Mittwoch, 14. März 2012

Fehler verzeihen

Dies ist eine Fortsetzungsgeschichte. Für eine Inhaltsübersicht zu bisherigen Inhalten schaut doch bitte hier: Übersicht Nadja

Joe wartete nicht auf die Information von Benson. Er war sich längst sicher, wem der Anschluss gehört, von dem aus der Versuch heute Morgen erfolgt war. Für ihn ergab sich sogar ein sehr klares Bild, wie es abgelaufen sein könnte. James hatte eine Racheaktion geplant und wollte sich auf dem altbekannten Weg erneut ins Firmensystem hacken. Da aber seine eigenen Fähigkeiten auf keinen Fall für schwierigere Aktionen ausreichten hatte er sich Hilfe besorgt. Und am Morgen hatte er vermutlich nachsehen wollen, was in der Nacht geschafft worden war.

Die Besprechung mit Grant war kurz und bündig. Wenn es sich herausstellte, dass James der Urheber der Aktion war, würden sie ihn mit aller Macht treffen. Es stand immer noch aus, den neuen Arbeitgeber über den Kündigungsgrund zu informieren und da brauchte man ja nur bei der Wahrheit zu bleiben und man konnte sicher sein, dass er die Stelle auch wieder verlieren würde. Darüberhinaus bestand natürlich die Möglichkeit ihn auf Schadenersatz zu verklagen und natürlich auch Strafanzeige zu erstatten, wegen des Angriffs auf das System.

Einzig die Freundschaft zwischen Ashley und Nadja stand dieser Aktion noch im Weg. Eine solche Aktion konnte er dennoch nicht ungestraft lassen. Wie hart man den Schlag schließlich ausführen würde, konnte man sich immer noch überlegen. Aber es war eben auch kein Zustand, dass dieser Kerl alle paar Wochen wieder ankam und sich etwas Neues überlegte, um der Firma zu schaden. Daher war es eben notwendig des jetzt ein für alle mal zu klären und dafür zu sorgen, dass dieser James kapierte, dass er sich mit NetCorp nicht anzulegen hatte.

Aber etwas anderes war für Joe viel wichtiger. Er hatte zwar keine Ahnung, was James tatsächlich versucht hatte. Aber es rief ihm nochmal ins Gedächtnis, dass er sich immer noch nicht entschieden hatte, wie er nun die Sache mit Nadja klären wollte. Und schlagartig war er sich sicher, was er nun tun wollte. Heute Abend wollte er mit Nadja darüber sprechen.


James war komplett durch den Wind, als er durch die Stadt zur Arbeit fuhr. "Scheiße, Scheiße, Scheiße!", fluchte er nur immer wieder, und schlug mit der Faust auf das Lenkrad. Jetzt konnte er nur noch zusehen, wie alles zusammenbrach und hoffen, dass Maud nicht dahinter kam, dass er es verbockt hatte. Sie würde ihm diesen Fehler vermutlich nicht verzeihen.

Kommentare:

  1. Puh... Beim Lesen der Überschrift befürchtete ich schon für einen Moment, dass Joe nichts gegen James unternehmen will.
    Ich finde nicht, dass er als Führer eines großen Unternehmens im Sinne von Torsten Stahl handeln würde, wenn er auf die Freundschaft zweier Mädchen Rücksicht nimmt. Immerhin hat er sich ja auf gewisse Weise selbst in eine erpressbare Situation gebracht. Aber das weiß er selbst gut genug.
    Zudem kann er ja auch bei einem weiteren Erpressungsversuch (egal aus welcher Richtung er kommen mag) sich zurücklehen und lächelnd auf James verweisen: Der letzte, der so ein Unterfangen versucht hat, sitzt nun mittellos in irgendeinem Loch, hat seine Familie und sein ansehen verloren und wird so schnell nicht wieder auf die Beine kommen...

    Nun bin ich mal gespannt, was er mit Nadja besprechen wird.

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  2. *lach* Kay, genau das habe ich auch gedacht. War auch erst geschockt und habe gedacht, dass Joe nichts unternehmen will. Aber zum Glück hat unser Herr Autor ja ein Herz für uns :-).
    Bin ja auch mal gespannt, wie Joe gegen den kleinen miesen Möchtegernerpresser vorgehen will und was er mit Nadja besprechen will. Und Joe sollte vielleicht nicht so viel Rücksicht auf die Freundschaft zwischen Nadja und Ashley nehmen. In recht baldiger Zukunft werden die Mädels die Schule abgeschlossen haben und getrennte Wege gehen.

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  3. wenn man schon so dumm ist, sich gegen ein so hohes Tier wie Joe auf zu richten, dann sollte man ihm gewachsen sein oder nicht so dumm, sich dabei erwischen zu lassen! ;) Ich hoff, er fällt auf die Schnauze! LG C.H.

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