Montag, 9. Januar 2012

3 Millionen Dollar

Dies ist eine Fortsetzungsgeschichte. Für eine Inhaltsübersicht zu bisherigen Inhalten schaut doch bitte hier: Übersicht Nadja

"Was also ist ihr Preis?", fragte Joe nun gelassen und blieb zurückgelehnt in seinem Sessel sitzen. James wusste nicht recht wie ihm geschah, aber scheinbar hatte Joe sich ja in sein Schicksal ergeben und würde bezahlen. Aber vor allem verunsicherte ihn die vollkommen ruhige Art, die sein Chef auf einmal an den Tag legte. "Nun, es ist sicherlich möglich dass ich eine Gehaltserhöhung erhalte. Und vielleicht einen Posten mit etwas verantwortungsvolleren Aufgaben. Nicht, dass ich vorhätte viel zu arbeiten. Sie verstehen?"

Joe nickte: "Mehr Geld und weniger Arbeit.", fasste er James' Forderungen zusammen. Der nickte nun auch. "Wenn Sie es so plump sagen wollen..." "Bleiben wir doch einfach bei den Tatsachen. Wieviel mehr Geld hatten Sie sich denn vorgestellt? Mit 20 Dollar pro Woche mehr, brauchen wir vermutlich nicht anzufangen zu verhandeln?" James lachte auf und fühlte sich zunehmend besser. Scheinbar war er auf der Gewinnerseite. "Sagen wir mal, ich hatte eher an eine Erhöhung von etwa 1000 Dollar gedacht. Pro Woche versteht sich." Wieder nickte Joe und tippte nun auf seinem Computer.

"Da ich vermutlich ihre Arbeitskraft komplett abschreiben kann, verbuchen wir mal ihr gesamtes Gehalt als Totalverlust. Mit zusätzlichen 52.000 Dollar im Jahr kämen wir wohl auf etwa 120.000 Dollar, als grober Überschlag soll mir das genügen. Wenn ich Sie so ansehe, schätze ich Sie mal auf knapp 40 Jahre, mithin haben Sie vermutlich vor noch etwa 25 Jahre hier zu arbeiten. Macht also insgesamt runde drei Millionen Dollar, Inflation und Ähnliches vernachlässigt." James hatte dem Vortrag etwas erstaunt gelauscht. Und irgendwie passte ihm der Ton überhaupt nicht mit dem Joe das nun vortrug.

"Wenn Sie das so rechnen wollen?", meinte er etwas verunsichert. "Wie würden Sie es denn rechnen?", hakte Joe sofort ein, doch James zuckte nur die Schultern. "Also, sie marschieren in mein Büro mit einer, auf illegale Weise, und ich möchte sagen, mit erheblicher kriminiller Energie, erlangten Email, deren Inhalt bestensfalls zweideutig ist. Erzählen mir das freimütig und wollen mich auf die Summe von drei Millionen Dollar erpressen.", fasste Joe nun zusammen. James schluckte. Das hörte sich nun überhaupt nicht mehr danach an, als ob er vorhatte zu bezahlen.

"Das ist vielleicht etwas übertrieben.", meinte er nun kleinlaut. "Oh, ganz sicher ist es das. Aber sein Sie versichert, dass ihr Verhalten nicht folgenlos bleiben wird. Betrachten Sie sich als mit sofortiger Wirkung entlassen. Sie werden im Anschluss an unser Gespräch vom Sicherheitsdienst begleitet um ihren Schreibtisch auszuräumen. Und sollten Sie tatsächlich eine Veröffentlichung dieser oder anderer Emails vom Firmenserver erwägen, sein Sie versichert, dass das folgende Straf- und Schadenersatzverfahren, sie vollkommen ruinieren wird!"

Kommentare:

  1. Yippiejayeah Schweinebacke! nimm das! Ich bin so stolz auf Joe! Ein Schlag ins Gesicht, ein Tritt in den Hintern... So muss das sein.
    Es bleibt dabei, dassJoe in der Geschäftswelt brilliert und nur bei Frauen stottert. Ich finde das ist ausgewogen :-D
    liebe Grusse
    Kay

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  2. Yeeaaaahhh Joe, gibs dem miesen Möchtegernerpresser! Schmeiss ihn achtkantig aus Deinem Büro und der Firma :-). Sorg dafür, dass James das passende Zeugnis erhält mit dem er nie wieder einen Job in der Branche und auch in Seattle bekommt. Ruinier ihn völlig!!!
    Hoffentlich kommt James nicht auf die blöde Idee, doch noch irgendwas gegen Joe zu unternehmen, aber ich denke auch der Schuss würde gehörig nach hinten los gehen.
    Nur blöd, dass dadurch die Freundschaft der beiden Mädchen wohl zuende sein wird.

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  3. das hat gesessen :) Prima so! Nur nicht kleinkriegen lassen! :) LG C.H.

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