Sonntag, 10. Juni 2012

Drei zu Zwei

Dies ist eine Fortsetzungsgeschichte. Für eine Inhaltsübersicht zu bisherigen Inhalten schaut doch bitte hier: Übersicht Nadja

Nadja stand unversehens vor der zugeknallten Tür und wäre fast dagegen gelaufen. Eigentlich hatte sie sofort hinterher stürmen wollen um Mary aufzuhalten. Doch nun überlegte sie verdutzt, warum sie das eigentlich tun sollte. Mary hatte ihr doch überhaupt nicht zugehört, sondern einfach nur behauptet, es gäbe kein Problem. Und so etwas musste sie sich doch nicht anhören.

Verdattert und gekränkt sank Nadja aufs Sofa zurück und krümmte sich zusammen. Sie bekam ihre Gedanken einfach nicht geordnet. Kurz ging ihr Blick zum Schreibtisch, wo die verräterischen Stäbchen lagen. Und zwei davon mit einem positiven Ergebnis, dass sie nicht hatte haben wollen. Das eine Paket war ein Dreierpack gewesen. Im Auto hatten sie noch Witze darüber gemacht, wie es wohl sein muste, jeden Monat zu zittern, ob man Schwanger wäre.

Nun griff sie kurzerhand nach einem der verbliebenen Teststäbchen. Mary musste sich geirrt haben. Es waren schließlich zwei positive und zwei nevative Tests. Die Chance war doch genauso hoch, dass sie nicht schwanger war, wie dass sie es eben war. Sie huschte ins Bad und stürzte zwei Becher Wasser hinunter. Dann hockte sie sich noch einmal aufs Klo und wartete verbissen, um wenigstens ein paar Tropfen herauspressen zu können.


Mary rauschte die Treppe hinunter und lief Geoffrey in die Arme. "Miss Mary, ist alles in Ordnung?", fragte der Butler höflich. Mary widerstand dem Reflex, den Butler aus Rache einzuweihen. "Jaja, wir hatten nur einen kleinen Streit. Ich möchte nach Hause.", erklärte sie trocken. Geoffrey musterte Mary kurz. "Ich würde Sie ja selbst fahren, aber ich bin derzeit zu beschäftigt. Soll ich Ihnen ein Taxi rufen? Die Bezahlung wäre selbstverständlich kein Problem.", versicherte er sofort. Mary aber schüttelte den Kopf. "Ich habe meiner Mama schon eine SMS geschrieben, dass sie mich vorn an der Straße abholen soll." "Ach sein Sie doch nicht albern. Gehen sie gern in den kleinen Salon. Ich gebe Bescheid, wenn Ihre Mutter da ist. Und Sie haben mein Wort, dass ich Miss Nadja nicht sage, dass Sie noch da sind."

Mit diesem Angeot hatte Mary nicht gerechnet und nahm es aber dankbar an. Sie schickte die nächste SMS hinterher, dass ihre Mutter direkt zum Haus kommen sollte. Dann lümmelte sie sich in dem kleinen Salon auf einem der Sofas herum und spielte mit ihrem Handy. Nadja würde sich schon noch wieder einkriegen und es war definitiv gemütlicher hier zu warten, als auf der Straße auf dem Boden zu hocken.

Kommentare:

  1. Nadja fühlt sich also mal wieder unverstanden. Und nun quetscht sie ein paar weitere Tropfen heraus ohne zu beachten, dass der Mittelstrahl notwendig ist. Ich könnte schwören, dass ein weiteres positives Ergebnis kommt :D

    Und selbst wenn negativ, wird sie dem doch trotzdem nicht glauben.
    Mary bleibt wenigstens gelassen und nimmt das alles nicht zu persönlich. Das finde ich gut, es hätte auch einen echten Streit geben können.

    Also warten wir alle mal auf Joe und sehen dann, was passiert. Erfahren muss er es ja irgendwie. Und irgendwann :) Möglichst schnell

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  2. lange isses er da sich mich mal melde aber es ist schon echt nen jammer :D
    zur zeit trau ich es ihr einfach nicht zu mutter zu sein, sie ist mit sich selbst noch nicht einmal im reinen und jetzt soll sie mutter werden xD
    aber wie heißt es so schön, man wächst an seinen herausforderungen^^
    joe wird bestimmt mit folgender frage reagieren:
    "und das kind ist wirklich von mir?" :D das wird nadja erstmal richtig fertig machen, aber so ist der nerd.
    ich mein es ist ja noch so sehr zeitig da kann man sich doch noch die pille danach besorgen, an ihrer stelle würd ich trotz des reichtums drüber nachdenken, am ende kommt sie gar nich mehr klar

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