Montag, 6. September 2010

Weg von ihrem Mann

Dies ist eine Fortsetzungsgeschichte. Für eine Inhaltsübersicht zu bisherigen Inhalten schaut doch bitte hier: Übersicht Nadja

Vor dem Gebäude warteten der BMW und Nadjas Golf und die beiden verluden die zahlreichen Koffer in die Autos. Rätselnd schaute die Reisegruppe auf die Wagen. "Wer fährt denn? Du?", fragte Lukas und wusste gar nicht, welches Auto er mehr bewundern sollte. "Ja, Bruderherz. Das ist mein Golf.", grinste Nadja mit sichtlichem Stolz.

Maria wollte gar nicht glauben, dass Nadja so ein schickes auto fahren würde und bestand darauf bei ihr mitzufahren. Lukas und seine Anna, welche hinreichend Englisch sprachen wurden zu Joe ins Auto verladen und Mama nahm auf dem sportlichen Beifahrersitz des Golf, neben ihrer Tochter, Platz.

Maria musste dreimal aufgefordert werden, sich anzuschnallen und hüpfte auf der Rückbank von links nach rechts um ja nichts von den Eindrücken zu verpassen. Es war schon dunkel und die Lichter tauchten die Stadt in einen schönen Schein. Eine ganze Weile sagten weder Nadja noch ihre Mama etwas. Dann schließlich lächelte sie. "Es freut mich, dass es dir so gut geht."

Nadja seufzte erleichtert auf. "Und mich freut es vor allem, dass du da bist und dass wir Weihnachten feiern können wie eine richtige Familie." Mama nickte und griff nach der Hand ihrer Tochter, welche lässig auf dem Schaltknüppel lag.

"Das Haus wird euch gefallen. Es ist groß und jeder bekommt ein eigenes Zimmer.", erklärte Nadja. Maria nickte heftig. "Ich würd auch bei dir im Zimmer auf einer Matratze schlafen. Das war immer lustig.", kicherte sie. Mama hatte sie zu Bescheidenheit ermahnt. Aber auch Lelyas Selbstbeherrschung war dahin, als sie die Einfahrt hinauffuhren. "Das ist das Haus?", fragte sie überwältigt und reckte den Hals um alles zu erahnen.

"Hier wohne ich.", bestätigte Nadja amüsiert und parkte den Wagen vor dem Haus. Sie war etwas schneller gewesen als Joe und der BMW rollte direkt nach ihnen die Einfahrt hinauf. Goeffrey und Maricruz kamen aus dem Haus geeilt und mit ihnen Arkail. Der Ukrainisch sprechende Butler, den Joe für die Feiertage mit der Familie zusätzlich engagiert hatte.


In Kalifornien stieg derweil Eleonore Bernstein in ein Flugzeug. Sie hatte diese heissen Winter satt. Sie wollte endlich wieder einmal Schnee sehen. Und sie wollte weg von ihrem Mann.

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