Dienstag, 28. Juni 2011

Ich träum von dir

Dies ist eine Fortsetzungsgeschichte. Für eine Inhaltsübersicht zu bisherigen Inhalten schaut doch bitte hier: Übersicht Nadja

Selbst als sie daheim angekommen waren, war in Nadja die Erkenntnis noch nicht wirklich angekommen. Im Haus betrachtete sie den Ring das erste Mal bei Licht. Es hätte ihr auch ein Ring aus einem Kaugummiautomaten gereicht um sich mit Joe zu verloben aber dieses Stück war so schön, dass sie ihre Augen einfach nicht mehr davon lassen konnte. "Gefällt er dir?", fragte Joe etwas belustigt als sie seit fast drei Minuten auf dem Sofa saß und immer nur den Ring anstarrte.

Nadja fühlte sich etwas ertappt und sah ihn verlegen an. "Er ist wunderschön!", nickte sie. Joe hatte Getränke aus der Küche geholt und setzte sich nun neben sie. Dann machte er sich daran die Flasche Sekt zu öffnen. "Ich denke, wir können darauf anstoßen, oder?", lächelte er und füllte zwei Gläser. Nadja schaute etwas kritisch auf den Sekt. "Okay." Es klang neutral. Sie hatte keine besonders gute Erinnerung daran mit einem Mann Sekt zu trinken. Im Puff in Deutschland hatte sie immer zu mit Männern trinken müssen. Auch da war es vorzugsweise Sekt. Aber sie verdrängte die Erinnerungen daran leicht indem sie auf den Ring starrte.

Sie nahmen jeder ein Glas und nach dem Anstoßen nahm sie einen Schluck. Der Sekt schmeckte köstlich. Viel besser als die Billigware, die damals im Puff für horrende Preise verkauft worden war. So fiel es ihr noch leichter das zu vergessen. Wieder starrte sie auf den Ring. "Und du willst mich ganz wirklich heiraten?", vergewisserte sie sich. Ihr Atem ging schwer. Noch wirkte das alles völlig unwirklich, was gerade passiert war. Joe legte einen Arm um sie. "Mehr als alles andere auf der Welt." Sacht drückte er ihr einen Kuss auf die Wange.

Nadja nickte und lächelte. In ihrem Bauch hatten sich bei seinen Worten scheinbar wieder Schmetterlinge auf die Reise gemacht. Sie fühlte sich unglaublich leicht. Und so langsam kam die Erkenntnis an. Die Hochzeit war noch weit weg. Aber das Versprechen war da. Er würde sie heiraten und sie könnte für ihmmer bei ihm bleiben. Vielleicht würden sie sogar Kinder bekommen? All das war heute quasi beschlossen worden. Sie stellte den Sekt ab und schlang beide Arme um seinen Körper und drängte sich so eng an ihn, dass sie fast auf seinen Schoß rutschte.

Joe war von diesem Gefühlsausbruch etwas überrascht aber er strich ihr sanft über die Haare. "Wollen wir hochgehen?" Nadja nickte nur. So gingen sie eng aneinander geschmiegt die Treppe hinauf. Und in Nadjas Kopf raste die Phantasie weiter. Sie malte sich aus, wie schön alles werden würde, wenn sie erst verheiratet wären. Sie bekam kaum mit, wie Joe ihr Sacht das Top und den BH abstreifte. Sie sah ihm die ganze Zeit nur in die Augen. "Du träumst ja schon.", grinste Joe und ließ seine Hand über ihre Brüste fahren. "Ja. Von dir.", hauchte sie zurück.

Kommentare:

  1. Hach, wie romantisch! Und plötzlich sind Nadjas Bedenken und widerborstige Gedanken verschwunden. Verpufft im Nirvana des künftigen Eheglücks.

    Ich kann mir gut vorstellen, dass ein Mädchen mit dieser Vergangenheit das Gefühl der Sicherheit viel stärker braucht als normal aufgewachsene Mädchen. Da kommt die pubertäre Zickerei gerade falsch, aber sie ist nunmal auch da und schon steht sie sich selbst im Weg.
    Na, und Joes Torschlusspanik dürfte sich nun auch legen. Es ist ja nicht nur für Nadja schmeichelhaft, solch ein Versprechen zu bekommen. Und dieses Mal hat er sich gegen seinen Vater und seine Mutter durchgesetzt. Jetzt erwarte ich aber eine Traumhochzeit! Vorbereitungszeit ist ja wohl genug da *g*

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  2. hm wunderschön für den moment mal sehen ob es so bleibt :)

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