Dienstag, 9. Juli 2013

Angeberei

Dies ist eine Fortsetzungsgeschichte. Für eine Inhaltsübersicht zu bisherigen Inhalten schaut doch bitte hier: Übersicht Nadja

Die erste Klasse im TGV war eine extrem bequeme Angelegenheit. Erneut stellte Nadja zufrieden fest, dass es sowohl Strom für ihren Laptop, als auch WLAN für eine zügige Internetverbindung gab. Die Fahrt war landschaftlich schön. Draußen herrschte bestes Wetter und sie konnten weit in die Landschaft gucken, was trotz der Geschwindigkeit problemlos möglich war.

Als sich die Ankunftszeit näherte und sie die Ausläufer von Paris zu sehen war, drückte Nadja sich die Nase an der Scheibe platt. "Suchst du was?", fragte Mary amüsiert, die ihr gegenüber saß. "Den Eiffelturm. Das war irgendwie immer ein Kindheitstraum, den zu sehen.", sagte Nadja und fühlte sich etwas ertappt. "Da guckst du umsonst. Wir fahren auf der anderen Seite der Seine nach Paris hinein. Von Gare de Lyon, wo wir ankommen, bis zum Eiffelturm sind es ein paar Kilometer.", dozierte sie.

Doch sie hatte kaum zu Ende gesprochen, als Nadja aufquietschte. Es öffnete sich eine Häuserschlucht und tatsächlich war in der Ferne die Spitze des Eiffelturms zu sehen. "DA!", sagte sie und deutete hinaus. Mary fuhr erschreckt herum. "Man ist das Ding hoch.", sagte sie erstaunt und starrte aus dem Fenster. Schon war der Augenblick auch schon wieder vorbei und der Anblick verschwand hinter einem Gebäude, dass neben der Zugstrecke auftauchte. Danach war er nicht mehr zu sehen.

"Da müssen wir hin!", erklärte Nadja fest. "Steht heute noch auf dem Plan, wenn du willst.", sagte Mary grinsend.

Wenig später rollten sie in den Bahnhof und die Mädchen schnallten ihre Rucksäcke auf. Nadja fühlte sich fit und der Gedanke an ein Taxi kam erst gar nicht auf. Sie mussten mit zwei Linien der U-Bahn fahren, bis sie an ihrem Hotel angekommen waren. Dafür lag es in Sichtweite des Eiffelturms. "Hast du das absichtlich so ausgewählt?", fragte Nadja baff und schaute aus dem Fenster des Treppenhauses, von wo aus man den Turm sehen konnte. "Nein.", gab Mary zu. "Das ist Zufall."

Im Zimmer angekommen stellte Nadja überwältigt fest, dass sie in dem kleinen Hotel einen Balkon hatten und man von diesem aus ebenfalls einen Blick auf da Wahrzeichen hatte. "Irre.", flüsterte sie und ließ ihren Rucksack einfach liegen. Mit offenem Mund stand sie auf dem Balkon und starrte hinaus. Wenig später zückte sie ihr Handy und verteilte das Bild via Internet an Freunde und Familie. Amüsiert nahm sie wenig später die neidischen Antworten zur Kenntnis.

Nur die Antwort von Joe irritierte sie. Er hatte einen Flugzeugsitz fotografiert und zurückgeschickt.

Kommentare:

  1. oh..ne...wie süß. Kommt er etwa seine Liebste in der Stadt der Liebe besuchen?!
    Wie romantisch.

    ;-) bin mal gespannt, ob die beiden Jungs auch hier landen.

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  2. Das ist irgendwie wieder typisch Joe :)

    Dann hat Nadja also ihren Liebsten und Mary kann die beiden Jungs vernaschen *g*

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