Montag, 25. Juni 2012

Also doch

Dies ist eine Fortsetzungsgeschichte. Für eine Inhaltsübersicht zu bisherigen Inhalten schaut doch bitte hier: Übersicht Nadja

Nadja war froh, dass sie mit den meisten aus ihrem Jahrgang nicht allzu viel zu tun hatte. So blieb sie, zumindest für diesen Tag, auch von weiteren nervenden Anfragen verschont. Wenngleich sich auch hin und wieder durchaus neugierige Blicke an sie hefteten und den Bauch musterten, so als müsse man eine Schwangerschaft ab dem ersten Tag erkennen können. Doch daran störte Nadja sich nicht.

Sie war hin- und hergerissen, was sie nach der Schule tun sollte. Zum Einen hatte Joe angeboten früher Feierabend zu machen um den späten Nachmittag und den Abend gemeinsam verbringen zu können und vielleicht auszugehen. Zum Anderen wollte sie abe auf jeden Fall sobald wie möglich bei ihrer Mutter vorbeifahren um die Nachricht zu verkünden. Schweren Herzens schrieb sie schließlich Joe eine SMS, dass sie das ausgehen aufs Wochenende verschieben könnten, und sie den Abend bei ihrer Mama verbringen würde.

Nach der Schule fuhr Nadja noch für zwei Stunden mit zu Mary und sie erledigten die meisten Hausaufgaben in Teamarbeit. Als Nadja sicher sein konnte, dass ihre Mutter Feierabend hatte, verabschiedete sie sich von Mary und düste zu dem Appartementhaus, wo ihre Mama mit der kleinen Schwester Maria eine schöne Wohnung hatten. Nadja verfügte zwar über einen Schlüssel, doch fand sie es artiger zu klingeln, als einfach unerwartet im Raum zu stehen. "Nadja ist da.", quietschte ihr nur Marias Stimme aus der Sprechanlage entgegen. Dann summte die Tür und nadja konnte hineingehen.

Lelya war von dem unangeneldeten Besuch sehr überrascht. Zwar kam Nadja öfter mal zum Abendessen vorbei, aber immer angemeldet. Es gingen in der Familie schon Witze um, man müsse bei Nadja ein Termin machen, wenn man sie sprechen wollte. Ein spontanes Auftauchen ließ bei ihr also erst einmal den Mutterinstinkt anspringen. Als Nadja hereinkam musterte Lelya ihre Tochter so eingehend und gleichzeitig so unauffällig wie möglich. Stimmte etwas nicht? Doch Nadja schien fröhlich als sie hereinkam.

"Hallo Mama." "Hallo Nadja. Schön, dass du da bist. Und das ganze noch ohne Termin.", meinte sie mit einem Augenzwinker. Nadja gab ihrer Mutter nach der Umarmung einen verspielten Knuff mit dem Ellenbogen. "Knuff nicht, komm lieber in die Küche und hilf mir mit dem Abendessen." Maria protestierte: "Erst soll sie mir bei den Hausaufgaben helfen, damit ich schneller fertig bin, und wir mehr Zeit haben!" Nadja seufzte. "Ich bleibe nach dem Essen noch.", versprach sie, "Abe jetzt muss ich was mit Mama besprechen." 'Also doch!', seufzte Lelya innerlich.

Kommentare:

  1. Da springt gleich der Mutterinstinkt an. Super. Bin mal gespannt wie Nadjas Mutter reagiert auf die Nachricht, dass sie Großmutter wird. LG Jay

    P.s. In Zukunft schreib' ich die Kommentare wieder am Pc, ist ja furchtbar mit dem Handy *gg*

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  2. Ja, da funktioniert der Mutterinstinkt :)

    Aber wie wird sie nun reagieren? Hoffentlich freut sie sich. Allerdings kann es durchaus sein, dass sie Nadja für zu jung hält. Und sich selbst als Oma vielleicht auch?

    Maria wird begeistert sein, vermute ich. Die ist in dem Alter, wo Babys ja "voll süß" sind. Aber letztendlich wird in Lelya die Mutter durchkommen, die ihrer Tochter helfen wird, während der Schwangerschaft und auch danach. Und spätestens wenn das Kind da ist wird sie beginnen zu lächeln und sich nicht mehr verschließen können :-)

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  3. Nochmal über Pc, keine Ahnung was da vorhin los war und warum mein Kommentar 4 mal gepostet wurde. Ö.ö

    Ja, genau das denke ich auch Kay, Maria wird begeistert sein und Lelya wahrscheinlich erstmal baff und sich dann freuen und Nadja unter die Arme greifen.

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