Freitag, 18. Mai 2012

Nich fair

Dies ist eine Fortsetzungsgeschichte. Für eine Inhaltsübersicht zu bisherigen Inhalten schaut doch bitte hier: Übersicht Nadja

Thorsten und Joe hatten sich eine Weile angeschwiegen. Joe hatte über das nachgedacht, was Thorsten zur Collegewahl von Nadja gesagt hatte. Schließlich nickte er. "Ich denke du hast recht." "Vielleicht greife ich auch voll daneben. Vielleicht will sie nichts lieber als ans MIT, auf die andere Seite des Kontinents. Aber wenn es o ist, dann müsst ihr gemeinsam überlegen, wie ihr das lösen könnt. Es nutzt jedenfalls nichts, wenn ihr nicht darüber redet und sie eines Tages mit einem Collegeformular vor dir steht und die Entscheidung ohne dich getroffen hat."

Joe seufzte und vergrub seine Nase im Bierglas. "Jetzt seufz nicht so.", lachte Thorsten, "Wir sin hier um uns zu amüsieren." "Magst du mir trotzdem noch eine Frage beantworten?", bat Joe dann. "Klar, was willst du wissen?" "Wo siehst du mich in drei Jahren, wo in zwanzig?" Ein Schmunzeln ging über Thorstens Lippen. "Wenn ich dich so reden höre, sehe ich dich in drei Jahren einen Kinderwagen schieben.", frotzelte er. Joe dagegen lächelte sanft. Der Gedanke war nicht mal abwegig. "Aber jetzt mal im Ernst", beendete Thorsten die Träumerei.

"Du hattest schon recht. Du kannst bei NetCorp noch eine Menge erreichen und Kontakte knüpfen. Und wenn du das Unternehmen weiterhin nach vorne bringst, dann stehen dir immer größere Türen auf. Und wenn du irgendwann Microsoft, Google oder sonst einen Laden haben willst, dann kannst du das schaffen!" "Danke.", sagte Joe sehr ehrlich. "Gern.", kam es von Thorsten zurück und sie leerten nun beide ihre Biergläser.

"Und jetzt genug Geschäft.", erklärte Thorsten knapp und winkte die Kellnerin heran. Schnell hatten sie zwei neue Biere auf dem Tisch. "Regnet es in dieser Stadt eigentlich grundsätzlich?", grinste Thorsten. "Nein, nur wenn du da bist.", spottete Joe zurück und erntete einen fiesen Blick. "Auf Arramoa regnet es so gut wie nie."
"Aber auf Arramoa kann man so schlecht Geschäfte machen."
"Willst du eigentlich nie wieder dorthin mitkommen?"
Joe überlegte einen Augenblick. "Ich glaube nicht. Ich fände es nicht fair, Nadja gegenüber."
Thorsten schüttelte amüsiert den Kopf. "Nadja kann wirklich froh sein, dass sie dich hat."

Kommentare:

  1. Er kann Nadja doch mitnehmen? Außerdem kann er froh sein; dass sie ihn nicht gehört hat. Denn wenn er nur aus Fairness nicht auf die Insel will könnte sie glauben, dass er durchaus selbst Bock auf ein Abenteuer hat :D

    Ansonsten ist es natürlich schön und auch beruhigend, wie Thorsten ihn einschätzt. Das dürfte Joe Auftrieb geben und Ansporn sein, sich weiter auf seine Zukunft zu konzentrieren. Und wer hört sowas nicht gern...

    LG Kay

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  2. Nadja und Joe könnten doch gemeinsam nach Arramoa fliegen. Nadja hat dort viel Zeit verbracht und hat auch einige Freundinnen dort, sie würde sich bestimmt über einen Besuch dort freuen. Die beiden könnten die Insel weiterhin erkunden, Urlaub machen. Und wer weiss, vielleicht wäre das auch der perfekte Ort für die Hochzeit. Ein Traumstrand, super Wetter, die bucklige Verwandschaft weit weg, Ruhe und Frieden.... ;-)

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