Freitag, 11. Mai 2012

Du siehst toll aus

Dies ist eine Fortsetzungsgeschichte. Für eine Inhaltsübersicht zu bisherigen Inhalten schaut doch bitte hier: Übersicht Nadja

Der Wachmann schaute auf die Gästeliste und nickte dem Fahrer zu. Das Kennzeichen der Limousine war angemeldet worden und der Name des Gastes stand auf der Liste. Mit einem Druck auf den Knopf gab er die Schranke frei und rief dann noch einmal schnell in die Sprechanlage. "Hinten durch, links dann rechte Seite. Mauer mit Hecke dahinter." "Danke.", krächzte es aus dem Lautsprecher zurück. Dann setzte sich die Limousine in Bewegung und rollte die Privatstraße hinunter. "Wenigstens in so einer edlen Wohnsiedlung könnte man sich doch einen besseren Wetterdienst leisten.", frotzelte Thorsten auf dem Rücksitz für sich.

Er hatte das Haus von Joe noch nie besucht. Wenn er ihn in Seattle getroffen hatte, waren sie geschäftlich unterwegs gewesen und hatten sich also auch in Geschäftsräumen getroffen und er hatte im Hotel übernachtet. Heute Abend war er explizit ins Haus eingeladen. Als das Tor sich öffnete und den Blick auf das weit zurückliegende Haus freigab pfiff Thorsten durch die Vorderzähne. "Der kleine Nerd hat ja tatsächlich Geschmack meinte er beeindruckt und betrachtete das Haus eingehend. Dann parkte der Wagen vor dem breiten Eingang und der Butler kam mit einem großen Regenschirm herausgeeilt. "Willkommen, Sir.", meinte er eifrig und öffnete die Wagentür. Thorsten stieg aus und nickte freundlich. "Dankeschön."

Geoffrey brachte den Gast ins Haus. "Wird ihr Wagen wieder wegfahren?", erkundigte er sich. "Nein. Wagen und Fahrer bleiben hier." "Dann darf ich mich kurz darum kümmern?", erkundigte sich Geoffrey und als Thorsten genickt hatte, huschte er schnell hinaus, wies dem Fahrer den Parkplatz neben dem Haus zu und erklärte ihm, wo er zum Nebeneingang hineinkommen könnte. Dann eilte er zu Thorsten zurück und nickte. "Master Joe ist noch nicht zurück. Es wird wohl auch noch ein wenig dauern. Aber Ihr Zimmer steht natürlich bereit, wenn Sie sich frisch machen möchten. Und Miss Nadja sitzt im Wintergarten. Ich konnte sie allerdings noch nicht über ihre Ankunft in Kenntnis setzen." "Ich würde dann gern kurz auf mein Zimmer gehen und wenn Sie mir beschreiben, wie ich zum Wintergarten komme, wäre das für den Augenblick auch alles, was ich brauche."


Nadja lag im Liegestuhl im Wintergarten und starrte nach oben. Wie hypnotisiert betrachtete sie die Tropfen und Rinnsale auf dem gläsernen Dach. Sie grübelte schon den ganzen Tag darüber, wie es wohl werden würde Thorsten wieder zu treffen. Ein wenig hatte sie gehofft, er würde erst mit Joe zusammen ankommen. Doch gerade vorhin war Geoffrey hereingekommen und hatte diesem Wunsch aber einen Strich durch die Rechnung gemacht.
"Hallo Nadja.", meinte Thorsten fröhlich, als er hereinkam. Nadja hob sich aus dem Liegestuhl. "Hallo Thorsten.", meinte sie leicht unsicher. Sie blickte ihn freundlich an und sofort waren die Gedanken an die gemeinsame Liebesnacht an dem lauschigen Platz auf Arramoa wieder da und sie konnte spüren, wie ihr Gesicht sich knallrot färbte. "Du siehst toll aus!", meinte Thorsten und drückte sie freundschaftlich an sich.

Kommentare:

  1. Es muss schön für Thorsten sein zu sehen, dass eines seiner Mädchen nicht nur aus dem Elend gerettet wurde, sondern auch noch eine offensichtlich gute Zukunft vor sich hat und in der Zwischenzeit auch außerhalb Arramoas weiter aufgeblüht ist.

    Nadja muss sich nur noch klar darüber werden, dass Thorsten sicher die Nacht mit ihr genossen hat, aber sie nur eine von vielen Mädchen ist, die sich ihm hingegeben hat. Er schätzt sie, behandelt sie aber bereits bei der Begrüßung mit dem nötigen Respekt, der ihr nun gebührt.

    Offenbar kommt wieder einmal ihre konservative Erziehung zum Tragen. Die Mädchen aus dem modernen Westen hätten wohl weniger Probleme, ihrem "Ex" zu begegnen.
    Wenn jedes Mädchen knallrot werden würde, weil sie einer ehemaligen Liebe oder Beziehung begegnen, hätten sonst so manche einen Dauer-Tomaten-Kopf. :)

    Sicher entspannt sie sich beim Gespräch mit Thorsten, wenn sie merkt, dass er sich benehmen kann. Und das setze ich bei einem Mann wie Thorsten - Geschäftsmann, edel und gut... und Mann von Welt - irgendwie selbstverständlich voraus

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  2. Schon komisch,das Geoffrey sich erst um die Limosine und den Fahr kümmert, ihm einen Platz zuweist und ihm erklärt wie er ins Haus kommt. Und erst danach wird dem Gast die nötige Aufmerksamkeit geschenkt und ihm die Möglichkiten aufgezeigt.^^
    Da sehen sich Nadja und Thorsten nun also wieder und Nadja wird gleich puterrot und ihr erster Gedanke dreht sich um die gemeinsam verbrachte Nacht. Was ja eigentlich auch nicht ganz verwunderlich ist, die Nacht mit ihm war ja ihr erster richtig freiwilliger, gewollter und zärtlicher Sex ihres Lebens. Aber hoffentlich finden die beiden noch andere Punkte die sie verbinden, damit sich das Verhältnis etwas entspannt und Nadja den Besuch von Thorsten auch geniessen kann.

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