Montag, 19. November 2012

Geistesblitz

Dies ist eine Fortsetzungsgeschichte. Für eine Inhaltsübersicht zu bisherigen Inhalten schaut doch bitte hier: Übersicht Nadja

Henry kannte David. Sobald er an der Es war ein leichtes gewesen herauszufinden, mit wem Mykola da unterwegs war. Und darüber hinaus kannte Henry sogar das Haus in welches sie gerade hinein gegangen waren. Er selbst war darin auch schon gewesen. Vor einer Weile hatte der Hausherr, seinen Job bei einer soliden IT-Firma verloren, nachdem er versucht hatte seinen Boss zu erpressen.

Danach hatte er mit allerlei erfolglosen Maßnahmen versucht sich für die Kündigung zu rächen. Das war auch der Grund gewesen, warum Henry dem Haus einen Besuch abgestattet hatte. Henry hätte ein Privatanwesen ausspioieren sollen um kompromittierende Beweise zu finden. Doch sowohl dieser James, als auch seine Frau, hatten aus den Absichten, was sie mit den Beweisen vorhatten, keinen Hehl gemacht und so hatte Henry rundheraus abgelehnt, noch bevor er wusste um wen es überhaupt ging.

Außerdem hatte Henry schon damals die Verbindungen, welche James neuerdings zur organisierten Kriminalität unterhielt recht schnell rekonstruiet. Er arbeitete auf Auftragsbasis für die Erstellung gefälschter Dokumente und allem, was mit Computersicherheit zu tun hatte. Diese lukrative Nebentätigkeit hatte er sich wohl aufgebaut, weil er nach der Kündigung unter argen Geldproblemen litt. Auch das allein wäre schon ein Grund gewesen, sich nicht mit ihm einzulassen.

Henry lehnte sich in seinem Wagen zurück und beobachtete weiter das Haus. Er fluchte, dass er seine Abhörtechnick nicht eingepackt hatte, mit welcher man jedes Handy in eine Wanze umfunktionieren konnte. Doch für den Augenblick war das egal. Er hatte Mykola gefunden und er trieb sich in den übelsten Kreisen herum. Vorhin war er schon bei einem der kleineren Bosse gewesen, offensichtlich um sich vorzustellen, und nun also bei James. Vermutlich um gefälschte Dokumente zu erhalten. Der Mann richtete sich also auf einen längeren Aufenthalt ein.

Plötzlich durchzuckte ein Gedanke Henrys Kopf. Er konnte ihn nicht auf Anhieb fassen und schüttelte kurz verwirrt den Kopf. Doch dann kam er erneut und Henry schüttelte heftiger den Kopf. "Das kann doch nicht sein!", raunte er sich selbst zu. Sollte Bernstein, sein jetziger Auftraggeber, der Chef sein, welchen James vorher erpresst hatte? War NetCorp die Firma gewesen, aus welcher er geflogen war und Nadja die Minderjährige Freundin, welche der kompromittierende Teil des Lebens war?

Schnll zückte Henry sein Smartphone und recherchierte James Lebenslauf noch einmal. Treffer! Vor seinem Job bei der Stadtverwaltung, welchen er jetzt hatte, war sein Arbeitgeber die NetCorp gewesen. Jetzt fluchte Henry doppelt. Denn er wüsste zu gern, ob James wusste, wen er da vor sich hatte. Wenn die beiden sich zusammenrauften wäre eine ganze Menge kriminelle Energie vorhanden um einen Rachefeldzug durchzuführen.

Als David und Mykola wieder herauskamen, erlosch das Signal, welches Henry verfolgt hatte. Knapp bekam er noch mit, wie Mykola das Handy in einer Mülltonne versenkte. "Schlaues Kerlchen, aber zu spät.", lachte Henry leise und heftete sich dem Wagen wieder an die Fersen.

Kommentare:

  1. Was für ein feiner Zufall, dass Henry schon in diesen Fall verstrickt war. Und sehr schlau, dass er die Zusammenhänge erkannt hat.
    Nun weiß er auch, dass er wirklich aufpassen muss. Er überschätzt nur Mykolas Intelligenz, wenn er ihn schlau nennt. Aber es ist besser, seinen Feind zu überschätzen als zu unterschätzen.

    Nun kennt Henry also auch die Organisation schon. Das war meine Hoffnung. Er weiß also, was geschehen kann und wird Joe sicherlich vorwarnen. Umso besser, dass Nadja von Joe quasi aus dem Weg geschafft wird. Ist nur noch Maria ein großer Faktor. Hoffentlich lässt Mykola sie in Ruhe!

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  2. Oh weia, ich hoffe mal dass Mykola und James nicht so clever sind und checken vor wem sie da stehen. Nadja sollte endlich mal etwas Ruhe bekommen, denn all sowas ist Gift für eine Schwangere.

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