Samstag, 7. April 2012

Joe Privat: Heimkino für die Hosentasche

Der nun folgende Artikel ist schamlose Werbung. Allerdings für Produkte von denen ich vollkommen überzeugt bin und die ich mir auch schon gekauft habe.

Beim kürzlich verbrachten Kurzurlaub im Ferienhaus hatten wir das Vergnügen den abendlichen Filmgenuss, statt auf der vorhandenen Uralt-Glotze, auf großer Leinwand und mit ansprechender Tonqualität genießen zu können. Und dafür musste nicht einmal eine zusätzliche Tasche gepackt werden. Ein paar kleine Utensilien, welche alle in meinem Laptop-Rucksack Platz haben, waren völlig ausreichend.

Zentrales Element des Heimkinos ist der Projektor. Seit Weihnachten nenne ich einen Phillips PicoPix mein Eigen (Danke, Schatz!). Meiner ist die Variante 1230 - aber die anderen Versionen unterscheiden sich nur marginal. Das Gerät hat einen internen Akku, mit dem es weit über eine Stunde läuft, und sogar ein paar blechern klingende eingebaute Lautsprecher (Keine Sorge - die waren nicht mit der ansprechenden Tonqualität gemeint). All das versteckt sich in einem Gerät, dass gerade drei cm dick ist und kaum größer als meine Handfläche.



Mit einer nativen Auflösung von 800x600 Pixeln kann man hier sicherlich nicht von HD-Filmgenuss reden, aber für ein abendliches Kinovergnügen ist das mehr als ausreichend.
Man bleibt, das muss man ehrlich sagen, auch auf den Abend beschränkt, denn die Helligkeit des Beamers kann, bei einer ansprechenden Bildgröße, dem Tageslicht wenig entgegen setzen. Im abgedunkelten Raum jedoch kann man tolle Farben und ein ausreichend helles Bild genießen.
Wer sich bei Tageslicht mit dem kleinen Gerät beschäftigt, muss sich damit abfinden, das Bild erheblich kleiner zu schrauben. Die Optik bietet dafür jedoch alle Möglichkeiten. Und wenn man sich dann auf 50-60cm Diagonale beschränkt kann man auch tagsüber viel Freude damit haben.

Etwas ärgerlich ist, dass Phillips, trotz des gediegenen Preises, die Anschlusskabel nicht mitliefert. Inklusive war bei meiner Version nur ein Adapterkabel für den Dreifach-Chinch-Anschluss. Im Zubehör gibt es allerdings Kabel um das Gerät mit allem möglichen zu verbinden. Über den Chinch-Adapter findet das Bild meines Nokia-Handys den Weg in den Beamer und über das VGA-Kabel schließe ich meinen Laptop an.

Es gilt allerdings noch darauf hinzuweisen, dass dieser Beamer über keinen Digitalen Eingang verfügt. Warum das wichtig ist, erörtere ich ein anderes Mal, wenn ich mich über den HDCP-Kopierschutz aufrege. Ansonsten ist dieser Makel im täglichen Einsatz nicht relevant.


Kommen wir also zum zweiten Teil des Heimkinos: Dem Abspielgerät. Neulich erst hatte ich mein lange geliebtes Lenovo-Notebook durch seinen Nachfolger ersetzt. Da ich nicht bereit war den stolzen Preis zu berappen, den ich für ein ThinkPad hätte hinlegen müssen, bin ich bei der Firma ASUS hängen geblieben.
Hier fiel meine Wahl auf das N55SF. Dieses Notebook gibt es, ebenso wie den Beamer, in verschiedenen Varianten, mit mehr Grafikkarte, mehr Prozessor oder eben weniger von allem. Doch allen Geräten dieser Modellreihe ist gemein, dass sie mit einem Audiosystem von Bang & Olufsen ausgestattet sind.



Vor dem Urlaub hatte ich noch überlegt mein kleines 2.1 Aktivboxensystem mitzunehmen um den Kinosound etwas druckvoller zu machen, aber dann war mir das doch zu viel Fumelei. Zum Notebook gehört, ein kleiner Subwoofer, etwa in der Größe einer Getränkedose. Dieser wird über einen speziellen Anschluss direkt an das Notebook angeschlossen und ergänzt die normalen Lautsprecher. Das Ergebnis ist, kurz gesagt, beeindruckend.

Sicherlich kann man den Sound nicht mit einem ausgewachsnen Aktivboxensystem vergleichen, dennoch reicht die Lautstärke vollkommen aus um einer kleinen Gruppe einen Kinofilm zu präsentieren und obwohl ich den Pegel voll aufgedreht hatte, hat es zu keiner Sekunde gekracht oder gescheppert. Für ohrenbetäubende Actionszenen ist das sicherlich zu wenig, aber uns hat es völlig gereicht.


Der Kinoaufbau war also ein Leichtes. Eine weiße Tischdecke diente, mit ein paar Stecknadeln fixiert, als Leinwand. Der winzige Beamer fand auf einem normalen Kamerastativ seinen Platz (Ein kleines dreibeiniges Tischstativ wird mitgeliefert. Das heisst ein zusätzliches Stativ ist gar nicht zwingend notwendig. Allerdings ließ sich mit dem höheren Stativ besser über die Köpfe der Zuschauer leuchten.) und der Laptop bildete das Abspielgerät und die Soundanlage in einem.
Der Aufbau war in drei Minuten passiert und bescherte uns angenehmen abendlichen Filmgenuss.


Es gibt sicherlich noch andere Microbeamer als den PicoPix und andere Laptops als das ASUS N55SF, viellecht sogar viel bessere oder günstigere, aber das sind nunmal die Geräte die ich schon habe und mit denen es sehr gut funktioniert hat. Wer mag kann ja seine Erfahrungen mit anderen Geräten in den Kommentaren posten.

Eins soll aber auch hier nicht unerwähnt bleiben: Mein Laptop verfügt über ein BluRay-Laufwerk. Wenn man allerdings denkt, dass man mit dem hier beschriebenen Setting nun auch BluRay-Filme gucken könnte, ist man schief gewickelt. Der HDCP-Kopierschutzstandard verhindert künstlich das Abspielen über den VGA-Port. Will man die Filme sehen muss man erst ein paar Zusatzmaßnahmen treffen, die jedoch in Deutschland illegal sind. Doch dazu ein anderes Mal mehr. Mit DVD's gibt es allerdings keinerlei Probleme.

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