Montag, 2. Januar 2012

Keine Zeit für Kaffeeklatsch

Dies ist eine Fortsetzungsgeschichte. Für eine Inhaltsübersicht zu bisherigen Inhalten schaut doch bitte hier: Übersicht Nadja

Die Türen des Aufzugs schlossen sich und James rieb sich schon im Stillen die Hände. Doch nichts weiter passierte. Wieder und wieder drückte er den Knopf für die Chefetage. Doch der kleine leuchtende Ring um den Knopf, welcher anzeigte, dass das Drücken auch vom System erfasst worden war, blieb dunkel. Irritiert versuchte James es mit dem Knopf darunter. Der funktionierte einwandfrei und sofort setzte sich der Aufzug in Bewegung. Wieder hämmerte James auf dem Knopf für die Chefetage herum, doch das Ergebnis blieb das Selbe.

"Man könnte fast meinen, der Herr will nicht besucht werden.", grummelte James leise und stieg im Stockwerk unter der eigentlichen Chefetage aus dem Aufzug. Offensichtlich schaltete Brenda den Zugang zur oberen Etage ab, wenn sie das Haus verließ. Aber wozu gab es Treppenhäuser? James ging den Flur entlang und drückte dann die Tür zum Treppenhaus auf. Er eilte das eine Stockwerk nach oben. Kurz hatte er befürchtet, hier könnte eventuell auch das Treppenhaus abgesperrt sein, doch er konnte ohne Weiteres hinein.

Jedoch wurde ihm nach wenigen Metern im Flur klar, warum der Aufzug abgeschaltet war. Eine Glastür versperrte den Flur und schnitt so den Trakt mit dem Chefbüro und dem Eingang des Aufzugs von der restlichen Etage ab. Fluchend rüttelte James an der Tür. Doch schon bevor er die Klinke in die Hand nahm, war ihm klar, wie hier das Ergebnis aussehen würde. Es war abgeschlossen. Wieder führte kein Weg zum Büro von Jonathan Bernstein. Halbherzig zog er seine Firmenkarte über das Lesegerät neben der Tür. Doch die rote LED signalisierte ihm nur, dass seine Berechtigung für den Zugang zu diesem Trakt nicht ausreichte.

Wütend trat er gegen die Tür. Wieso verschanzte sich dieser Idiot so in seinem Büro. Noch einmal trat er gegen den massiven Rahmen. Es musste doch einen Weg geben den Chef der Firma in der man arbeitete zu sprechen? Er hatte sich schon umgedreht und wollte endlich nach Hause fahren, als er ein Geräusch hinter sich vernahm. Er war noch einmal einen Blick durch die Tür. Da stand der Chef persönlich im Flur und sah ihn durch die Glastür an. Ein Lächeln ging über James Gesicht und er winkte ihm kurz zu.

Mit etwas ungläubigem Blick kam Joe auf ihn zu und öffnete schließlich die Türe von innen einen Spalt. "Was machen Sie hier für einen Radau?", maulte er. "Weil hier alles abgesperrt ist und man nicht an Sie herankommt.", erwiederte James wahrheitsgemäß und mit einem leichten Lächeln auf den Lippen. "Das hat schon seine Gründe.", kam es sofort spitz zurück, "Aber wo ich schon mal hier stehe: Was wollen Sie?" "Eine kleine private Unterredung." James kostete den Augenblick aus. Gleich würde er endlich triumphieren. "Für Kaffeeklatsch habe ich keine Zeit!" Joe ließ noch im gleichen Augenblick die Türe zufallen.

Kommentare:

  1. Das war dann mal nix mit dem Triumph, gell Jimmy?

    Zu blöd..

    Da ist man sooooo knapp davor, den bösen Chef auszubluten, der von einem auch noch Einsatz bei das Arbeit der langt, dieser Menschenschinder.. und dann knallt der einem die Tür vor der Nase zu!

    Übrigens könnte die Tatsache, dass Joe nicht nach dem Namen des Mannes gefragt hat, ja bedeuten, dass er nicht fragen MUSS, weil er ihn kennt. Das könnte unangenehme Folgen haben, denn nun wird Joe aufpassen.
    Immerhin ist es ja schon seltsam, dass ein Mitarbeiter sich an Brenda vorbei schleichen muss durch das Treppenhaus und dann die halbe Tür eintritt, um den Chef zu einem privaten Pläuschchen zu überreden, wobei auch noch ein dämliches Grinsen kommt.
    Und es muss ein Mitarbeiter sein, denn ein Gast von außen kann es nicht sein. Bei dem hätte Brende Überstunden gemacht, um Kaffee zu kochen, den Gast herein zu bitten und zu warten, ob sie noch gebraucht wird.

    Mal sehen, was nun geschieht. Auf jeden Fall ist Brenda ein Engel :)

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  2. James sollte sich Joe mal als Beispiel nehmen und seine Zeit nicht mit Kaffeeklatsch verbringen sondern mit arbeiten. Achja Arbeit, was war das nochmal? Kann das nicht mal einer James erklären was das ist? :-P
    Aber echt blöd für James, da hat er eine tolle Idee für eine Erpressung, bekommt aber keine Gelegenheit seine Forderungen bekannt zu geben. Da kann man nur hoffen, dass James nicht durchdreht und es doch öffentlich macht.

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