Montag, 24. Dezember 2012

Adventskalender 2012 - 24. Dezember

Dies ist das 24. und letzte Kapitel des Adventskalenders 2012. Eine Auflistung dieses und der vergangenen Adventskalender findet ihr im Inhaltsverzeichnis.

Manfred sackte langsam in sich zusammen. Der Schuss hatte perfekt gesessen und ein Loch prangte nun auf seiner Stirn. Das frisch gemachte Bett hinter ihm war mit einer unglaublichen Menge Blut bespritzt, welches die Kugel beim Austritt aus seinem Kopf mitgerissen hatte. Augenblicklich war er tot und sein Körper fiel regungslos auf den Boden.

Hartmut zuckte heftig zusammen. Der Knall war aus dem nichts gekommen und gepaart mit dem unglaublich grausamen Bild vor ihm, brauchte er ein paar Augenblicke, um sich wieder zu sammeln. Was genau war hier geschehen? Manfred hatte den geheimen Alarm ausgelöst, mit dem die beiden sich gegenseitig absicherten. Sie beide hatten an ihren Handys eine Möglichkeit eingerichtet, sich mit einem einzigen Tastendruck eine Notfall SMS zu senden, mit der auch die Position des Handys übertragen wurde. Auf diese Weise wollten sie sich gegenseitig absichern, falls einer von ihnen beiden in Schwierigkeiten geriet.

Genau diese Nachricht hatte Hartmut von Manfred erhalten und war wie ein irrer rüber zum Haus geflitzt. Doch außer Manfred war doch niemand im Haus gewesen? Endlich fuhr er herum und schaute hinter sich, von wo der Schuss gekommen sein musste. Doch da war niemand. Ängstlich starrte er auf die Waffe in seiner Hand. Was zur Hölle war hier los? Dann fiel sein Blick auf die Kommode im Flur. Darauf lag ein Kissen und auf dem Kissen eine Pistole mit rauchender Mündung. Er erkannte diese Pistole sofort. Es war seine geliebte Desert Eagle Kaliber .50 AE. Gestern noch war er damit auf dem Schießstand gewesen.


Melanie nahm die letzten drei Stufen auf einmal und huschte aus dem Haus. Die Polizei konnte jede Sekunde hier auftauchen. Als Hartmut hereinkam hatte sie den stillen Alarm an der Anlage ausgelöst, was automatisch die Polizei auf den Plan rief. Die brauchten normalerweise nicht mehr als drei bis fünf Minuten.

Es war leichter gewesen als gedacht, Hartmut lautlos zu folgen. Nachdem auch er sie im Wohnzimmer nicht entdeckt hatte, war sie ihm einfach hinterher geschlichen. Er sicherte sich überhaupt nicht nach hinten ab und machte so viel Lärm, dass Melanie ihm leichtfüßig folgen konnte. Als er an der Waffe vorbei gegangen war und Manfred im Sichtfeld war, war es nur noch in Schuss gewesen und sofort hatte sie die Waffe wieder auf das Kissen geworfen und war verschwunden.

Leise zog sie nun die Haustür hinter sich zu. Draußen angekommen sprang sie in Janines Wagen, der vor der Haustür stand mit laufendem Motor. Sofort brauste Nadine los. Melanie zog sich die armlangen Handschuhe aus und auch die Maske vom Gesicht. "Alles gut gegangen.", erklärte sie vergnügt. Als sie um die Ecke bogen, konnten sie bereits das Blaulicht aufblitzen sehen, dass die Dunkelheit zerriss.

Grinsend rollten die beiden Frauen davon. "Ich denke du bist bald Hausbesitzerin.", erklärte Melanie vergnügt. "Und selbst wenn wir an das schmutzige Geld nicht rankommen. Mit dem Geld vom Girokonto und den 125.000 haben wir auf jeden Fall genug Startkapital für ein kleines Restaurant."

Kommentare:

  1. So einfach kann man zwei ungeliebte Maenner gleichzeitig los werden! Hartmuts Versuche, zu erklaeren dass er nicht geschossen hat, duerften ihm nicht helfen.
    Manfred hat den Schuss wahrscheinlich gar nicht richtig gehoert, bevor er tot umfiel.

    Ich hoffe nur, in dem Restaurant der Beiden kommen keine Leichenteile aus Melanies Nebenjob auf den Teller :)

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  2. Ich finde, nun habe ich lange genug gewartet ob nicht doch noch jemand der anderen Leser seine Traegheit ueberwinden kann und einen Kommentar absetzt. Schade... denn Joe Nevermind hat hier viel Muehe und Gedanken investiert. Da tun ein paar Minuten tippen als Leser nicht weh.

    An dieser Stelle also mein Dankeschoen fuer den kurzweiligen und spannenden Adventskalender, Joe. Ich weiss ja nicht wo du die Ideen her holst aber ich hoffe dein Ideenpool hat eine gute Quelle zum Nachschoepfen :)

    Ich jedenfalls werde Nadja gespannt weiter verfolgen und auch meinen Senf abgeben.

    Liebe Gruesse
    Kay

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