltsübersicht Noctambule II

Armand griff zielsicher nach ihren Schultern und zog Anya an seine Brust. Sanft schlangen sich seine Arme um sie und hielten sie fest, während er seine Nase in ihr Haar grub.
"Endlich einmal alleine mit dir." flüsterte er nach einer Weile. Anya wusste, dass er lächelte, ohne aufsehen zu müssen. Sie schmiegte ihre Wange an seine Brust und fühlte sich zum ersten Mal seit Wochen wieder geborgen und beschützt. Sein breiter Oberkörper war wie ein Fluchtpunkt in dieser verwirrenden Welt und seine kraftvolle Umarmung unterstrich dieses Gefühl noch.
Tastend glitt eine Hand zu ihrem Gesicht, griff unter ihr Kinn und hob es an, während sich seine Lippen suchend näherten. Anya schlang ihre Arme um seinen Hals und streckte sich auf die Zehenspitzen, um ihn küssen zu können.


Der Kuss ließ sie erschauern. Seit seiner Befreiung hatte Armand sie nicht berührt außer an der Hand oder den Schultern. In ihr waren bereits Zweifel aufgekommen, ob seine Zurückhaltung nur an Sergejs Gegenwart lag oder auch an dem, was George ihr angetan hatte. Nun aber drängte sie ihren Körper verlangend an ihn und suchte mit leidenschaftlicher Inbrunst seine Zunge.
Der Kuss hätte ewig so weitergehen können, doch Armand löste sich sanft von ihren Lippen und hauchte einen Kuss auf ihre Stirn. Sie hielt ihr Gesicht still und betrachtete seine Agenbinde, die seine schönen, schwarzen Augen vor ihren Blicken verbarg. Ob er sie jemals wieder so betörend ansehen konnte wie früher?
"Kleine Anya." raunte er leise. Anya blinzelte. Es war schwer, die Tränen zurückzuhalten, die seine sanfte, dunkle Stimme in ihr auslösten. Er strich sanft über ihre langen Haare und seine Finger spielten mit einer Strähne.
"Wem gehörst du?" Die Frage war nicht mehr als ein gehauchtes Flüstern. Anya drängte sich sofort stärker an ihn.
"Dir, mein Herr." antwortete sie mit erstickter Stimme. Seine sinnlichen Lippen formten ein winziges Lächeln an seinen Mundwinkeln. Er nickte leicht und lehnte sich mit ihr an die Wand zurück. Gleichzeitig schob sich seine rechte Hand von ihrem Rücken an ihre Seite, drängte sich zwischen die beiden Körper und tastete nach ihren vollen Brüsten. Er begann sanft, ihre Brust durch das Hemd zu umfassen und zu kneten, sein Kopf war lauschend geneigt, als würde er mit jeder Bewegung auf eine abwehrende Reaktion warten. Hatte sie ihre Erlebnisse bereits verarbeitet? Konnte sie das, was George ihr angetan hatte, schon wieder verdrängen und sich ihm so hingeben, wie er es früher so sehr genossen hatte? Das kleinste Zucken oder Ausweichen hätte ihn nun stoppen lassen.
Aber ihr zarter, schmaler Körper schmiegte sich an ihn und ihre feste Brust reagierte auf die Berührung seiner großen Hand mit steif werdenden Brustwarzen. Sein feines Gehör konnte das zitternde Einatmen wahrnehmen und vor seinen inneren Augen sah er sie wieder, die kleine, zierliche Frau mit dem wundervollen seidigen Haar und den großen, blauen Augen, die so unsicher und scheu zu ihm aufgesehen hatten.
Auch er musste tief einatmen. Aber sein Körper ließ sich nicht beruhigen. Die Erregung hatte schon längst die Führung übernommen und die Gier nach ihrem Körper nahm allmählich überhand. Die Gefahr, hier im tiefen Schatten entdeckt zu werden, war ein zusätzlicher Reiz, zumal seine Augen noch immer ihren Dienst versagten und ihn in eine eigene Dunkelheit stürzten. Mit sicheren Fingern umgriff er ihre Brust stärker und knetete sie gieriger.
"Ich will keinen Ton hören!" befahl er in kaum hörbarem Flüstern als er ihr kurzes Aufstöhnen vernahm. Ihr Nicken konnte er nicht sehen, aber er war sicher, sich darauf verlassen zu können, dass sie ihm gehorchen würde. Mit hastigen Fingern öffnete er ihre Hose und zerrte sie herunter, bis sie von alleine weiterrutschte. In seinen Lenden pochte es so heftig, dass er es plötzlich eilig hatte. Mit einer fast ruppigen Bewegung packte er ihren Arm und drehte sie um. Gleichzeitig drehte er sich selbst und presste sie dadurch gegen die Wand.
Er drängte seinen Oberkörper an ihren Rücken und öffnete seine Hose. Als er ihre nackte Haut an seinem Becken spürte, hatte er plötzlich selbst Schwierigkeiten, leise zu sein. Gierig hob er sie an, fand den Weg zwischen ihre Beine und spürte ihre erregende Feuchtigkeit. Dieses lang vermisste Gefühl legte einen Schalter in seinem Kopf um. Gierig und hart stieß er zu, drang sofort tief in sie ein und keuchte bebend in ihr Haar.
Anya biss sich auf die Unterlippe und presste die Augen zusammen. Er erzeugte nicht nur brennende Leidenschaft indem er sie einfach heftig und schnell nahm. Sie fühlte sich wieder begehrt und alleine seine Gier erzeugte ein erregtes Lächeln in ihrem Gesicht. Mit suchenden Fingern tastete sie über ihrem Kopf nach Halt an der Wand und fand einen kleinen Vorsprung, an dem sie sich nun festhielt. Mit jedem Stoß fiel es ihr schwerer, still zu bleiben. Beinahe wollte sie sich selbst in den Arm beißen, um sich abzulenken und auf eine subtile Weise selbst zu knebeln. Dann fiel ihr ein, dass sie sich mit ihrem ungewohnt scharfen Gebiss wohl selbst tief verletzen würde und schüttelte den Gedanken ab. Sie musste es so schaffen.
Auch Armand hatte Probleme. Er spürte seinen Orgasmus herannahen, alles in ihm zog sich zusammen und seine Muskeln spannten sich immer stärker an. Erst als er spürte, wie sich ihr schmaler Körper stumm schüttelte, ließ er sich selbst gehen und pumpte seinen Saft in mehreren Schüben in ihren Leib. Er warf seinen Kopf in den Nacken und öffnete den Mund zu einem stummen Schrei. Ein letzter fester Stoß, dann hielt er inne, schlang haltend seine Arme um ihren Oberkörper und zog sie fest an sich.
Anya lächelte verschwitzt. Sie spürte ihn tief in sich, fühlte sein Zucken und Pumpen und genoss seinen schnellen Atem in ihrem Nacken. Mehrere Male schüttelte es sie noch, bevor sie sich beruhigte und langsam die schmerzenden Fingerspitzen von dem Mauervorsprung löste. Armand glitt aus ihr heraus und stellte sie sacht wieder auf den Boden. Er konnte fühlen, wie sie sich bückte und ihre Hose nach oben zog, während er seine eigene wieder schloss.

Kommentare:

  1. Und einmal mehr ist bewiesen, dass Blindheit die Empfindsamkeit der übrigen Sinne schärft. Jedenfalls funktionieren diese Sinne bei Armand wohl noch bestens.

    Aber ist das nicht Erregung öffentlichen Ärgernisses? Nicht, dass die Garde sie jetzt verhaftet. :D

    Man merkt übrigens schon, dass die Beziehung zwischen den beiden sich verändert hat, finde ich.

    Gruß
    Joe

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  2. Schön geschrieben und alles wieder gut für einen kurzen moment

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