Freitag, 7. Januar 2011

Zeitungslektüre

Dies ist eine Fortsetzungsgeschichte. Für eine Inhaltsübersicht zu bisherigen Inhalten schaut doch bitte hier: Übersicht Nadja

"Wenn du sie verpetzt, wird sie dir schon aus Trotz nicht helfen.", meinte Mary etwas kläglich. Nadja seufzte. "Aber dann hat sie doch keine Wahl? Ihre Eltern werden doch wohl nicht hinnehmen, dass zwei Kerle sich so über ihre Tochter hermachen, sie abfüllen und ins Bett schleppen?" Mary überlegte einen Augenblick. "Was, wenn sie dann einfach alles abstreitet? Sagt, sie wollte sich nur wichtig machen?" "Ach verdammt ich will, dass der Kerl richtig was abbekommt. Der Wichser soll lernen, dass er mit Frauen so nicht umgehen darf!" Nadja war richtig in Fahrt.

"Wenn man doch nur rausfinden könnte, wo er sich noch bedient hat. Ich wette du und Pammy, ihr wart wirklich nicht die einzigen.", überlegte Mary und versuchte Nadja etwas zu beruhigen. "Und wie willst du das herausfinden? Du kannst die Leute nicht mal in der Schule fragen, weil jetzt Ferien sind. Die Hälfte ist außerdem sicherlich längst irgendwo im Urlaub, Sommercamp oder sonstwo." Nadja polterte sofort wieder zurück. Dass Pammy sich nich beteiligen wollte hatte ihr übel zugesetzt.

"Ich weiß es doch auch nicht. Aber ich denk nochmal drüber nach. Holst du mich morgen wieder ab? Ich lass mir was einfallen!", versprach Mary und Nadja war einverstanden. Immer noch wütend warf sie sich auf ihr Bett und starrte an die Wand. Wer, außer ihr, hasste Sebastian?


Nadjas Muter Lelya schlug ungläubig die Zeitung auf. Sie hatte schon seit ihrem Umzug vor sechs Monaten die Seattle Times aboniert. Zum einen fand sie, dass in einen ordentlichen Haushalt eine Zeitung gehörte und zum anderen wollte sie ja auch ihr Englisch schnellstens trainieren. Kopfschüttelnd las sie den Artikel. 'Jonathan Bernstein und die Schülerin - Mitschüler erfindet Affäre und verschickt gefälschte Fotos an Zeitungen', stand dort groß zu lesen. Lelya musste grinsen. Sie selbst hatte nichts gegen die Beziehung zwischen Joe und Nadja. Sie hatte Nadja noch nie glücklicher gesehen, als wenn sie Joe ansah.

Allerdings verstand sie auch Joes Bedürfnis nach Geheimhaltung. Solange Nadja nicht volljährig war, war die Sache vielleicht formal nicht strafbar, doch würde es eben im Lichte der Öffentlichkeit für einen Skandal sorgen. Sie selbst hatte, wann immer das Thema zur Sprache kam, die abgesprochene Geschichte von Nadjas AuPair-Zeit erzählt.
Und nun hatte es dieser junge Martin also soweit gebracht herauszubekommen, dass die beiden ein Paar waren. Lelya las den Artikel sorgfältig bis zum Ende. Offensichtlich war der erste Versuch einen Skandal zu inszenieren in die Hose gegangen.


Martin starrte völlig fassungslos auf das Papier. Die Worte verschwammen vor seinen Augen. Das konnten die doch nicht machen! Er hatte doch alles recherchiert und nun stellten sie ihn als Lügner hin.

Kommentare:

  1. Tja! Wenn Sebastian das liest, wirds wohl nix mit den Dates. Höhö!

    Ich finde ja, Joe und Grant sollten Martin noch einmal besuchen und ihn unter Druck setzen. Wenn sie seinen Ausweis hatten, wissen sie auch, wo er wohnt. Und auch er hat schließlich Eltern. Vielleicht ist er ja geständig und liefert Namen und Begebenheiten?

    AntwortenLöschen
  2. Ja genau oder man schlägt ihn mit seinen eigenen Waffen und veröffentlicht in der Schülerzeitung einen Bericht über moppel Martin, mit den errangierten Dates und Fotos wo seine Proportionen zur geltung kommen *kicher*

    AntwortenLöschen
  3. Tja, wer Schrott schreibt, der soll auch zur Rechenschafft gezogen werden! C.H.

    AntwortenLöschen

Bitte beim Kommentieren höflich bleiben. Es gibt hier die Möglichkeit Anonym zu kommentieren, aber denke bitte kurz nach ob du das wirklich möchtest. Unterzeichne deinen Kommentar doch mit einem Pseudonym oder deinen Initialen, dass man weiß, welche Kommentare alle von dir sind. Oder noch besser, du nutzt nicht die Auswahl "Anonym" sondern "Name/URL" und lässt das Feld für die URL einfach frei. Dann wird dein Kommentar mit deinem selbst gewählten Namen angezeigt.

Vielen Dank.