Sonntag, 2. September 2012

Die ganze Geschichte

Dies ist eine Fortsetzungsgeschichte. Für eine Inhaltsübersicht zu bisherigen Inhalten schaut doch bitte hier: Übersicht Nadja

"Und jetzt ist er wieder hier und will wieder einen auf heile Familie machen!", fluchte Nadja ziemlich aufgebracht. Joe saß neben ihr am Esstisch und hatte sich möglichst ruhig die ganze Geschichte angehört. Nadja hatte ihm nun alles erzählt, was den Tag über so passiert war. Er war fast ein bisschen ängstlich, weil sie so unglaublich aufgebracht war. Sanft griff er nach ihrer Hand und drückte sie. "Er wird euch nichts mehr tun.", versprach er.

"Das hat er schon! Es regt mich auf, dass er hier ist und versucht so zu tun, als wäre nichts passiert und indem er versucht Maria auf seine Seite zu ziehen.", fauchte Nadja weiter, doch mittendrin fiel ihre Stimme etwas ab in einen sanfteren Tonfall, weil Joe nun an ihrer Hand zog. Sie gab nach und erhob sich kurz von ihrem Stuhl und rutschte auf seinen Schoß. Er drückte sie fest an sich und fuhr mit der Hand beruhigend über ihren Rücken. Nadja seufzte etwas. Kurz fühlte sie sich nicht ernstgenommen. Aber seine Berührungen hatten etwas beruhigendes und die Geborgenheit nahm überhand.

"Du nimmst mich nicht ernst.", nuschelte sie etwas beleidigt. "Ich nehme dich sehr ernst. Und ich nehme auch das Problem mit deinem Vater sehr ernst. Glaubst du mir gefällt es, dass er hier ist?" Nadja schüttelte etwas unsicher den Kopf. Joe fuhr fort: "Aber ich möchte nicht, dass du dich hier bei mir aufregst. Das bringt nämlich nichts. Heb es dir für ihn auf. Er soll wissen, dass er hier nicht mehr willkommen ist. Und wenn er tatsächlich noch einmal wagt aufzutauchen, dann besorge ich für dich und deine Familie den besten Anwalt den wir kriegen können. Einen richtigen Spezialisten! Und dann lassen wir den Typ aus dem Land werfen."

Nadja hatte seinen Worten glücklich gelauscht und presste sich nun auch ohne seine fordernden Hände fest an ihn. "Danke.", flüsterte sie nur. "Ich mache mir nur Sorgen um Maria. Was, wenn er es doch einmal schafft, sie alleine abzufangen? Sie hatte noch keinen wirklich Ärger mit ihm. Natürlich war er auch zu ihr streng. Aber sie hat sich schon ein bisschen gefreut ihn wiederzusehen. Und sie hätte wohl lieber auch wieder einen Vater." Joe nickte langsam. "Ich denke deine Mutter wird ihr jetzt erklären müssen, wie das alles gewesen ist. Und auch warum es eben nicht reicht, hier anzukommen und so zu tun, als sei nichts gewesen."

Seufzend drückte Nadja sich noch einmal sehr eng an Joe und gab ihm schließlich eine sachten Kuss auf den Hals. "Ich hoffe du hast recht. Und ich hoffe meine Mama schafft es, Maria das zu erklären." Dann rutschte sie wieder von seinem Schoß herunter und setzte sich auf ihren eigenen Stuhl um weiter zu essen. "Maria ist ein schlaues Mädchen. Sie wird das schon kapieren. Und was den Rest angeht: Ich lasse euch da jedenfalls nicht im Stich." Nadja nickte dankbar. "Das ist gut zu wissen.", flüsterte sie nur.

Kommentare:

  1. Supi, dass Joe das sofort von sich aus anbietet, für alle da zu sein und auch einen Anwalt zuorganisieren.
    Er bringt Nadja wieder zur Ruhe, schenkt ihr die Sicherheit die sie braucht, ist für sie da :-).
    Könnt ihr nicht gleich zu einem Anwalt gehen und vielleicht einen Aufpasser für Maria anstellen? Wer weiss auf was für Ideen Mykola sonst noch so kommt. Besser ihm sofort den Wind aus den Segeln nehmen.

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  2. Die Idee mit dem Aufpassen auf Maria hatte ich auch. Am Besten so unauffällig wie möglich. Damit Mykola es nicht bemerkt und er dann eine auf die Nase bekommt. :-)

    Ich habe keine Sekunde daran gezweifelt, dass Joe seiner Nadja hilft und für sie da ist. Ich bin gerade sehr zufrieden. Guter Joe!
    LG Kay

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