Donnerstag, 7. Juli 2011

Keine Traumhochzeit

Dies ist eine Fortsetzungsgeschichte. Für eine Inhaltsübersicht zu bisherigen Inhalten schaut doch bitte hier: Übersicht Nadja

Auch Joe blieb Nadjas Freude und gute Laune natürlich nicht verborgen. Er schob es für sich allerdings auf den Heiratsantrag. Dass die größere Freude fast sein könnte mit Mary offen über ihre Beziehung reden zu können, kam ihm nicht in den Sinn. Er verbrachte in diesen Tagen einige Zeit grübelnd im Büro. Nächstes Jahr um diese Zeit wollte er mit Nadja verheiratet sein. In Gedanken ließ er die Hochzeit vor seinen Augen aufsteigen. Er hatte noch nie viel darüber nachgedacht, wie es wohl sein würde, wenn er heiratete. Bislang war das Bild auch immer völlig klar gewesen.

Es war eine traditionelle jüdische Hochzeit mit vermutlich hunderten von Gästen, weil man auf beiden Seiten der Familie alles eingeladen hatte was auch nur in einem irgendwie benennbaren Verwandschaftsverhältnis stand. Doch dieses Bild zerfiel nun langsam. Eine traditionelle jüdische Hochzeit war ohnehin ausgeschlossen. Er selbst legte ja inzwischen keinerlei Wert mehr auf seine religiöse Herkunft und Nadja schien es ähnlich zu gehen. Außerdem war sie ja nunmal christlich orthodox. Blieb also die Frage, ob es überaupt in einer kirchlichen Trauung gipfeln würde.

Die andere Frage war die der Gäste. Vor seinem geistigen Auge sah Joe die fast schon Klischeehaft asymetrisch gefüllte Kirche oder auch das Traulokal. Auf der Seite der Braut saßen gerade Lelya, Nadjas Mutter, Maria, ihre kleine Schwester und Lukas, ihr Bruder mit seiner Freundin Anna. Und vielleicht noch ein paar Mädchen aus der Schule, während auf der Seite des Bräutigams ein völlig anderes Bild herrschte. Dort saß seine gesamte Sippe, ein Haufen Geschäftspartner und Freunde seiner Familie. Als er daran dachte, seufzte er.

Er hatte sich zwar eigentlich vorgestellt, dass jetzt alles einfacher werden würde, aber eigentlich wurde es doch nur schwieriger. Wenn man es vernünftig halten wollte, dann würden sie am besten in aller Stille heiraten und nur mit den Eltern und vielleicht Nadjas Geschwistern. Wobei sie das wieder vor das Problem stellte, dass er selbst wohl kaum beide Eltern einladen konnte und Nadja sicherlich auch wenig wert darauf legte ihren Vater zu sehen. Die große Traumhochzeit zerplatzte vor seinen Augen bereits bevor das erste Wort darüber gesprochen war.

Nicht das er selbst großen Wert darauf gelegt hätte, aber er hätte es Nadja gern ermöglicht, inganz großem Stil zu heiraten. Nach zwei Jahren der Heimlichtuerei, was ihre Beziehung anging konnten sie doch nicht auch noch im ganz kleinen Kreise heiraten. Sie hatte sie sich doch wirklich mehr als verdient, dass er sich in einem riesigen Saal voller Menschen zu ihr bekannte. Und zu gern würde er das auch tun. Ihm fiel nur noch nicht ein, wie.

Kommentare:

  1. Da hat er aber völlig die Mädels aus Arramoa vergessen, die mit wachsender Begeisterung solche Anlässe als Ausflugsziel betrachten! Und vielleicht sollte er Nadja einfach mal fragen, wie sie sich das alles vorstellt? Seit wann ist eine Traumhochzeit abhängig von der Anzahl der Gäste? Das ist nur wieder so ein Millionärsding.. es kann genauso traumhaft sein, wenige Gäste zu einem ganz besonderen Ort einzuladen. Und wenn schon nicht kirchlich getraut (wobei es ja auch ökumenische Trauungen gibt), geht ein weißes Hochzeitskleid trotzdem! Hallohooo.. man lebt im modernen Amerika. Da geht alles!

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  2. naja nerd eben ... solche sorgen würd ich echt gern mal haben
    die können doch gleich auf arramoa heiraten, da wäre dann wenigstens party und keine staub trockne verschlafene hochzeit und vor allem die frage die er sich stellt, der wahnsinn ich glaube nadja hat mehr freunde als joe^^ und wer läd schön seine geschäftspartner zu seiner hochzeit ein, geschäftspartner gehören auf die arbeit und nicht ins private, gut bei der Sekretärin versteh ichs vielleicht noch, aber wozu bitte shcön gibts nen polterabend ... aber zurück zur kern aussage ... nerd eben

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