Mittwoch, 21. Dezember 2011

Eine schwierige Entscheidung

Dies ist eine Fortsetzungsgeschichte. Für eine Inhaltsübersicht zu bisherigen Inhalten schaut doch bitte hier: Übersicht Nadja

Joe war es durchaus recht, dass Jurina wieder weg war. Sie hatte den Alltag der beiden ganz schön durcheinander gewirbelt. Sicher war es schön gewesen, Besuch zu haben, aber für Joe brauchte solcher Besuch normalerweise nicht wochenlang zu bleiben. Dennoch hätte er Jurina natürlich niemals aus dem Haus geschmissen. Aber als sie verkündet hatte, wieder abreisen zu wollen, wäre er auch nicht auf die Idee gekommen, sie aufzuhalten.

Ein wenig war er in Sorge, Nadja könnte allzu schlecht drauf sein, wenn sie vom Flughafen zurückkam. Doch das stellte sich als unbegründet heraus. Als sie wieder da war, kam sie direkt zu ihm ins Arbeitszimmer. Etwas theatralisch seufzend ließ sie sich auf das kleine Sofa fallen, was hinter Joes Arbeitsplatz an der Wand stand. Er nahm die Kopfhöhrer ab und drehte sich herum. "Na? Alles gut geklappt?", erkundigte er sich. Nadja legte sich auf die kurze Sitzfläche und ließ ihre Beine baumeln. "Klar.", meinte sie dann nur.

Joe schaute sie abwartend an. "Manchmal sehne ich mich danach, auch wieder auf Arramoa zu leben.", seufzte Nadja nun. "Warum?", hakte Joe nach. Er stand von seinem Stuhl auf und kam zu ihr ans Sofa. Er hob ihren Oberkörper etwas an, setzte sich hin und ließ ihren Kopf auf seinen Schoß sinken. "Weil da alles so einfach ist. Angefangen damit, dass du dir nicht überlegen musst, was du morgens anziehst. Du musst nichts lernen, wenn du das nicht willst, du musst nicht arbeiten und wenn du Probleme hast, gehst du zu Felix. Außerdem brauchst du dich bei niemand zu verstellen. Jeder der da ist, weiß, was in etwa du hinter dir hast. Du kannst darüber reden oder es lassen. Aber du musst dich niemals verstellen oder aufpassen, was du sagst."

"Und du vergehst in Langeweile.", fügte Joe etwas spitz an. Nadja nickte und drückte sich enger an Joes Schoss. Er strich ihr sacht über die Haare. Sie nickte stumm. "Du hattest damals von dort weggewollt.", setzte er noch kurz nach. "Ist doch gut. Ich sagte, ich sehne mich nach dem Leben dort, nicht, dass ich dort leben will. Hier ist es viel besser! Aber eben komplizierter.", erklärte sie nüchtern und verschränkte die Arme vor der Brust.

"Wollen wir dir vielleicht mal ganz kompliziert endlich mal wieder ein richtiges Auto kaufen?", schlug Joe lächelnd vor. Nadja hatte Mühe ein Grinsen zu unterdrücken und ein unbeteiligtes Gesicht zu machen. "Ach, wenn du magst.", presste sie hervor aber kurz danach brach das erste glucksende Kichern hervor. Den Golf hatte sie sehr geliebt. Nicht nur, weil er das erste Geschenk von Joe gewesen war, sondern auch, weil es wirklich Spaß gemacht hatte ihn zu fahren. Der Kleinwagen, den sie jetzt als Ersatz hatte, reduzierte den Fahrspaß wirklich erhelblich.

"Komm, lass uns an den Computer gehen und wir schauen mal, was wir dir besorgen." Sie schauten beide auf den Monitor als Joe die Webseiten der verschiedenen Autohersteller aufrief. Er brauchte ja nicht zuzugeben, dass er schon seit Tagen passende Modelle durchgesehen hatte. Aber jetzt fand er routiniert die Seiten wieder und Nadja staunte nicht schlecht, was alles zur Auswahl stand. "Das wird ne schwierige Entscheidung.", meinte sie nur baff.

Kommentare:

  1. Ich gehe mal davon aus, dass Joe ihr wieder irgend ein Spitzenmodell ausgesucht hat. Mit noch mehr Airbags, Bremsautomatik bei sensorisch erfassten Hindernissen, Sportversion..
    Achja.. so ein neues Auto kann schon die eine oder andere Depression wieder kurieren. Wenn auch nicht alle.. aber es macht deutlich mehr Spaß, mit einem schicken Auto zum Therapeuten zu fahren als in einer lahmen Kiste :)

    AntwortenLöschen
  2. Dass Nadja jetzt wieder an ihre Zeit auf Arramoa zurückdenkt ist mehr als verständlich. Sie verbindet da auch eine gute Zeit mit, dort hat sie ja auch Joe kennen gelernt. Aber auf Dauer wird auch das Paradies zu langweilig. Schon gut, dass sie jetzt bei Joe ist und mehr Abwechslung hat. Das neue Auto aussuchen und fahren wird sie schon von den Gedanken an Jurina und Arramoa ablenken. Neue Autos sind immer wieder spannend :-)

    AntwortenLöschen
  3. ich hätt auch gern ein neues Auto :D C.H.

    AntwortenLöschen
  4. Ich lieber einen Butler wie Geoffrey :)

    AntwortenLöschen

Bitte beim Kommentieren höflich bleiben. Es gibt hier die Möglichkeit Anonym zu kommentieren, aber denke bitte kurz nach ob du das wirklich möchtest. Unterzeichne deinen Kommentar doch mit einem Pseudonym oder deinen Initialen, dass man weiß, welche Kommentare alle von dir sind. Oder noch besser, du nutzt nicht die Auswahl "Anonym" sondern "Name/URL" und lässt das Feld für die URL einfach frei. Dann wird dein Kommentar mit deinem selbst gewählten Namen angezeigt.

Vielen Dank.