Freitag, 28. März 2014

Sex-Sorgen

Dies ist eine Fortsetzungsgeschichte. Für eine Inhaltsübersichcht zu bisherigen Inhalten schaut doch bitte hier: Übersicht Nadja

Nadja schaute etwas geschockt über den Schreibtisch. Sie hatte sich noch überlegen wollen, ob sie einen Kaiserschnitt nicht doch in Betracht zog. Doch Madison schien ihr die Entscheidung abnehmen zu wollen. Damit fühlte sie sich nicht gut und irgendwie in die Ecke gedrängt. "Warum?", fragte sie etwas patzig, weil es das einzige war, was ihr einfiel.

Madison nickte weiterhin freundlich. "Weil ich eine Geburt für wichtig und richtig halte. Einen Kaiserschnitt nicht. Ich kann dir das gern begründen.", sagte sie etwas milder, "Das ändert aber nichts an meinem Angebot." Nadja nickte und griff nach Joes Hand um etwas Sicherheit zu bekommen. Als Madison ihre Erklärungen beendet hatte schaute Nadja sie unsicher an. Was sie gesagt hatte, klang alles wichtig und richtig. Und auch einen Kaiserschnitt hatte sie beschrieben und was Madison da gesagt hatte, hörte sich keineswegs mehr nach dem Spaziergang an, den sie sich bislang ausgemalt hatte. Vom Aufreißen der Bauchdecke hatte sie bis dahin auch noch nicht gehört und es gruselte ihr sogar bei der Vorstellung.

"Und bedenke, wenn man deinen Bauch öffnet, darfst du danach einige Wochen nichts tragen und schon gar nichts heben." Nadja sah sie etwas verständnislos an. "Du wirst jedes Mal, wenn du dein Baby hochhebst Schmerzen im Bauch hab und eigentlich solltest du das auch nicht tun. Und einen Babysafe darfst du schon gar nicht tragen." Nadja winkte ab. "Ist ja gut. Ich hab mich entschieden.", sagte sie leicht bedrückt. Eine Frage brannte ihr immer noch auf der Seele. Aber sie hier einer fremden zu stellen und dann auch noch vor Joe kam nicht in Frage.

"Du hast noch Bedenken.", erriet Madison. Sie hatte schon erahnt, dass das Pärchen, welches vor ihr saß, sicherlich im Bett regelmäßig mehr als kuschelte. "Hmmne ist schon okay.", quetschte Nadja heraus. "Gewöhn dir an, alles ganz frei zu sagen. Wenn du mit irgendwas hinterm Berg hältst, nur weil es dir unangenehm ist, könnte es sein, dass du etwas wichtiges verschweigst." "Nee wirklich okay.", bekräftigte Nadja, doch sie selbst konnte an ihrer Stimme die Unehrlichkeit ausmachen.

Madison lachte ein wenig. "Sex-Sorgen? Du hast Angst, es ist nicht mehr wie vorher?", riet sie und an Nadjas Zucken erkannte sie, dass sie einmal mehr ins Schwarze getroffen hatte. Nadja schlug sofort den Blick nieder und drückte Joes Hand noch fester. "Nicht nur für mich.", flüsterte sie verlegen. "Du kannst von mir alles über Sex erfahren, was du wissen möchtest. Ich hab auch Tipps, wie es besser läuft, wenn der Bauch irgendwann im Weg ist. Dürfte ja bald soweit sein. Und ich kann dir auch über Sex nach der Geburt alles sagen. Was ich dir jetzt auf die Schnelle versprechen kann: Deine Vagina ist ein extrem dehnbares Gebilde. In beide Richtungen. Und es ist Unsinn, dass du danach nicht mehr so eng bist, wie vorher. Überleg mal, sonst wäre es doch auch kein Vergnügen mehr, wenn ein Kerl mit etwas weniger Ausstattung nach einem mit etwas mehr kommen würde." Nadja rief augenblicklich knallrot an.

Kommentare:

  1. Ich stehe drauf, wenn eine Frau wie Madison so redet *lach*. Gerade heraus und ohne falsche Scham. Und noch lustiger ist es, wenn das Gegenüber dann knallrot wird. Und natürlich hat sie mal wieder recht. Überhaupt, wieso nicht vor und mit Joe darüber reden? Ihn dürften ähnliche Frage auf der Seele brennen und wenn sie beide das Gleiche hören, ist doch vieles viel einfacher? Versteh ich mal wieder nicht.

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  2. Ich gebe KayGee recht.
    man kann es sich bildlich vorstellen. madison redet ungezwungen über alle arten von sex und ihr gegenüber läuft rot an.
    und wetten madison amüsiert sich heimlich darüber
    LG Lars

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  3. Ist die Aussicht, bald wieder Kondome zu nutzen um eine Frühgeburt (und dann nie nächste Sws) zu vermeiden, nicht viel akuter? ;) oder bin ich die einzige, die da voll nicht drauf steht und die Spirale kaum erwarten konnte?
    Für mich war zu dem Zeitpunkt "danach" ganz weit weg...

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