Montag, 23. Juli 2012

Antragsformular

Dies ist eine Fortsetzungsgeschichte. Für eine Inhaltsübersicht zu bisherigen Inhalten schaut doch bitte hier: Übersicht Nadja

Zufrieden setzte Hillary ihre Unterschrift unter das Formblatt. Noch ein letztes Mal studierte sie alle Eintragungen um sicher zu gehen, dass sie keinen Fehler gemacht hatte. Doch alles war korrekt. Sie räumte die Sachen auf ihrem etwas chaotischen Schreibtisch zusammen, nahm dann den ausgefüllten Antrag und platzierte ihn auf dem Schreibtisch ihres Chefs. Dort würde das Schreiben durchgewunken werden. Er hatte noch nie einen solchen Antrag von ihr infrage gestellt. Und bei der Fürsorgestelle des Jugendamtes würde es auch nicht anders laufen.


Nadja und Joe kamen zeitgleich zu Hause an. Nadja düste viel zu schnell heran, bremste sehr scharf auf der Kiesauffahrt vor dem Haus und Steinchen spritzten herum und trafen wie kleine Geschosse auf die Treppe vor dem Haus. Joe war gerade aus seiner Limousine gestiegen und bekam einen der apprallenden Steine ans Hosenbein. Kopfschüttelnd schaute er zu Nadja hinüber, die gerade aus ihrem Golf sprang. "Joe.", quietschte sie fröhlich und kam die paar Schritte zu ihm hinüber gelaufen. Geoffrey eilte aus dem Haus und kümmerte sich dezent darum, die Tasche aus der Limousine zu nehmen.

Mit Schwung sprang Nadja an Joe heran, schlang ihre Arme um seinen Hals und die Beine um seine Hüften. Er hatte Mühe das Gleichgewicht zu halten und schwankte stark. "Was ist denn mit dir los?", fragte er völlig überrumpelt und hielt ihren schlanken Körper an sich gedrückt. "Nix.", quietschte sie zurück. Sie drückte ihm einen satten Kuss ins Gesicht, der dafür sorgte, dass Geoffrey sich wortlos wieder zurückzog. Auch der Fahrer der Limousine sah zu, dass er schnell wieder auf seinen Fahrersitz verzog und davonkam. "Fühlt sich mehr an wie extrem gute Laune.", erklärte Joe immer noch überrascht.

So ganz kam er mit der plötzlichen Hochstimmung nicht zurecht, aber sie war ihm natürlich lieber als wenn sie trauernd durch die Gegend lief. "Die hab ich auch!", bestätigte Nadja seine Annahme und ließ nun wieder ab von ihm. Joe musste etwas grinsen und Nadja warf ihm sofort einen triumphierenden Blick zu. "Und sie ist ansteckend!", erklärte sie und schob mit zwei Fingern Joes Mundwinkel noch weiter nach oben, bevor sie erneut einen Kuss darauf setzte. Diesmal war es Joe, der den Arm um sie schlang und den Kuss damit verlängerte.

"Lass uns mal hineingehen. Wir machen Geoffrey ganz verlegen.", sagte er dann sanft, strich ihr über das Gesicht und nahm sie an der Hand. "Magst du mir sagen, woher du so gute Laune hast?" "Ach eigentlich weiss ich gar nicht so genau. Aber der Tag war einfach super. Und ich habe eine Sozialarbeiterin fertig gemacht. Die Schule hatte sie bestellt, weil es ja Gerüchte darum gibt, dass ich schwanger wäre." Sie zwinkerte ihm zu. Von der Panne, dass sich dies in der Schule längst verbreitet hatte, wusste er natürlich. Doch die letzten Wochen Unterricht würde das schon nicht großartig belasten.

"Und was wollte die?" Nadja zuckte die Schultern. "Ganz ehrlich: keine Ahnung! Sie hat immer nur dummes Zeug gefaselt von wegen Unterhaltsklage und sowas. Und dann hat sie versucht mir eine Abtreibung oder eine Adoption schmackhaft zu machen. Da hab ich ihr die Meinung gegeigt, ihr gesagt, wo sie sich ihre Faltblättchen hinstecken kann, dass ich ihre Hilfe nicht brauche und bin abgerauscht." Sie grinste stolz und schmiegte sich seitlich an Joe der nun den Arm um sie legte.

"Ich kam nicht umhin diese Schilderung mit anzuhören. Ich befürchte diese Sache hatte zumindest ein kleineres Nachspiel. Eine gewisse Hillary, Sozialarbeiterin, war heute Nachmittag vorn am Tor und begehrte Einlass. Ich habe das verwehrt." Geoffrey hatte in der Eingangshalle auf die Herrschaft gewartet und sah die beiden nun entschuldigend an. Nadjas Laune war schlagartig verraucht. "Sie war hier?", kiekste sie ungläubig zu Geoffrey. "Ich fürchte ja, Miss Nadja."

Kommentare:

  1. Fürsorgestelle???
    Was hat die Verückte jetzt schon wieder vor?

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  2. Die kann auch keine Ruhe geben, die blöde Kuh! Soll sie sich doch mal lieber um die wirklichen Fälle kümmern, in denen Jugendliche echte Hilfe brauchen!

    Aber selbst das Jugendamt kann nicht viel tun. Ärger bereiten aber wohl schon und daher kommt auf die beiden wohl noch eine Menge zu. Vielleicht sollten sie diese Hillary mal von Angesicht zu Angesicht sprechen. Oder lieber gleich den Vorgesetzten. Das dürfte mehr ziehen.

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  3. Das Jugendamt macht sich bei so einem Antrag selbst ein Bild der Lage und wird feststellen das nadja ein eigenes Zimmer hat und alles was sie braucht zum erwachsen werden.

    also ist das sowas von wurstpelle :D

    und die mum von nadja sollte sich bei dem chef von der hillary beschwehren, sie hat ja alle grund dazu wegen der aktion an der klingel

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