Mittwoch, 9. Juni 2010

Erster Kuss

Dies ist eine Fortsetzungsgeschichte. Für eine Inhaltsübersicht zu bisherigen Inhalten schaut doch bitte hier: Übersicht Nadja

Hand in Hand gingen beide durch den Wald. Etwas ziellos standen sie dann an der nächsten Wegkreuzung. "Wo willst du hin?", fragte Nadja dann unsicher Alles, was sie wollte, war mit ihm allein zu sein. Aber wenn ihm nach etwas Anderem war, würde sie folgen. "Irgendwohin, wo wir allein sind. Aber ich muss erst noch meinen Koffer holen. Den hab ich eben am Flugzeug gelassen."

Nadja nickte und sie gingen wieder zum Flughafen. Jurina stand im Towergebäude an die Wand gelehnt und kicherte albern. Die Piloten standen vor ihr und grinsten. Als die beiden herein kamen ließ Jurina die Piloten sofort stehen und umarmte ihre Freundin. "Alles Ok?", fragte sie liebevoll und gab ihr einen sanften Kuss auf die Wange.

Nadja nickte. "Tut nicht mehr so weh. Und gebrochen ist es auch nicht.", erklärte sie sachlich. "Flirtest du etwa?", fragte sie etwas entsetzt. "Nee leider nicht. Die zwei sind schwul. Ich unterhalte mich nur." Enttäuscht schob Jurina die Unterlippe vor. "Wo ist denn mein Koffer?", mischte Joe sich dann ein. Das Flugzeug stand inzwischen in einem Hangar etwas abseits und Joe befürchtete dort hinüberlaufen zu müssen. Der Pilot nickte mit dem Kopf in eine Ecke. Dort war der kleine Trolly geparkt. "Danke.", sagte Joe dann erleichtert und nahm den Koffer mit. "Wir können den ja erst mal in mein Zimmer bringen und dann spazieren gehen?

Nadja nickte und ging neben ihm her. "Tut mir so leid, dass das so angefangen hat. Ich hatte mich so gefreut dich zu sehen.", sagte sie etwas traurig. "Und wir sehen uns doch. Du hast doch kein Pflaster über den Augen?", kicherte Joe und Nadja stimmte langsam ein. Aber das Lachen tat ihr noch an der Nase weh.

Sie brachten den Koffer in eines der Gästezimmer und gingen dann wieder in den Wald. Nadja hielt Joe mit einem Mal fest und umarmte ihn. "Küss mich.", forderte sie dann zaghaft. Joes Herz klopfte bis zum Hals und er sah hinunter zu ihr. Er hatte nicht gewusst wie sie miteinander umgehen sollten. Sein letzter Besuch war so intensiv gewesen. Sie hatten Sex gehabt und danach so schüchterne E-Mails geschrieben. Zu gern hätte er sie schon zur Begrüßung geküsst aber da war ja diese dumme Sache mit der Nase dazwischen gekommen.

Nun stand sie vor ihm und reckte den Kopf nach oben um an seine Lippen zu kommen. Langsam beugte er sich herunter. Vorsichtig setzte er seine Lippen auf ihre und als sie sich trafen waren beide wie elektrisiert. Nadja ignorierte den leichten Schmerz, wenn sein Gesicht beim wilden Küssen ihre Nase traf. Das war es, was sie gewollt hatte. Dafür war sie zum Flugzeug gerannt. Für diesen Kuss.

Schließlich wurde der Schmerz zu schlimm und Nadja rollte eine Träne aus dem Augenwinkel. Sie beendeten den Kuss und sahen sich tief in die Augen. "Schön, dass du da bist.", wiederholte Nadja. "Schön, hier zu sein.", wiederholte Joe noch einmal.

Kommentare:

  1. Die müssen halt mal vorsichtig küssen, oder lieber gleich in die Kiste, da tut garantiert die Nase nicht weh.

    Die kleine Jurina hat aber auch ein Pech! Nur von Schwulen umgeben zu sein, muss eine Qual für sie sein *g* Ob Thorsten mal daran gedacht hat, den Mädels Spielzeug dazulassen, damit sie (falls sie nicht bi sind) auch mal Spaß haben, wenn er nicht da ist?

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  2. Och, ich denke Jurina findet bestimmt bald nen Mädel womit sie Spass haben kann ;) Die ist da aufgeschlossen genug :)

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  3. gute arbeit, kannst insgesamt so weiter machen!
    schöner schreibstil. ich werde dich in meinem nachlass erwähnen :)

    mfg

    der erfinder des t-llovers

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