Dienstag, 8. Februar 2011

Noctambule: Lüsterne Anya

Dies ist ein Kapitel aus KayGees Noctambule. Für eine Inhaltsübersicht zu bisherigen Inhalten schaut doch bitte hier: Inhaltsübersicht Noctambule

Armand hatte sich Zeit genommen, um das Zimmer vorzubereiten. Überall standen mehrarmige Kerzenständer, die flackernden Kerzen tauchten das erotische Mobiliar in ein warmes, flackerndes Licht. Zufrieden sah er sich um, während er sich vom Kaminsims sein Weinglas holte und auf Anya wartete.

Sie betrat das Zimmer nackt bis auf das Halsband. Ihre blonden Haare glänzten seidig und streichelten bei jedem Schritt mit den Spitzen ihre Pobacken. Als sie Armand am Kamin stehen sah, schlug ihr Herz höher. Wie groß er war! Sein Kopf war zum knisternden Feuer gesenkt und die schwarzen Haare waren nach vorne gefallen. Seine muskulöse Figur wirkte entspannt und lässig, gleichzeitig durch seine teure, schwarze Kleidung elegant. Als er nun den Kopf leicht drehte und sie mit gesenktem Kopf fast lauernd betrachtete, überflutete eine Gänsehaut ihren Körper. Die kleine Kopfbewegung war geschmeidig weich und als er nun mit seinem Lächeln die mächtigen Zähne entblößte, wirkte er mehr denn je wie ein Raubtier.
Mit einem feinen, erregten Lächeln senkte Anya den Kopf und sank in der Mitte des Raumes auf die Knie. Ein aberwitziger Gedanke hatte sie gestreift. Vor ihr stand zwar ein Raubtier mit unendlicher Kraft und weit überlegenen Fähigkeiten, aber durch ihre Demut hatte sie Armand auf ihre Weise gezähmt. Unterwürfig kauerte sie auf ihren Knien, die Hände auf den Rücken gelegt.
Armand stellte langsam das Glas zurück auf den steinernen Kaminsims ohne den Blick von der zierlichen Frau zu lösen. Sie faszinierte ihn immer wieder neu. Nicht nur, dass sie gelernt hatte, ihre Lust auszuleben, sie bezauberte ihn mit ihrer Hingabe und ihrem offenbar grenzenlosen Vertrauen. Den ganzen Nachmittag hatte er darüber nachgedacht, ob er tatsächlich zum ersten Mal in seinem Leben liebte. Nun fragte er sich, ob sie wirklich diese Liebe auch empfand und seine Gefühle verstanden hatte oder ob sie sich nur in ihr Schicksal fügte wie Marie damals.
Langsam und lautlos bewegte er sich auf sie zu und umkreiste sie. Die süße Angst, die ihn so unglaublich erregte, war nicht zu spüren, so sehr er auch witterte. Er nahm etwas ganz anderes wahr. Erstaunt stellte er fest, dass sie einen noch viel schmackhafteren Duft ausströmte. Eine Mischung aus Erregung, Vorfreude, Unsicherheit und doch Entschlossenheit. Diese besondere Form der Unsicherheit, ihr Unwissen, was sie nun erwartete und wie sie damit umgehen konnte, ließ Armand einen erregten Schauer spüren. Seine Hose begann unangenehm eng zu werden.
Langsam sank er vor ihr herunter in die Hocke. Selbst in dieser Haltung war er noch größer als sie.
"Sieh mich an, Kleines." raunte er mit seiner dunklen Stimme und genoss das zittrige Einatmen von ihr. Er liebte diese Reaktion und noch mehr die Art, wie sie nun den Kopf leicht anhob und ihre Augen seinen Blick suchten. Sanft strichen die Rückseiten seiner Finger über ihre Wange. Ganz nebenbei nahm er wahr, wie sich ihre Brustwarzen erregt aufrichteten.
"Ich möchte, dass du mir heute zeigst, was du gelernt hast. Du wirst mir beweisen, welchen Platz du verdient hast." In ihren Augen lag eine unsichere Frage. Ihre leicht geöffneten Lippen glänzten leicht im Kerzenlicht und sein feines Gehör nahm die kleinen Atemstöße wahr, die sie ausstieß.
"Gerne, mein Herr." hauchte sie nun und in ihren Augen tauchte ein lüsterner Schimmer auf. Armands Finger hatten ihre Wange verlassen und spielten wieder einmal mit ihren langen Haaren, während er versunken ihr Gesicht betrachtete. Dann nickte er lächelnd und stand auf. Ernst, aber mit einem Funkeln in den Augen, sah er zu ihr herunter.
Anya streckte sich. Auch wenn sie sich auf den Knien aufrichtete, musste sie sich recken, um die Länge seiner Beine auszugleichen. Aber sie konnte so wenigstens gerade eben noch seine Hose erreichen, die sie nun mit den Zähnen zu öffnen versuchte. Armands Augen blitzten auf. Die Idee gefiel ihm. Erregt spürte er ihr Kinn an seinem Schwanz reiben, als sie mit den Knöpfen zu kämpfen begann.
Es war keine leichte Aufgabe, die sie sich da gestellt hatte. Seine Erregung spannte den Stoff um die Knöpfe und ihre gestreckte Haltung kostete sie zusätzliche Kraft. Immer wieder sah sie zu ihm auf, wenn sie einen Knopf besiegt hatte. Alleine dieser Augenaufschlag ließ ihn immer wieder tief einatmen. Jedes Mal erntete sie ein ermutigendes, winziges Lächeln in seinen Mundwinkeln.
Der letzte Knopf erwies sich als besonders hartnäckig. Anya war gierig. Sie freute sich darauf, seinen Schwanz zu sehen und zu spüren, sie wollte ihn verwöhnen wie noch nie. Immer wieder rieb sie ihre Wange durch den Stoff an ihm und genoss die verheißungsvolle Härte. Seine Erregung war ihre Bestätigung und Motivation. Dieser elende Knopf hinderte sie an dem Hauptvergnügen. Als sie ihren Entschluss fasste, hob sie den Blick zu ihm, zeigte ihre weißen Zähne und biss kurz entschlossen den Knopf ab.
Armand unterdrückte nur mit Mühe sein Lachen über diesen Mutwillen. Dieses kleine Wesen wagte es, ihm die Zähnchen zu zeigen und beschädigte auch noch seine Hose. Streng schaute er zu ihr herunter. Sie senkte schnell den Blick und zog mit den Zähnen die Hose auseinander. Armand schwieg. Sie wusste, was sie dafür erwarten konnte. Aber das musste warten, denn das kleine Biest hatte ihre Zunge kurz über seine Eichel flattern lassen und dabei langsam die Wimpern wieder gehoben, um ihn anzusehen. Armand konnte nicht anders, als ein erregtes Raunen auszustoßen.

Kommentare:

  1. Jetzt hab ich mich mit der Zeit auch ein bisschen in Noctambule ein gelesen. Ich muss sagen das die ganzen kleinen Nebencharacktäre wirklich schön beschrieben sind. Ich habs zuerst nicht gelesen, weil mir die ganzen Vampirgeschichten seit Twilight auf die Nerven gehen, aber das ist bei der story voll ok :) Schließlich steht nicht in jedem zweiten Satz, wie schwer es ihm fällt, sie einfach auszusaugen *kicher*

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  2. Nee, das kommt in jedem fünften *breitgrins* In irgendwas muss ich mich ja absetzen ;) Ich verzichte aber auf Wölfe.

    Schön, dass es dir langsam doch noch gefällt :)

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