Sonntag, 19. September 2010

Kurzgeschichte: Dunkle Gefühle

Hier bekommt ihr mal wieder eine kleine Kurzgeschichte. Wenn euch diese gefällt, gefällt euch vielleicht auch meine Hauptgeschichte Eine Übersicht darüber findet hier hier: Übersicht Nadja

Der Ruhm für diese Geschichte gebührt übrigens KayGee. Vielen Dank dafür und euch viel Spaß beim Lesen.


Dunkle Gefühle


Anna steuerte den Wagen von der Autobahn herunter und beendete das laute Mitsingen des Sommerhits im Radio. Sie musste sich konzentrieren, um den Weg zum Hotel zu finden. Aber so schwer war das gar nicht. Sie hatte es gut gewählt und schnell sah sie das hohe Gebäude mit dem leuchtenden Namenszug vor sich.
Nun begann ihr Herz zu klopfen. Sie wählte immer das Hotel. Und immer war es ein anderes. Zügig steuerte sie ihren kleinen Wagen auf den Hotelparkplatz und checkte ein. Als sie im Fahrstuhl zu ihrem Zimmer hinauffuhr, bekam sie einen trockenen Mund und die Aufregung wurde stärker.

Das Zimmer war sauber und ordentlich. Wie gewünscht war es ein Raucherzimmer mit Doppelbett, Dusche und WC. Nach einem kurzen Kontrollgang wuchtete sie ihr Bordcase auf die Kofferablage, zupfte ein schwarzes Tuch heraus, legte es auf das Bett und zückte ihr Handy.
Sie tippte nur die Zahl 263 und sandte die SMS ab, während sie sich eine Zigarette anzündete. Die Antwort ließ nicht lange auf sich warten.
"20 Minuten." Anna sog an ihrer Zigarette und drückte sie dann aus. Die Zeit würde gerade eben reichen. Hastig zog sie sich aus und sprang unter die Dusche. Danach prüfte sie ihren Körper zum wohl 10. Mal auf gründliche Enthaarung und betrachtete sich kritisch in dem kleinen Spiegel.

Ihr Herzklopfen wollte nicht aufhören. Die zwanzig Minuten waren um. Sie schloss die Vorhänge an beiden Fenstern und löschte das Licht. Dann öffnete sie leise die Tür und schob sie vorsichtig so weit an das Türschloss, dass sie möglichst geschlossen wirkte. Sie wollte verhindern, dass ein eifriges Dienstmädchen die Tür wieder zu machte oder sogar ganz öffnete. Vorsichtig tapste sie wie verabredet zum Bett und tastete suchend nach dem schwarzen Tuch, um es sich um die Augen zu legen. Sie verknotete es fest und legte beide Hände auf ihre Schenkel, die sie leicht gespreizt hielt. Tief durchatmend mahnte sie sich selbst zur Ruhe und wartete.

Mit verbundenen Augen nackt in einem offenen und abgedunkelten Zimmer zu sitzen, hatte sie noch nie erlebt. Die Zeit schien viel langsamer zu vergehen und ihr Gehör schärfte sich. Dummerweise hörte sie ihr eigenes Herz so laut schlagen, dass sie Angst hatte, seine Schritte zu überhören. Zweifel kamen auf.
Sie hatte ihn schon einige Male getroffen. Beide hatten sich in einem Chat kennen gelernt und nach dem ersten realen Beschnuppern Gefallen aneinander gefunden. Aber war es nicht doch etwas riskant, sich ihm so auszuliefern? Würde wirklich er kommen und nicht einfach einen anderen schicken? einen Fremden, der ihr die schlimmsten Dinge antun konnte? Würde er wirklich alleine kommen?

Obwohl sie sich immer wieder zur Ordnung rief, stieg ihre Angst und gleichzeitig fühlte sie die stärker werdende Feuchtigkeit zwischen ihren leicht geöffneten Beinen. Sie war absolut erregt und ihre Brustwarzen schmerzten fast vor Sehnsucht danach, berührt zu werden.

Dann hörte sie Schritte auf dem Gang. Sie waren schwerer, als sie gedacht hatte. War das wirklich ER? Ein leises Klicken war zu hören. Er hatte die Tür geschlossen und schien an der Tür stehen geblieben zu sein. Dann ein kurzes, reißendes Geräusch und sie roch die Mischung aus Schwefel und brennendem Holz. Er hatte ein Streichholz angerissen. Erschrocken spürte sie die unerwartete Hitze an ihrem Gesicht. Sie hatte ihn nicht näherkommen gehört. Die Hitze glitt an ihr herunter, strich über ihre Brüste. Anna atmete heftiger und schneller.

Keine Berührung. Stattdessen zündete er sich eine Zigarette an und atmete genussvoll aus. Sie konnte das Knistern des glühenden Tabaks hören. So still war es im Raum. Dann packte er ihre Handgelenke. Sie spürte die Handschellen, die sich um ihre Handgelenke schlangen und keuchte leise auf. Nun war sie ihm wirklich ausgeliefert. Hilflos!
Ein Handrücken strich über ihre Wange und vermittelte sachten Trost. Aber sofort danach packte diese streichelnde Hand ihr Kinn, zwang ihren Kopf grob in den Nacken und warme Lippen pressten sich fordernd auf ihren Mund.

Sie stöhnte auf und drängte ihr Gesicht seinen Lippen entgegen. Dann spürte sie den schmerzhaften Griff zwischen ihren Beinen und quietschte leicht in den Kuss hinein.
"Still!" zischte er. "Keinen Mucks!" Er hatte geflüstert und sie hatte seine Stimme nicht hundertprozentig identifizieren können. Sie verstummte trotzdem gehorsam und ließ zu, dass seine fordernden Finger ihre Scham erforschten.
Ein fester Griff in ihre Haare und ein grober Ruck rissen sie rücklings auf das Bett. Ihre gefesselten Hände wurden über ihren Kopf gezerrt und mit einem kurzen Geräusch, das sie nicht einordnen konnte, am oberen Bettende fixiert.

Anna war atemlos und bebte vor Erregung. Ihre Augen waren weit aufgerissen, aber sie hatte ihre Augenbinde zu gut umgebunden. Sie starrte noch immer in absolute Dunkelheit. Hatte er Licht angemacht? Oder waren seine Augen bereits an die Dunkelheit gewöhnt? Würde er sich die Freude nehmen, ihren wehrlosen Körper zu betrachten, indem er das Licht nicht anschaltete?
Ein scharfer Schmerz auf ihrer Brust ließ sie nach Luft schnappen. Im letzten Moment konnte sie ihren Schrei unterdrücken. Ein weiterer Schmerz brannte sich auf ihre Brustwarze. Wachs! Er hatte eine Kerze angezündet und sie hatte es nicht einmal bemerkt!

Sie spürte, wie das flüssige Wachs brennend über ihre Haut lief, zäher wurde und zu erkalten begann. Dabei zog es ihre Haut leicht zusammen, aber ihr heftiges Atmen brachte die Wachsfläche zum Brechen. Wieder und wieder tropfte die flüssige Hitze auf ihren Körper, immer wieder an anderen Stellen. Brust, Bauch, die Innenseite ihres Oberarms und die empfindliche Stelle an den inneren Oberschenkeln. Sie begann sich zu winden und verzerrte ihr Gesicht. Dann tropfte ein großer Schwall auf ihre Schamlippen und sie bäumte sich auf. Eine Hand legte sich fest auf ihren Mund. Ein neuer Schwall ergoss sich auf ihre blanke Scham.

Anna litt. Tränen hingen in ihren Wimpern und befeuchteten ihr schwarzes Tuch. Als die Tortur endlich aufhörte, strichen seine Finger lobend über ihre Lippen. Erregt küsste sie die Finger. Dann verschwand die Hand. Wieder zündete er sich eine Zigarette an. Eine Weile rauchte er wohl schweigend und schien im Kerzenlicht ihren Körper zu betrachten. Erregte ihn der Anblick des nackten, wachsüberzogenen Körpers? Wie sehr wünschte sie sich, das Funkeln in seinen Augen sehen zu können.
Das Rascheln von Stoff ließ sie beinahe lächeln. Er zog sich aus. Gleich würde sie ihn spüren. Gleich würde er sie nehmen und sich einfach holen, was er wollte. Anna schob erwartungsvoll ihre Beine ein wenig auseinander und öffnete die Lippen, um leichter atmen zu können.

Aber wieder hatte sie sich getäuscht. Eine Hand packte ihren Kopf an den Haaren und zerrte ihn seitlich hoch. Die andere Hand zwang ihre Kiefer mit schmerzhaftem Griff auseinander. Wimmernd musste sie zulassen, dass er sich ihren Mund nahm. Seine Hand führte ihren Kopf in dem Tempo, das ihm gefiel. Sie musste würgen, als er zu tief zustieß und neue Tränen kamen hoch. Aber ihre Lippen drängten sich willig um seinen Schaft und sie lauschte seinem erregten, gierigen Keuchen, bis er abrupt von ihr abließ.

Aber sie hatte keine Zeit, sich umzustellen. Er packte ihre Beine und drückte sie gespreizt gegen ihren Oberkörper. An der Bewegung der Matratze spürte sie, dass er auf das Bett zwischen ihre Beine gekommen war. Mit heftigem Druck drang er in sie ein.
Anna drückte ihren Kopf weit zurück in den Nacken und rang nach Luft. Er war grob, heftig und wild. Seine Stöße schüttelten sie durch, erschütterten ihren gesamten Körper und schoben sie immer weiter nach oben, bis sie die Bettkante umgreifen konnte.
Er schien sich Zeit lassen zu wollen. Immer wieder holte er mit seinem Becken weit aus. Seine starken Hände umklammerten ihren Körper an der Hüfte. Dann zog er sich zurück und warf sie einfach auf den Bauch. Mit gezielten, festen Bewegungen legte er sie sich zurecht, griff nach ihrem festen Po und spreizte ihn weit auf.

Anna grub ihr Gesicht in das Kissen und drängte ihm ihren Po entgegen. Als er eindrang, schrie sie in das dämpfende Kissen. Sie konnte nicht mehr aufhören zu schreien. Ihre Erregung, die gerade hatte abflauen wollen, wurde von seinen Stößen hoch gepuscht. Als sie merkte, dass er seine Hand unter ihren Bauch schob und nach ihrer empfindlichsten Stelle tastete, gab es keine Grenzen mehr. Anna ließ sich einfach gehen und schrie ihre Lust heraus. Es schüttelte sie und ihr Körper zuckte hemmungslos. Nur unterschwellig bekam sie mit, wie er sich in ihr entlud und stöhnend auf sie sackte.
Kurz darauf lagen ihre verschwitzten Körper in Löffelchenstellung aneinander geschmiegt. Er zupfte ihre Augenbinde herunter und hauchte einen kleinen Kuss auf ihr Ohr.


"Kleines Luder." Grinste er. Anna nickte lächelnd und rieb ihren Po an seinem Becken.
"Bindest du mich los?" bat sie. Sein Atem schlug an ihren Nacken als er lachte.
"Nein. Die Nacht ist noch nicht vorbei!"

Kommentare:

  1. Ein ganz dickes super tolles YEAH!
    Ich bin begeistert!
    Die Verdopplung von Becken finde ich nicht 100 % gelungen, aber der rest ist toll!

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  2. Was du auch wieder findest :)

    Hab die Dopplung rausgenommen. Vielleicht gefällt es dir ja jetzt zu 100% :D

    Liebe Grüße
    Geschichtenblogger

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  3. Meine Lieblingsstory. Von den Kurzgeschichten.
    Wie gerne würde ich die mal nachmachen. Einfach geil.

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  4. Gott die Story ist immer wieder Geil.
    Schon alleine der Gedanken die dabei zustande komme sind so geil.
    Ich liebe es.

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  5. "Mit gezielten, festen Bewegungen legte er sie sich zurecht, griff nach ihrem festen Po und spreizte ihn weit auf."

    Sehr geiler Satz. ;) Da tanzt der Unterleib "Samba" ;)

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  6. Die Geschichte zeugt von Stil und einer einfühlsamen Atmosphäre, die gleichermaßen das Feuer der Lust und die Verbundenheit zweier Menschen geschmackvoll darstellen konnte.
    Ich möchte meinen Respekt und meine Bewunderung für den kreativen Geist hinterlassen, der sich dahinter verbirgt.
    Ebenso ein unermessliches Dankeschön an den Admin, der es erst ermöglichte dieses Werk lesen zu dürfen.
    Ergebenste Grüße, eine Leserin von Vielen.

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  7. Die Geschichte ist klasse! *träum*! Das zeugt von 100%igem Vertrauen... Etwas Neid kommt da auf! Liebe Grüße, C.H.

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  8. Deine Wortwahl gefällt mir sehr, es ist so viel Bewegung in deiner Geschichte, weil du so viele ausdrucksstarke Verben benutzt.
    Es ist alles so direkt geschrieben, das finde ich sehr erotisch.

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