Freitag, 24. Dezember 2010

Noctambule: "Ich erwarte dich!"

Dies ist ein Kapitel aus KayGees Noctambule. Für eine Inhaltsübersicht zu bisherigen Inhalten schaut doch bitte hier: Inhaltsübersicht Noctambule

Der Ausflug hatte Anya mehr erschöpft, als sie gedacht hatte. Sicher lag das nur an der frischen Luft, aber sie fühlte sich nach dem Mittagessen müde und matt, sodass sie sich den Nachmittag ruhend in ihrem Zimmer erlaubte. Ein wenig erfrischt ging sie zum Abendessen und freute sich sogar darauf, Armand zu sehen und ihm von ihrem Ausflug zu berichten.
Aber sie wurde enttäuscht. Der schön gedeckte Tisch wies nur ein Gedeck auf und auf ihrem Teller lag ein Zettel mit der schön geschwungenen Handschrift Armands: Ich erwarte dich nach dem Essen nackt in unserem Zimmer.

Anyas Hunger schwand bei diesen Worten. Mühsam zwang sie sich das sorgsam zubereitete, köstliche Essen hinunter und grübelte darüber nach, ob er vielleicht wirklich böse auf sie war. Nahm er ihr die Geschichte mit der verwitweten Schwester übel? Aber er hatte ihr doch freie Hand gelassen! Was hätte sie tun sollen? Die Geschichte war doch noch nicht einmal ihre eigene Idee gewesen!

Mit klopfendem Herzen stand sie nach dem Essen auf und ging nach oben. Im Flur blieb sie vor der Tür, hinter der Armand wartete, stehen. Zum ersten Mal stand sie alleine vor der Tür des Spielzimmers. Bisher hatte Armand sie immer begleitet, ihr galant die Tür geöffnet und sie mit seinem geheimnisvollen Lächeln hinein geführt. Auf den Lippen kauend ging sie weiter in ihr Zimmer und schloss sorgfältig die Tür hinter sich.
Das Ausziehen war ein wenig mühsam wie immer, wenn sie keine Hilfe hatte. Schicht für Schicht fiel die Kleidung und Anya räumte sie sofort ordentlich weg. Schließlich stand sie splitterfasernackt vor ihrem Spiegel, nur noch das Halsband zierte ihren Körper. Ihre langen Haare fielen seidig über die Schultern und umschmeichelten ihre Brüste. Die Nippel waren hart und verrieten Anyas Erregung. Aber ihr Gesicht war ein wenig angespannt.
Sie war nicht nur erregt, sie war nervös und unsicher. Die Scham hatte sie erneut gepackt. Schon lange hatte sie nicht mehr einfach nur nackt einen neuen Raum betreten, indem Armand sie erwartete. In letzter Zeit hatte er sie immer selbst ausgezogen. War dieser Befehl nun ein Zeichen ihres Rückfalls in alte Zeiten? Hatte sie ihre neue Stellung verspielt? Was erwartete sie nun in diesem Raum? Mehr Schmerz oder mehr Lust? Würde sie genug Demut aufbringen? Tief einatmend öffnete sie die Verbindungstür zum Spielzimmer.

Armand stand am Kamin, einen Arm auf den Sims gelegt und starrte in die Flammen, als er die Verbindungstür zu Anyas Zimmer hörte und die Schritte ihrer nackten Füße vernahm. Tief sog er die Luft ein und witterte sofort die ängstliche Unsicherheit, die von Anya ausging.
Langsam wandte er den Kopf zu ihr und musterte sie. Seine schwarzen Haare hingen in sein Gesicht und verdeckten einen Teil seiner schönen Züge. Und das war ihm ganz lieb so, denn der Anblick ihres nackten Körpers ließ ihn fast vor Gier zusammenzucken.

Wie zaghaft und klein sie wirkte, als sie mitten im Raum stehen blieb und unsicher die Hände vor sich verschränkte. Die zarte Haut wirkte noch heller durch den Kontrast des dunklen Halsbandes. Ihre kleinen Brüste zeigten harte Nippel und lockten ihn mit unglaublicher Kraft. Nun legte sie die Hände auf den Rücken und erst dann fiel ihr ein, dass es wohl besser war, zu knien. Hastig sank sie auf den Boden, spreizte die Beine und hob die Hände hinter den Nacken. Nur mühsam verkniff sich Armand ein kleines Lächeln.
Es war einfach köstlich, sie zu beobachten. Und seine Gier wurde nur noch gesteigert, als sie ihren Körper auf diese unterwürfige Weise präsentierte und ihm vollen Einblick auf die verlockende Spalte gewährte.
Sie hatte den Kopf leicht gesenkt und ihre Augen waren auf einen Punkt irgendwo vor sich auf den Boden gerichtet. So konnte sie nicht sehen, wie er seinen Kopf ein wenig weiter senkte und die Hand vom Sims nahm, um sich in voller Größe aufzurichten.
Er ging absichtlich langsam und mit festen Schritten, so dass sie seine Sohlen deutlich auf dem Parkett hören konnte. Mit langsamen Schritten umrundete er sie einmal und blieb vor ihr stehen. Lange und schweigend betrachtete er sie ohne irgendeine Berührung.

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