Donnerstag, 6. Mai 2010

Ein Nachmittag am Strand

Dies ist eine Fortsetzungsgeschichte. Für eine Inhaltsübersicht zu bisherigen Inhalten schaut doch bitte hier: Übersicht Nadja

Hand in Hand gingen sie gemütlich zurück zum Strand, wo die anderen saßen. Es waren inzwischen auch ein paar mehr Leute als noch morgens und auch deutlich mehr Mädchen da. Angestellte bauten geschäftig Esstische im Sand auf und richteten ein Buffet her.

Den ganzen Weg lang hatten sich die beiden eng aneinander gedrückt. Nadja wollte Joes Körper am liebsten die ganze Zeit spüren. Immer wieder waren sie stehen geblieben und hatten sich mitten auf dem Weg intensiv geküsst. Und jedes mal, wenn ihre Lippen und Zungen miteinander spielten, spürte Nadja wieder das angenehme Gefühl im Bauch.

Joe hatte richtig kalkuliert. Auch wenn niemand offen eine obszöne Geste machte, so fing er sich doch beim Blickkontakt das ein und andere Zwinkern ein. Auch von Thorsten. Aber immer noch war ihm nicht klar, wer von ihnen wohl Nadja geschickt haben mochte. Aber so langsam war es ihm auch egal.

Statt sich wieder auf Liegestühlen niederzulassen zog Nadja ihn zu einer Decke. Sie wollte nicht neben ihm liegen wie bei einem alten Ehepaar. Sie wollte ganz nah an ihm dran sein. Gemütlich lagen sie nebeneinander auf dem Laken im Sand und sahen aufs Meer hinaus. "Ich bin so glücklich, dass du da bist.", flüsterte Nadja dann irgendwann leise in sein Ohr und beendete den Satz mit einem sanften Kuss.

Joe sah sie kurz verwirrt an. Aber nun spürte auch er, was Nadja schon die ganze Zeit bemerkt hatte. Das angenehme aufsteigende Gefühl im Bauch. Alle seine Liebschaften und Sex-Partnerinnen, deren Zahl ja auch über die gesamte Collegezeit recht überschaubar geblieben war, hatten stets durchblicken lassen, dass sie für eine dauerhafte Beziehung mit ihm nicht zu haben wären und es sich nur um eine einmalige, höchstens kurzfristige Sache handelte.

Und nun schien ausgerechnet das Mädchen auf dieser Insel, welche ja für unverbindliche Affären gemacht war, ein tatsächliches Interesse an ihm zu haben. Er schob den Gedanken beiseite. Das war doch sicher nur Teil ihrer Verführungsstrategie. Aber warum nicht darauf einlassen? Er drückte sie fest an sich und setzte ihr einen sanften Kuss auf die Wange. "Ich bin auch glücklich, dass du da bist.", erwiderte er. Und es war sogar ehrlich gemeint. Sie hatte ihm sein Missgeschick vorhin scheinbar wirklich nicht übel genommen. Im Gegenteil, sie war immer noch bei ihm und er hegte langsam die Hoffnung, dass er heute Nacht vielleicht noch einmal die Chance bekäme.

Der Grill wurde angefeuert und es gab leckeres Mittagessen. "Thorsten, wenn du mal einen deiner Köche suchst, schau mal in meinem Haus nach.", wurde da zwischendurch gefrotzelt. Auch Nadja und Joe ließen es sich schmecken. Die ganze Zeit blieben sie beieinander und wann immer möglich hielt Nadja Joes Hand.

Eine Weile dem Essen fuhr das Wasserskiboot wieder durch die Gegend und auch die beiden Jetskigefährte, welche sich vormittags als kaputt herausgestellt hatten, waren inzwischen repariert und wurden reichlich benutzt.

Paare verschwanden zwischenzeitlich, mal länger, mal kürzer, und kamen wieder. Joe beobachtete das zuweilen mit neidischen Blicken. Aber dann sah er an seine Seite, wo immer noch Nadja lag und er lächelte. Später wurde Joe von Thorsten zum Wasserskifahren genötigt. Nadja war sofort begeistert. "Das musst du ausprobieren. Ich winke dir vom Boot aus zu.", grinste sie. Schneller als er gucken konnte, wurde er in einen Neoprenanzug gesteckt und Nadja hopste ins Boot. "Ich kann das doch gar nicht.", protestierte er, als man die Ski auf seine Füße einstellte. "Das macht nichts. Umso spaßiger wird es für uns alle.", kicherte Thorsten und warf ihm den zweiten Ski ins Wasser.

Zu aller Enttäuschung klappte bereits sein zweiter Startversuch und er machte gar keine schlechte Figur. Nadja wedelte im Boot winkend mit den Armen. Ein bisschen stolz überkam sie auf 'ihren' Joe.

Schließlich begann die Sonne sich zu senken und nach und nach wurde am Strand zusammengeräumt. Nadja und Joe blieben bis fast zuletzt liegen. "Gehen wir nachher auch auf die Party?", fragte Joe leise zwischen zwei Küssen." Nadja nickte. "Ja, gern!"

Als fast die letzten standen sie auf und klopften sich den Sand ab. Dann gingen sie Arm in Arm zu den Gästehäusern.

Kommentare:

  1. Na also!
    Geht doch!

    Wurde ja auch mächtig Zeit :-)

    Aber ich finde, irgendwie muss Joe noch klar werden, dass Nadja nicht auf ihn angesetzt wurde. Das dürfte ihn mächtig entspannen.

    Aber wenn ihm das langsam egal wird, fragt er wohl nie nach?

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  2. Hoffentlich ist er nicht so blöd und schmeist irgendwann in einer vertraut, romantischen Sitiation sowas wie "schade du nur so tust" rein.
    Für die kleine Nadja würde eine Welt zusammenbrechen.Da hat sie sich wohl verliebt und der Kerl "spielt mit seiner Hure".

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  3. Ich bin wohl zu früh :D Dann noch ein Nachtrag zu gestern :)

    Ich hoffe das er es für sich behält oder von Thorsten erfährt wenn sie zurückfliegen, Nadja zu fragen wäre die größte Dummheit die er machen könnte

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