Donnerstag, 1. Juli 2010

Abschied von Thorsten

Dies ist eine Fortsetzungsgeschichte. Für eine Inhaltsübersicht zu bisherigen Inhalten schaut doch bitte hier: Übersicht Nadja

Felix hatte Nadja verraten, dass Thorsten noch in diesen Tagen wieder auf die Insel kommen würde. Er konnte allerdings noch nicht genau sagen, wann es soweit sein würde. Aber er versprach, dass er rechtzeitig Bescheid geben würde. Mit Nadjas Umzug dagegen lief alles wie am Schnürchen. Dank guter Beziehungen zu den amerikanischen Behörden war das Visum bereits genehmigt.

Als die Beiden alles besprochen hatten schaute Nadja etwas bedröppelt. "Ich brauch ja noch Klamotten.", überlegte sie dann. "Dafür ist doch der Keller da!", nickte Felix. "Aber ich kann sie ja nicht zurückbringen. Ich komm ja nicht wieder." Felix schüttelte belustigt den Kopf. "Da unten ist eh viel zu viel. Da ist es gut, wenn auch mal ein oder zwei Koffer voll davon verschwinden.

Nadja lächelte erleichtert. "Ok. Das mache ich aber erst kurz bevor ich abfliege." "Das kannst du machen wie du magst." Felix zwinkerte ihr zu. Jetzt in den beiden Tagen, wo klar war, dass sie gehen würde überkam sie doch ein bisschen Wehmut. Sie hatte mit so vielen Mädchen Freundschaft geschlossen. Keine wirklich tiefe Verbundenheit, doch war man sich sympathisch gewesen. Und nun würde all das vorbei gehen. Sie betrachtete, nach wie vor Arramoa als ihre Heimat. Und nun würde sie gehen. In ein neues Leben.


Und so sehr sie sich darauf freute, bei Joe zu sein, in die Schule zu gehen und ein neues Leben anzufangen, traurig war sie dennoch. Und auch das Gespräch mit Thorsten machte sie etwas bang. Sie wollte nicht undankbar erscheinen nachdem er so viel für sie getan hatte.


Der Tag des Besuchs war gekommen. Und wie jedes mal drängten sich die Mädchen in dem kleinen Frisiersalon und an den Gästequartieren wurde alles für eine Feier aufgebaut. Nicht immer kam Thorsten in Gesellschaft. Manchmal kam er auch allein und blieb eine ganze Woche, zog sich aber tagsüber zum Arbeiten zurück. Da war nicht viel Abwechslung geboten. Und so blieben die Partys mit vielen Gästen nach wie vor ein Höhepunkt.

Nadja kam früh auf die Party. Die Gäste waren teilweise noch auf ihren Quartieren. Aber Thorsten saß bereits an der Bar und flirtete. Nun war Nadja erst recht verunsichert. Sie wollte eigentlich mit ihm allein sprechen. Aber vielleicht würde er das missverstehen? Sollte sie ein letztes Mal mit ihm schlafen? Mit klopfendem Herzen ging sie an die Theke. "Hallo Thorsten.", versuchte sie so lässig wie möglich zu klingen.

"Hallo Nadja. Schön dich zu sehen.", lächelte er zurück. Nadja schluckte. "Können wir uns unterhalten?", fragte sie schüchtern. "Allein.", fügte sie noch an. Eines der Mädchen rollte mit den Augen. Aber Thorsten gab sich souverän. Er rutschte von seinem Hocker und gab den beiden Mädchen jeweils einen Kuss. "Bleibt schön hier ihr Süßen. Ich bin gleich wieder da."

Nadja war erleichtert. Er hatte also nicht vor, sie die Nacht zu entführen. Und wenn er einen Quickie im Wald wollte, müsste sie da eben durch. Doch sie hoffte inständig darauf, dass er das nicht wollte. Galant nahm er ihre Hand und legte sie in seinen Arm. "Lass uns spazieren gehen.", schlug er vor und ging mit ihr in Richtung Wald.

"Was möchtest du denn mit mir bereden?", fragte er freundlich. Jetzt war der Augenblick gekommen. Nun musste sie Thorsten sagen, dass sie gehen würde. "Ich möchte Arramoa verlassen.", platzte Nadja dann heraus. Sie hatte es gesagt. Es war geschafft. Aber wie würde er reagieren? Thorsten blieb stehen und Nadjas Herz klopfte, dass sie glaubte ihr ganzer Körper müsste in diesem schnellen Takt wippen. "Und wo möchtest du hingehen?", fragte er nur lieb. Nadja sah ihm in die Augen und fasste sich ein Herz. "Ich möchte zu Joe ziehen. Er schickt mich in die Schule und vielleicht kann ich sogar studieren!"

"Ich sollte nicht so unfair sein.", grinste Thorsten.

Kommentare:

  1. Wie meint er das denn jetzt?

    Was wäre denn unfair? Ihr die Abreise nicht zu erlauben? Wobei ich annehme, dass er schon längst Bescheid weiß. Immerhin wurde gerade sein Geld für das Visum ausgegeben und ich kann mir nicht vorstellen, dass bei der ganzen Planung nicht shcon eine Mail an Thorsten ging mit dem Hinweis, dass eines seiner Mädchen sich verabschieden will.

    Hm.. nun dürfte die kleine Nadja wohl verunsichert sein. Aber irgendwas sagt mir, dass Thorsten ihr eine gute Reise wünscht.

    Und wenn nicht, kommt vielleicht doch noch ein Uboot *g*

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  2. Ich glaube unfair wäre es, Nadja bis zu ihrer Reise zu verwirren. Ihr wurde ja schon am Anfang gesagt, dass sie jederzeit die Insel verlassen darf. Ich glaube nicht, dass Thorsten ihr da Steine in den Weg legt. Aber ich denke auch, dass Thorsten schon längst Bescheid weiß. Joe würd sicherlich bei ihm angefragt haben, ob es okay sei, Nadja zu sich zu nehmen.

    Ich bin mal gespannt was Thorsten jetzt mit Nadja vor hat.

    Lieben Gruß wasserfee

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