Donnerstag, 16. Dezember 2010

Noctambule: Der Traum

Dies ist ein Kapitel aus KayGees Noctambule. Für eine Inhaltsübersicht zu bisherigen Inhalten schaut doch bitte hier: Inhaltsübersicht Noctambule


Miriam lieferte Anya gegen Mittag wieder zu Hause ab und verabredete sich für den nächsten Tag gleich wieder mit ihr. Armand zeigte sich wie immer erst abends und ließ sich den Spaziergang und den Besuch im Café berichten. Es freute ihn, dass sie ihren Tag mit neuen, schönen Dingen verbracht hatte, aber er fragte nicht ein einziges Mal nach Anyas Dilemma, mit welcher Identität sie in der Gesellschaft auftreten sollte.

Ihm war das schlichtweg egal, so schien es. Wie er ja versichert hatte, könnte er ohne die gesellschaftlichen Verpflichtungen, die diese Kontakte mit sich führten, sehr angenehm leben. Einsamkeit war etwas, das für ihn den negativen Beigeschmack verloren hatte. Man gewöhnte sich in dieser langen Existenz daran, einsam zu sein. Ihm hätte Anyas Gesellschaft völlig genügt. Aber er gönnte ihr diese Erlebnisse von Herzen.
Und da Anya noch immer nicht so richtig glücklich mit Miriams Plan war, wagte sie auch nicht, es ihm gegenüber anzusprechen. Sie konnte diese Lüge selbst noch nicht wirklich vertreten und schon gar nicht begründen. Wenn sie ganz ehrlich zu sich war, dürfte sie im Grunde gar keine Kontakte aufbauen. Flog die Lüge auf, mussten sie erneut umziehen. Daher war sie recht froh, dass Armand sich nach dem Essen auf ein Klavierspiel von ihr freute und dabei im Sessel lümmelnd einen Wein trank.
Als er sah, dass Anya vor Müdigkeit fast am Flügel einschlief, schickte er sie nach oben und verabschiedete sich formvollendet von ihr. Anya fragte nicht, was er vor hatte. Noch immer verdrängte sie den Gedanken an seine nächtlichen Ausflüge. Mit einem zufriedenen Lächeln und der Erinnerung an den schönen Vormittag kuschelte sie sich in ihre Kissen und schlief sofort ein.

In ihrem Traum lag sie auf einer sonnigen Waldlichtung auf weichem Moos und genoss mit geschlossenen Augen die wärmende Sonne auf dem Rücken. Sie sah sich selbst dort liegen in ihrem weißen Unterkleid, das sie als Nachthemd benutzte. Die Sonne war so hell, dass sie das weiche Leinen blendend aufstrahlen ließ und Anyas blonde Haare hell schimmerten. Anya konnte sogar das frische Moos und das erdige Aroma des Bodens riechen. Sie verschränkte ihre Arme unter dem Kopf und kuschelte sich lächelnd zurecht.
Der Traum war wundervoll. Denn sie sah Armand, der sich mit einem Lächeln über sie beugte und einige Strähnen ihrer Haare sanft aus dem Gesicht strich, um ihre Wange zu küssen. Im hellen Licht wirkte Armand noch viel schöner als sonst.
Sein schwarzes Haar zeigte einen bläulichen Schimmer und da es offen war, fiel es bei dem zärtlichen Kuss nach vorne und vermischte sich mit ihrer blonden Mähne. Und Armands Blässe war verschwunden. Er hatte eine gesunde, leicht gebräunte Haut, die im Sonnenlicht verführerisch schimmerte und sich bei jeder Bewegung seines nackten Körpers sanft über seinen ausgeprägten Muskeln bewegte.
Mit einem tiefen Seufzer drängte sie ihre weiche Wange an seine schmusenden Lippen und genoss die sanften Fingerspitzen, die an ihrer Seite streichelnd abwärts glitten und sich an ihre Hüfte legten. Ein verlangender Schauer rieselte über ihren Körper. Die Bewegung ihrer Hüfte war nur minimal, aber drängte ihren Körper spürbar an seine Hand. Sie sehnte sich nach seinen Berührungen.
Wieder küsste er ihre Wange bevor seine Lippen knabbernd zu ihrem Ohr wanderten. Erst verstand sie das Spiel seiner Finger an ihrer Hüfte nicht, bis sie an einem kleinen Lufthauch an ihren Waden merkte, dass er ihr langes Kleid leicht gerafft hatte. Ihr Lächeln wurde breiter. Glücklich zog sie ein Bein leicht an und winkelte es ab, wodurch ihr Körper sich leicht drehte und an seinen drängte.

Hier in diesem Traum konnte sie ihre Scham völlig ablegen. Lustvoll schmiegte sie sich an ihn und signalisierte ihm ohne Worte ihre Bereitschaft. Seine Antwort war ein erneuter Kuss auf ihre Wange und seine Hand streichelte nun ihre feste Pobacke.
Wieder drängte sie sich an seine Hand und erneut antwortete er durch festeres Zugreifen, was ihr ein leichtes Keuchen entlockte. Sie konnte Armand lächeln sehen. Sie sah auch sich selbst und ihren lustvoll windenden Körper, als er begann, das Kleid immer höher zu ziehen. Und sie spreizte willig ihre Beine, als er ihr Hinterteil bloß legte und den Kopf wandte, um Anyas Körper zu betrachten.
Die Wärme der Sonne vermischte sich nun mit Anyas innerer Hitze, die immer stärker wurde. Sie spürte ihre aufkommende Lust und die Vorfreude auf Armands Körper. Leise stöhnend reagierte sie auf seine Finger, die sich vorsichtig aber fordernd zwischen ihre Beine schoben.

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