Dienstag, 29. Juli 2014

Gott, ist die süß!

Dies ist eine Fortsetzungsgeschichte. Für eine Inhaltsübersicht zu bisherigen Inhalten schaut doch bitte hier: Übersicht Nadja

"Hallooohoo.", rief Nadja fröhlich, als sie den Empfangsraum betrat, wo ihr verwaister Schreibtisch stand. Auch ihre Trinkflasche, die sie am Freitag vergessen hatte, wartete noch auf sie. Es war, als habe niemand etwas angefasst. Etwas umständlich bugsierte sie den Kinderwagen durch die Tür, welche sich immer wieder selbst schließen wollte.

Rebecca kam aus ihrem Büro gestapft um zu sehen, wer da am Eingang so viel Lärm machte. Als sie Nadja erblickte quietschte sie auf wie ein kleines Mädchen. "Nadja ist da!", rief sie laut durch den Flur und kam sofort auf Nadja zu gerannt. "Hallo, Süße!", quietschte sie fröhlich und drückte Nadja hastig an sich um dann sofort einen Blick in den Kinderwagen zu werfen, wo Ayleen lag. Die Geräusche um sie herum hatten sie ein wenig verschreckt und sie hatte aufgehört zu brabbeln.

Auch aus den anderen Büros und Räumen kamen jetzt die restlichen Kollegen an und Nadja stand rasch in einer kleinen Traube von Leuten. "Du bist ja schon wieder auf den Beinen. Irre!" "Toll siehst du aus." "So schnell bist du wieder fit?" Das Lob der Arbeitskollegen ging runter wie Öl und sofort konzentrierten sich die Blicke auf das kleine Gesichtchen, welches unter der Decke im Kinderwagen hervorblickte. Ayleen fühlte sich offensichtlich überfordert, von so viel Stimmen und den Bewegungen vor ihren Augen, dass sie die vielen "Ooohh!" und "Gott ist die Süß!", mit einem herzzerreißenden Weinen quittierte.

"Setzen wir uns doch in den großen Aufenthaltsraum.", schlug Rebecca vor. Nadja nickte und nahm Ayleen behutsam aus dem Kinderwagen und drückte sie vorsichtig an ihre Brust. Beruhigend streichelte sie ihr über den Rücken und den kleinen Kopf und küsste sie sacht auf die Wange. Rebecca übernahm den Kinderwagen und schob ihn in eine Ecke des Aufenthaltsraumes. Die anderen waren still geworden, als sie verstanden hatten, dass die Aufregung die kleine verschreckt hatte.

Langsam beruhigte sich das Stimmchen wieder und Ayleen wurde ruhig und hielt sich an ihre Mama gekuschelt. Nadja nahm auf einem der Stühle platz und lächelte. Es wurden Tassen verteilt, Tee und Kaffee auf den Tisch gestellt und aus diversen Schubladen und Schreibtischen tauchte eine beachtliche Anzahl Kekse auf. "Ich habe Brownies mitgebracht.", lächelte Nadja und deutete auf den Kinderwagen. "Es müsste sie nur jemand rausnehmen.", bat sie freundlich.

Die Kaffeetafel war angerichtet und alle schauten auf Nadja. Vorsichtig drehte sie Ayleen jetzt wieder herum, so dass die anderen sie auch sehen konnten. "Sie ist wirklich süß!", bekräftige Rebecca noch einmal. Diesmal gab es statt Gequietsche und Stimmen aber nur zustimmendes Nicken. Das schien Ayleen nicht allzu sehr aufzuregen. "War die Geburt einfach?", wollte eine junge Kollegin wissen. Nadja zuckte die Schultern. "Es war wohl kurz. Ich war nach 12 Stunden schon fertig. Aber einfach war das nicht!"

Kommentare:

  1. Es ist vielleicht gar nicht so falsch, wenn Nadja bald dort wieder arbeitet.Sie kann die Kleine mitnehmen, sich hin und wieder zum Stillen zurückziehen und die ratsuchenden Mädchen sehen das Baby. Das könnte den einen oder anderen Hormonschub auslösen und verhindern, dass die Mädchen wirklich abtreiben könnten. Und schon wir die kleine Ayleen zum Arbeiten eingesetzt *g*

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  2. Ich glaube für manche Mädchen wäre es wirklich gut zu sehen, dass ein leben in ihnen heranwächst.
    Andernseits würde ich es an Nadjas stelle nicht so gut finden, wenn ayleen immer bei der arbeit ist und vorgezeigt wird.
    LG Lars

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