Dienstag, 14. September 2010

Ich sehn mich nach dir

Dies ist eine Fortsetzungsgeschichte. Für eine Inhaltsübersicht zu bisherigen Inhalten schaut doch bitte hier: Übersicht Nadja

"Eleonore, schön dich zu hören. Du hattest angerufen.", sagte Garry überschwänglich. Er konnte ihr Schnauben durchs Telefon hören. "Wo warst du? Ich war gestern bei dir.", fauchte sie wütend. "Ja ich weiß. Der Concierge hat mir einen Zettel hingelegt.", sagte er überfreundlich. "Und ich hab dich zig mal angerufen und dir auf den Anrufbeantworter gesprochen.", polterte sie gleich weiter.

"Ach wirklich?", meinte er nur desinteressiert. "Mein Anrufbeantworter frisst ständig meine Nachrichten. Ich muss mir endlich mal einen Neuen kaufen. Aber dann muss ich den neu programmieren. Und da hab ich keine Lust zu.", log er plump

"Aber wie schön, dass du hier bist. Du bist doch noch in der Stadt? Ich war gestern bei einem Kollegen. Und nachdem er mir seine Whiskysammlung gezeigt hatte musste ich leider das Gästezimmer in Anspruch nehmen." Garry gab sich fast schon übertrieben gelöst und freundlich und verbarg seine Lüge so sehr gut. Eleonores Schnauben hatte sich gelegt. Sie fühlte sich mies ihn so bedrängt zu haben und war froh, dass die Nachrichten nicht angekommen waren.

"Ja ich bin noch in der Stadt. Ich bin im Palace-Hotel. Ich musste raus aus unserem Haus. Magst du mich abholen? Ich sehn mich so nach dir." Garry schluckte. Eigentlich hatte er sich seine Weihnachtsfeiertage anders vorgestellt als sie mit dieser Frau zu verbringen. Diese Affäre dauerte nun schon erheblich länger als ihm lieb war. Eleonore war zwar zweifellos attraktiv aber eigentlich etwas älter, als er seine Liebschaften für gewöhnlich wählte und er hatte ihre Gefühle offensichtlich unterschätzt.


Je länger die Tour durch die Stadt dauerte desto faszinierter waren Anna und besonders Lukas. Für ihn war Amerika immer noch das Land in dem man vom Tellerwäscher zum Millionär werden konnte. Und in Gedanken hatte er längst als Tellerwäscher angefangen. Joe beantwortete geduldig alle seine Fragen über das amerikanische Arbeitsleben. Allerdings nur soweit er das selbst konnte. Seine Erfahrungen beschränkten sich auf die Collegewelt und das was noch darüber lag.

Nadja genoss es derweil auf der hinteren Bank zwischen ihrer Mama und ihrer Schwester zu sitzen und sie erklärte mehr, was es mit den verschiedenen Gebäuden auf sich hatte. Zum Mittag hielten sie an einem netten kleinen Restaurant wo Joe alle einlud. Und Lelya war sehr dankbar, dass ihr Einwand, sie müsse aber nun das Essen bezahle von Joe charmant übergangen wurde. Sie hatte zwar, nach wie vor, keine Vorstellung davon wie reich Joe nun tatsächlich sein könnte. Aber sie beschloss nun sich auch endlich keine Gedanken mehr darum zu machen.

Kommentare:

  1. Da hat Mama aber verdammt recht, sich keine Gedanken mehr zu machen. Wichtiger ist, wie ihre Tochter lebt und wie es ihr geht. Und da konnte sie sich ja überzeugen.

    Tja, wenn Garry zu feige ist, Schluss zu machen, dann wünsche ich ihm schöne Weihnachten *gg* Von Eleonore ist es aber auch sehr ungeschickt, unangemeldet zu erscheinen.

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  2. Doch ein Geliebter?
    OK...Aber wieso kennen Joe und sein Vater dessen Namen???

    *schwelg* Eltern und Geliebte, minderjährige Freunding und ihre ausländische Familie, alle einträchtig unterm Weihnachtsbaum ^^

    Wie war dass jetzt mit dem "sag ich später"..jetzt ist später!!und??was nu??

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