Donnerstag, 20. Januar 2011

Braucht er einen Anwalt?

Dies ist eine Fortsetzungsgeschichte. Für eine Inhaltsübersicht zu bisherigen Inhalten schaut doch bitte hier: Übersicht Nadja

Mrs. Settlemeyer, Sebastians Mutter, war ziemlich geschockt, als Lieutenant Brady sie anrief. Zuerst wollte sie das ganze als schlechten Scherz abtun, doch die Polizistin blieb beharrlich. "Ihrem Sohn wird die Sexuelle Nötigung und die Vergewaltigung zweier Schulkameradinnen vorgeworfen. Ich habe eine Vorführungsanordnung der Staatsanwaltschaft und ich werde ihn heute dazu vernehmen!", beharrte sie. "Ich will mit ihm reden.", war alles, was Mrs. Settlemeyer noch herausbrachte, als verhandele sie mit einem Entführer.

"Bittesehr.", nickte Brady Sebastian zu und drückte ihm den Telefonhörer in die Hand. Er hatte Mühe ihn korrekt zu halten, da die Hände immer noch mit Handschellen miteinander verbunden waren. "Mama?", fragte Sebastian bang. Das Metall klickte gegen den Hörer. Am anderen Ende war zuerst nur Schnaufen zu hören. "Bist du verrückt geworden?", keifte sie dann. Sebastian wurde wieder weinerlich. "Mama das ist alles ganz anders gewesen.", versuchte er sich zu erklären. "Das erzähl mir mal, wenn du zu Hause bist.", kam es sehr stumpf zurück.

"Schicken sie ihrem Sohn einen Anwalt, oder soll er selbst einen anrufen?", wollte Brady dann wieder von der Mutter wissen. "Braucht er einen?", erkundigte sie sich. Das brachte die Polizistin in einen unangenehme Situation. Ihr war es natürlich lieber, wenn sie einen Täter ohne Anwalt vernehmen konnte. Für den Beschuldigten war es in jedem Fall besser einen Anwalt zu haben. "Er braucht einen, wenn es zu einer Verhandlung kommt. Dann würde ihm allein von Rechts wegen einer beigestellt. Heute ist ein Anwalt nicht vorgeschrieben, jedoch hat er natürlich das Recht darauf. Es liegt also bei Ihnen, ob sie wollen das einer hinzugezogen wird.", zog sie sich aus der Affäre. "Ich werde das heute Abend mit meinem Mann besprechen. Bis dahin gibt es keinen Anwalt.", gab sie daraufhin recht platt zurück. Dann beendeten die Frauen das Gespräch.

Der Lautsprecher war eingeschaltet gewesen und Sebastian hielt den Kopf gesenkt. Im Moment wusste er nicht, wovor er mehr Angst haben sollte. Vor dem, was die Polizistin ihm an Ärger machen konnte oder dem Ärger den es verursachen würde, wenn er zu Hause auf seine Mutter traf. Lieutenant Brady winkte den jungen Kollegen heran. "Bring ihn rauf in den Vernehmungsraum. Taschen ausleeren nicht vergessen. Dann kannst du ihm auch die Handschellen abenehmen.", wies sie ihn an.

"Na dann komm mal mit.", der junge Kollege packte ihn am Oberarm um mit ihm in den zweiten Stock des Polizeireviers zu gehen, wo die Vernehmungsräume untergebracht waren. Sebastian wurde jetzt mehr denn je heiss und kalt. Das Papier in seiner Hosentasche knisterte bei jedem Schritt.

Kommentare:

  1. Jaaaaaaahaaaaaaaaaa, das Papiihiiiiier! *hüpf*

    Schön gründlich durchsuchen, bitte! Und die Liste nicht wieder hergeben. Fünffach kopieren und in verschiedene Safes legen *nick*

    So, jetzt mach dem mal Damp, dem süßen, hübschen Basti, Herr Autor.

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  2. Hm läuft ja zur Zeit alles perfekt für die gute Seite, pass auf das es nich ins fade abdriftet ;)

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