Samstag, 13. Juli 2013

Bonjour

Dies ist eine Fortsetzungsgeschichte. Für eine Inhaltsübersicht zu bisherigen Inhalten schaut doch bitte hier: Übersicht Nadja

"Wo frühstücken wir denn?", hakte Nadja nach, nachdem die Mädchen ihre Rucksäcke aufgesetzt hatten und sich für den Tag fertig gemacht hatten. Es kostete Mary einiges an Beherrschung nicht die ganze Zeit zu grinsen. "Dieses Hotel hat kein Frühstück. Aber ich denke in dem kleinen Cafe um die Eck werden wir was bekommen.", erklärte sie.

Nadja zuckte die Schultern. "Da hab ich eigentlich keine Lust drauf. Lass uns doch was auf die Hand nehmen und zum Louvre gehen. Dann sind wir früher in der Schlange und haben noch eine Chance heute rein zu kommen." Mary wollte sich auf die Zunge beißen. Damit hatte sie beim besten Willen nicht gerechnet, dass Nadja das Frühstück ausschlagen würde. Sie versuchte ein etwas beleidigtes Gesicht zu machen.

"Ich mag mich aber lieber hinsetzen. Ich hab auch gut Hunger.", erklärte sie ruhig. "Ach was, ich trag deine Tüte schon, wen dir dein Futter zu schwer wird.", meinte Nadja entschlossen und stapfte aus dem Zimmer. Mary lief ihr verdutzt hinterher. Ausgerechnet diesen Tag musste Nadja sich aussuchen um die Führung zu übernehmen. Sie grummelte in sich hinein und ging die Alternativen durch.

"Nix gibt's.", erklärte sie auf dem Flur, "Ich will wenigsten einen Kaffee im Sitzen haben, wenn ich schon so früh aufstehe.", beharrte Mary. "Das kenn' ich.", frotzelte Nadja zurück, "Zum Kaffee dann ein Brötchen und noch ein Rührei und noch ein dies und jenes und dann sitzen wir da doch wieder ne Stunde." 'Nur eine halbe. Dann kommt Joe.', dachte Mary bei sich.

"Ich bestelle nur ein Croissant und einen Kaffee.", versprach Mary und versuchte ein liebes Gesicht zu machen. "Na gut!", seufzte Nadja und nickte. "20 Minuten. Dann gehen wir zum Louvre. Den will ich heute sehen.", verkündete Nadja fest. Mary nickte und beschloss extra langsam zu gehen. Außerdem zückte sie ihr Handy. 'Beeil dich. Nadja hat es heute eilig', tippte sie schnell ein und steckte es dann wieder weg.


Joe wartete bereits in Sichtweite des kleinen Ladens, den sie ausgemacht hatten. So richtig war er nicht ans Schlafen gekommen und so hatte er beschlossen etwas früher am Treffpunkt zu sein. Jetzt musste es nur noch klappen, dass Nadja mit dem Rücken zur Tür platziert wurde, wie Mary es versprochen hatte.

Wenige Minuten nach Marys SMS sah er die beiden im Cafe verschwinden. Er warf einen Blick auf seine Uhr. Er wartete noch genau fünf Minuten ab. Dann ging er los und spähte vorsichtig durch die Scheibe in das Cafe. Alles hatte geklappt und er erkannte Mary. Ihre Blicke trafen sich und er konnte erkennen, wie sie Mühe hatte, sich nichts anmerken zu lassen.

Er öffnete die Türe und erwiderte die freundliche Begrüßung der Bedienung nur mit einem deutlichen Lächeln und Kopfnicken. Er wollte mit seiner Stimme sich nicht schon verraten. Dann stellte er sich hinter Nadja und hielt ihr von hinten sacht die Augen zu.

Kommentare:

  1. Ohh wie süß, die beiden sind echt verliebt

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  2. Wie gut, dass Nadja nicht so ist wie ich ;) Bei mir hätte er wohl den Ellbogen irgendwo, wo es weh tut. Und wer denkt in einer fremden Stadt schon an so lieben Besuch, wenn man schon das Foto mit dem Flugzeugsitz nicht kapiert?

    Aber Nadja ist ja nicht ich. Jetzt wird sie quietschen, ihm um den Hals fallen und Mary vergessen :)

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