Donnerstag, 17. Juni 2010

Träume

Dies ist eine Fortsetzungsgeschichte. Für eine Inhaltsübersicht zu bisherigen Inhalten schaut doch bitte hier: Übersicht Nadja

Joe hatte befürchtet, er werde sich zwischen den vielen Frauen unwohl fühlen. Aber eigentlich hatte er doch nur Augen für Nadja. Und sonst hätte er auch kaum gewusst, wo er hingucken sollte. Also schaute er im Wesentlichen in Nadjas Gesicht und das Unwohlsein blieb tatsächlich aus.

Dann saß er mit Nadja in einer etwas abgelegenen Ecke in dem Park. "Ihr habt es wirklich schön hier.", meinte er anerkennend während sie aßen. Nadja nickte. "Ja. Ich bin gern hier. Aber manchmal...", sie brach den Satz ab. 'würde ich gern einfach wo als Krankenschwester arbeiten und gebraucht werden.', hatte sie sagen wollen. Aber es kam ihr undankbar vor so zu reden.

Es war ihr Traum gewesen und sie war daran gescheitert, ihn zu verwirklichen. Etwas traurig senkte sie den Blick und stocherte in ihrem Essen. "Was manchmal?", hakte Joe nach. "Ich möchte nicht undankbar sein." Nadja wich seinem Blick und seiner Frage etwas aus und starrte weiter auf den Teller. Sanft griff er nach ihrer Hand und ihre Blicke trafen sich. "Sag es mir. Nicht Thorsten!", bat er dann.

Nadja zögerte weiterhin. Sollte sie diesem Mann ihre Träume verraten? Würde er sie nicht nur auslachen? Sie hielt dem Blick nicht mehr stand und sah zur Seite. "Ich würde gern gebraucht werden.", gab sie schließlich mit brüchiger Stimme zu. "Das ist doch nicht undankbar, so zu denken! Und ich brauche dich!", fügte er an.

Nadja lief eine Gänsehaut den Rücken hinunter. Joe sah sie verliebt an und beugte sich vor um ihr einen Kuss zu geben. Schüchtern erwiderte sie ihn. Doch sie war sich nicht sicher, ob er sie richtig verstanden hatte. Aber jetzt wollte sie auch nicht weiter darauf eingehen. "Erzähl mir etwas von dir. Das letzte mal hast du viel von einem neuen Job geredet. Ich habe gar nicht alles verstanden. Diesmal ist mein Englisch besser. Wie ist dein neuer Job?" Sie wischte die fiesen Gedanken heute einmal mehr bei Seite und setzte ein Lächeln auf.

Joe fühlte sich geschmeichelt. Seine Karriere war sicherlich etwas, was er vorweisen konnte. Und jetzt fragte sie ihn offen danach. Das letzte Mal hatte er einfach nur dumm dahergeredet, weil er nicht wusste, was er sonst erzählen sollte. "Gehen wir spazieren? Dann erzähle ich es dir.", bot er an. Nadja sprang auf und nahm seine Hand. "Prima!"

Langsam gingen sie durch den Wald und Joe erzählte noch einmal von seiner Karriere. Diesmal allerdings deutlich verständlicher. Er erzählte, wie er nach dem College schon die ersten Jobangebote hatte, wie er Thorsten bei einer Party kennen gelernt hatte und er ihn unter seine Fittiche genommen hatte. Und er erzählte auch, dass er jetzt in Seattle eine große Softwarefirma übernommen hatte. Nadja lauschte dem Vortrag sichtlich beeindruckt. Diesmal hatte sie auch alles verstanden, zumal sie immer wieder einzelne Wörter nachfragte. Schmachtend ging sie neben ihm und hing an seiner Hand und seinen Lippen und lehnte sich immer wieder gegen ihn.

Papa ging ihr durch den Kopf. Und die Tatsache, dass er Ivan als eine tolle Partie bezeichnet hatte. Im Nachhinein musste sie darüber lächeln. Neben ihr ging eine wirklich gute Partie.

Kommentare:

  1. Wie gut, dass Nadja kein berechnender Mensch ist und ihr Reichtum nicht wichtig ist. Obwohl es natürlich herrlich ist, reich zu sein.

    Joe muss schon ein ziemlicher Nerd sein, wenn er unter 200 splitternackten Frauen nur eine ansieht bzw. noch glaubt, sich unwohl fühlen zu müssen. :-)
    Die meisten Männer würden wohl mit einem debilen Grinsen herumrennen.

    Vielleicht kann sie ja immer noch Krankenschwester werden, wenn sie möchte. Aber mit Joes Unterstützung müsste auch ne Ärztin drin sein!

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  2. und in wirklichkeit arbeitet er als special agent für eine super geheime regierungsorganisation... aber davon darf er ihr natürlich nichts erzählen :D weil er sie sonst umbringen müsste!
    *dramatische musik* denn die insel wird von einer finsteren intergalaktischen macht bedroht (neben der jährlichen flutwelle)... und da können nur die NIB helfen... die Nerds in Black! (oder so ähnlich °_o)
    naja ich bin ma gespannt wie das weiter geht! der nimmt sie sicher mit von der insel runter (und nicht nur wegen der welle). dann kann se für ihn arbeiten ^^ kinderarbeit und anbandeln mit minderjährigen! muss liebe schön sein :D

    [2,75 Karmapunkte, warum... weiß ich auch nicht]

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  3. Wer sagt denn, dass sie keine Krankenschwester werden kann!?
    Sie kann doch jederzeit gehen...
    Evtl bei dem Inseldoc mal ein kleines Schnupperpraktikum.

    Ach Najda...geduld.

    PS. € Banane: Du solltest Kinderbuchautor werden...bei deiner regen Phantasie :-b

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