Donnerstag, 4. November 2010

Partybetrieb

Dies ist eine Fortsetzungsgeschichte. Für eine Inhaltsübersicht zu bisherigen Inhalten schaut doch bitte hier: Übersicht Nadja

Etwas überrumpelt ließ Nadja ihn gewähren. Doch als sie an der Partygesellschaft angekommen waren, zog sie die Hand weg. "Viel Spaß. Ich muss mal die Runde machen.", sie grinste ihn fast etwas süffisant an. Dann entschwand sie im Getümmel. Es waren tatsächlich weit über 100 Leute gekommen. Die Musik lief auf vollen Touren und die ersten trauten sich sogar bereits auf die Tanzfläche.

Da es Nadjas Geburtstagsparty war, hatten die meisten Geschenke mitgebracht. Die standen auf einem großen Tisch neben dem DJ, der sie gleichzeitig im Auge behielt. Das meiste war nutzloser, aber nett gemeinter Kram. Die Leute, die sie besser kannten hatten ihr passendere Geschenke gemacht, aber auch schon in der Schule gegeben.

"Du hältst Händchen mit Sebastian Settlemeyer?", fragte Gretchen etwas amüsiert. Sie hatte gesehen, wie die beiden angekommen waren. "Hör bloß auf.", sagte Nadja etwas genervt. Ihr passte das nach wie vor nicht. Sie hatte gedacht, mit der Szene in der Schule sei deutlich geworden, dass sie keinerlei Bedürfnis nach seiner Gesellschaft hatte. Aber scheinbar war er hartnäckiger, als andere.

Nadja hatte in der Schule ein wenig den Ruf der Unnahbaren. Höflich aber bestimmt, lehnte sie jegliche Avancen ab. Und es hatten auch eigentlich alle Jungs aufgehört, es zu versuchen. Außer Sebastian. "Er will die, die er nicht haben kann. Für ihn ist das Sport.", meinte Gretchen entschuldigend. Ein leicht giftiger Unterton lag in der Stimme. Nadja zuckte aber nur die Schultern. "Das ist nicht mein Problem. Ich bin kein Football." Ihre Freundin musste grinsen und die Stimmung entspannte sich.

Geoffrey hatte darauf bestanden, dass zwei Leute von einer Securityfirma anwesend sein sollten. Die hielten sich allerdings im Hintergrund. Das einzige, worauf sie genau achteten, war ob jemand Alkohol zu sich nahm, oder sogar verteilten. Einmal mussten sie tatsächlich eingreifen. Paul, ein Schüler einer höheren Klassenstufe, der seine Freundin auf die Party begleitet hatte, wollte gerade einen Flachmann herumgehen lassen, als die beiden Kerle neben ihm standen. Kurzerhand wurde der Schnaps einkassiert. Paul wollte sich noch bei Nadja beschweren, doch die hatte nicht viel mehr als ein müdes Grinsen dafür übrig.

Die Aktion tat der Stimmung allerdings keinen Abbruch. Es wurde gut gefeiert und es dauerte auch nicht lange, bis die aufwändig gestaltete Tanzfläche gerammelt voll war. Es dauerte allerdings noch eine ganze Weile, bis jemand im Pool landete. Doch als Mary vom Klo zurücklief und kurz das Gleichgewicht verlor half Ashley dann nach. Mary konnte sich so gerade noch an ihr festhalten, was aber nur dazu führte, dass beide im Pool landeten. Damit war auch hier das Eis gebrochen und es lief wirklich gut.

Nadja hatte ebenfalls ihren Spaß, aber sie versteckte sich ein wenig vor Sebastian. Wann immer sie ihn irgendwo in einer Gruppe entdeckte huschte sie ans andere Ende des Partygeländes. Er war ihr unheimlich. Die Selbstverständlichkeit, mit der er sie jetzt schon mehrfach angefasst hatte, und sogar ihre Hand genommen hatte, war ihr unheimlich. Es erinnerte sie allzu sehr an die Freier damals. Die hatten auch keinerlei Skrupel gehabt, sie anzufassen. Aber fürs Erste lief er ihr nicht mehr über den Weg.

Kommentare:

  1. Für Erste lief er ihr nicht mehr über den Weg? *faust ball*
    Der soll mal nach Gretchen gucken, die will doch!

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  2. Kein Alkohol? Wie laaaaangweilig...gibts wohl auch keine Orgie, wah?

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  3. die 2 landen aber hoffentlich nicht zusammen im Bett??? *augenroll* C.H.

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