Donnerstag, 22. Dezember 2011

Kryptische Zeichen

Dies ist eine Fortsetzungsgeschichte. Für eine Inhaltsübersicht zu bisherigen Inhalten schaut doch bitte hier: Übersicht Nadja

Als James am Freitag von der Arbeit nach Hause kam, rannte er wieder sofort zu seinem Computer. Er hatte ihn angelassen, damit die Aufgaben, welche er in das gemietete Netzwerk verteilte auch weiter ausgeführt werden konnten. Er schaute auf die Uhr. Von den 24 Stunden waren jetzt 21 bereits herum. Heute Morgen, war noch kein Ergebnis da gewesen. Nervös wackelte er an der Maus um den Bildschirm wieder zum Leben zu erwecken.

Das Verwaltungsprogramm für das Botnetzwerk war weiterhin aktiv und zeigte an, das ordentlich ein Job nach dem anderen erledigt wurde. Am Morgen waren knapp 30% der Pakete erledigt gewesen, jetzt waren es immerhin schon 58%. Aber es würde niemals in den verbleibenden drei Stunden klappen, die fehlenden 42% zu bearbeiten. Er konnte also nur auf einen Zufallstreffer hoffen. Anderenfalls würde er eben eines der größeren Netzwerke anmieten. Auch wenn das ganz schön ins Geld ging.

Aber ob sich das wirklich lohnte? Was, wenn Ashley nun recht hatte, und es eben tatsächlich nichts zu finden gab? Dann hatte er einen ganzen Haufen Geld verbrannt um ein paar Mails zu entschlüsseln, in denen es dann vielleicht doch nur ums Abendessen ging. War das nun wirklich so unausweichlich, dass Nadja etwas mit diesem Kerl hatte. Sie war zweifelsohne ein wirklich ausgesprochen attraktives Mädchen. Sie konnte vermutlich haben, wen sie wollte. Warum also sollte sie sich mit einem etwas verschrobenen Freak wie diesem Bernstein abgeben?

Nervös tappte er mit dem Fuß immer wieder auf den Boden. Er hatte schon eine ganze Menge Zeit und Geld in die Angelegenheit investiert. Sollte er jetzt wirklich aufgeben, nur weil seine Tochter meinte, dass es nicht zu finden gäbe. Grübelnd saß er vor dem Computer als ein Warnton aus den Boxen drang. 'Job gelöst.', stand da deutlich in einem kleinen Fenster. Darunter wurden 14 kryptisch aneinandergereihte Zahlen und Buchstaben angezeigt. Ungläubig starrte James auf den Monitor. Er hatte es geschafft. Bei 59,24%, war das korrekte Datenpaket dabei gewesen. James atmete flach und Gänsehaut lief ihm über den Rücken.

Dann stoppte er erstmal die weitere Bearbeitung und öffnete das Entschlüsselungsprogramm für die Emails. Er kopierte das Passwort aus der Anzeige, um auch ja keinen Fehler beim Abtippen zu machen, und fügte es dann in das Progamm ein. Er holte tief Luft und drückte auf die Eingabetaste. Das Programm rechnete kurz, dann gab es die Anzeige frei und listete die entschlüsselten E-Mails auf, die James vom Server kopiert hatte. Mit Zitternden Fingern klickte er die erste Mail von Nadja an. Gab es nun kompromittierenden Inhalt, oder nicht?

Kommentare:

  1. Das will ich auch wissen! Und zwar jetzt und nicht morgen! *seufz*
    Hätte er mal früher über die Notwendigkeit dieser Geldausgaben nachgedacht. Ob seine Familie damit so einverstanden wäre, einen Haufen Kohle in illegale Dinge zu stecken? Denkt der eigentlich noch wirklich nach?
    Irgendwie hoffe ich ja fast, dass er glaubt, etwas kompromittierendes gefunden zu haben. Dann bekommt er nämlich bei den nächsten Schritten mächtig eine auf den S... Schädel. :)

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  2. Man ist irgendwie in einer moralischen Zwickmühle. Auf der einen Seite mag man Nadja und Joe und hofft, dass James den beiden nichts andichten kann, auf der anderen Seite wünscht man sich aber eine spannende Geschichte mit Intrigen und Aktion ;-)
    Bin mal gespannt, wie der Herr Autor das Problem löst :-)

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