Sonntag, 2. Dezember 2012

Adventskalender 2012 - 1. Dezember

Dies ist das erste Kapitel des Adventskalenders 2012. Eine Auflistung dieses und der vergangenen Adventskalender findet ihr im Inhaltsverzeichnis.
Da ich mich nicht entscheiden konnte, was ich euch präsentiere, hat es leider bis zum zweiten Dezember gedauert, damit zu starten. Ich hoffe ihr habt Spaß mit der Geschichte und es gibt heute dann auch gleich zwei Türchen.

Liebe Grüße

Joe Nevermind
Euer Geschichtenblogger


Tödlicher Auftrag

Leise schlich sie die Treppe hinauf. Die Haustüre war mal wieder kein Problem gewesen. Niemand, der Ahnung hatte, würde seine Haustür nachts unverschlossen lassen. Auch heute waren es wieder kaum eineinhalb Sekunden gewesen, bis die Tür nachgeben hatte. Nun stand sie im Flur und lauschte leise für ein paar Sekunden. Die Treppe hatte ganz leicht geknarzt und sie wollte sichergehen, dass niemand im Haus sie bemerkt hatte.

Nach einer Minute mit angehaltener Luft stellte sie fest, dass sich nichts im ganzen Haus bewegte. Lautlos zog sie das Stethoskop aus der Tasche und setzte sich den Bügel in die Ohren. Dann legte sie das untere Ende an die dünne Wohnungstür. Ihre feinen Ohren nahmen nun jedes Geräusch im inneren auf. Sie konnte das knacken der Heizung hören und sie lauschte auf Atemzüge. Ihr 'Kunde', war ein junger Mensch und es bestand immer wieder mal die Möglichkeit, dass derjenige auswärts schlief. Dann wäre es töricht eine Wohnungstür aufzubrechen nur um nachher in einer leeren Wohnung zu stehen.

Mit dem Stethoskoptrick ließ sich das weitestgehend vermeiden. Wenn die Schlafzimmertür offen stand konnte man in einer kleineren wohnung an der Tür alles wahrnehmen. Und was sie heute wahrnahm, war gar nicht nach ihrem Geschmack. Hinter der Tür atmeten eindeutig zwei Menschen. "Ich hasse es, wenn sie eine Schlampe dahaben.", flüsterte sie sich selbst zu und verstaute das Stethoskop wieder. Dann zog sie das Einbruchswerkzeug aus der Tasche und begann die Wohnungstür zu öffnen.

Dabei blieb sie aufmerksam und lauschte auf jedes Geräusch. Doch in der Zeit zwischen drei und vier Uhr morgens war die Gefahr auf jemand zu stoßen, der wach war, beliebig geing und mitten in der Nacht reichten auch ein paar leise Klickgeräusche nicht, um jemanden aus dem Schlaf zu reißen.

Schon nach wenigen Augenblicken gab die Tür nach. Sie war nur einfach abgeschlossen worden. Das zweite Kettenschloss war überhaupt nicht verriegelt. Lautlos schob sie sich durch die Tür und ließ sie hinter sich angelehnt. Das erleichterte die Flucht später und sorgte für weniger Geräusche. Das Schlafzimmer war leicht zu finden und schon stand sie vor dem Bett, in dem sich zwei nackte Körper unter der Decke abzeichneten.

Sie positionierte sich im Türrahmen und zog die Schallgedämpfte Pistole. Es gab keine Chance, dass die Frau im Bett von de Geräuschen nich aufwachen würde. Die Frage war nur, ob es nötig war, sie ebenfalls zu töten oder ob man noch rechtzeitig davon kam. Es war immer ein Spiel zwischen möglichst schnell und möglichst lautlos. Und nun musste sie sich entscheiden.

Kommentare:

  1. Ui, das fängt ja schon wieder spannend an :-). Und herrlich, wieder eine Krimigeschichte *freu*. Joe schafft es immer wieder, die Leser mit den ersten Zeilen in den Bann zu ziehen und die Spannung schnel aufzubauen. Bin auf die ganze Geschichte gespannt, das versüßt einen den Dezember :-)

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  2. Ich muss Minito recht geben. Start mit einem Donnerhall. Wobei es ja keinen Hall gibt dank Schalldämpfer.
    Wie gut, dass es gleich zwei Türchen gibt, ich will nämlich sofort wissen, wozu sie sich entscheidet.
    In letzter Zeit hält Joe meinen Blutdruck ganz schön weit oben! Er ist schuld, wenn die Alterung seiner Leser schneller einsetzt! Jawohl!

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