Mittwoch, 8. September 2010

Er ist nicht da

Dies ist eine Fortsetzungsgeschichte. Für eine Inhaltsübersicht zu bisherigen Inhalten schaut doch bitte hier: Übersicht Nadja

Eleonore saß im Taxi und der Wagen rollte durch den Schnee. Es schneite immer noch und die Straßenlaternen tauchten die Schneeflocken in ein schönes Licht, so dass ihr wilder Tanz in der Luft herrlich anzusehen war. An einem noblen Appartement haus hielt der Fahrer an.

"Wir sind da, Madam. 24,30$ bitte.", erklärte er knapp. Eleonore gab ihm 25$ und stieg aus. Tief sog sie die kalte Luft ein und hüllte sich in ihren Mantel. Der Fahrer gab ihr den Koffer heraus und sie ging zum Eingang.

Der Concierge grüßte sie Freundlich. "Guten Abend Mrs. Bernstein. Es tut mir leid aber Mr. Cronwell ist nicht im Haus. Erwartet er sie?". Eleonores Gesicht versteinerte. "Er ist nicht da?", wiederholte sie nur entsetzt. "Es tut mir leid.", nickte der Concierge. Sie überlegte für einen Augenblick mit etwas Geld aus dem Mann herauszuquetschen, wo er hingefahren sein könnte. Aber sie entschied sich friedlich zu bleiben. Außerdem hatte sie nur noch wenig Bargeld bei sich und das musste für ihren Aufenthalt genügen. Würde sie die Kreditkarte einsetzen bestünde die Gefahr, dass ihr Mann es auf der Abrechnung sehen würde.

"Lohnt es zu warten?", fragte sie dann schließlich geknickt. Der Concierge schaute kurz in seinen Computer. "Ich würde mir ein Hotel nehmen.", sagte er etwas mitleidig. "Rufen sie mir ein Taxi!", bellte Eleonore jetzt wütend und stapfte wieder hinaus und zückte schon im rausgehen ihr Telefon.


Zur gleichen Zeit saßen, 600 Meilen entfernt, in Joes Haus alle beim Abendessen. Die anfängliche Scheu war etwas abgefallen und es wurde munter drauf los geplappert. Geoffrey und Maricruz hatten sich zurückgezogen und Arkail war im Raum geblieben. Anna und Lukas profilierten sich mit ihren Englischkenntnissen und Nadja sprach mit ihrer Mutter Ukrainisch. Maria wusste kaum in welche Sprache sie nun wechseln sollte und fing immer wieder an Deutsch zu sprechen, was aber außer Nadja und ihrer Mama keiner verstand. Lukas hatte es nie gelernt.

Das essen war längst vorbei und Arkail, welcher eigentlich Dolmetscher war, und somit deutlich weniger förmlich war als Geoffrey saß bei der bunten Gesellschaft am Tisch um leichter übersetzen zu können. Müde war keiner der Reisenden. Alle hatten mehr oder weniger viel im Flugzeug geschlafen und waren der Zeit ja auch eigentlich um Stunden voraus. Schließlich sprang wurden Maria die Erwachsenengespräche zu langweilig. "Nadja zeigst du mir das Haus?", fragte sie schließlich. Sie war bei ihrer Ankunft quasi sofort ins Zimmer geschickt worden und gierte danach sich jeden Winkel genau anzusehen.

Das war das Zeichen die Tischgesellschaft aufzulösen. "Vielleicht möchten ja alle das Haus sehen?", lächelte Nadja und begann mit ihrer Führung.

Kommentare:

  1. Nadja, die Reiseleiterin *grins* Sie brüstet sich doch nicht etwa mit fremden Federn?

    Und wer ist nun Mr. Cronwell? Ach Mensch, ich muss schon wieder zappeln.

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  2. Cronwell..cronwell...irgendwie kommt der Name mir bekannt vor
    *keine Lust im Archiv zu suchen*

    :-D da fährt die Mutter unangemeldet zum Geliebten (?ist er doch..oder?) und er ist nicht da hihi*

    Ich mag diese multikultie Tischgespräche :-D jeder quatscht mit jedem und keiner versteht jeden :-D

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