Mittwoch, 1. Februar 2012

Nach der Schule

Dies ist eine Fortsetzungsgeschichte. Für eine Inhaltsübersicht zu bisherigen Inhalten schaut doch bitte hier: Übersicht Nadja

In der Schule ergab sich keine Möglichkeit mehr mit Ashley allein zu sprechen, ohne dass es all zu auffällig gewesen wäre. Und extra um ein Gespräch unter vier Augen zu bitten, war Nadja zu auffällig, schließlich sollte der Rest der Clique auf keinen Fall etwas mitbekommn. "Frag sie doch ob sie nach der Schule mit zu dir kommt? Ich komm auch gern mit.", schlug Mary vor. "Und wenns dann Zoff gibt? Dann hängt sie bei mir in der Bude fest."

Mary zuckte die Schultern. "Willst du zu ihr fahren?" Nadja schob die Unterlippe vor und machte ein schmollendes Gesicht. Sicherlich wollte sie das Thema nicht im Haus von Ashley Eltern besprechen. Überhaupt hatte sie vor, dieses Haus nie wieder zu betreten. Allein die Freundschaft zu Ashley war ihr eigentlich zu wichtig, als dass sie für die Aktion von James draufgehen sollte. Wobei sich die Frage natürlich erledigt hätte, wenn Ashley selbst der Auslöser dafür war.

"Versuchen wir sie doch anzusprechen, bevor sie zum Bus geht.", meinte Mary dann schließlich. Nadja nickte langsam. Auch ihr fiel nichts besseres ein. Wenn es zum Streit kommen sollte, wollte sie den nicht im Haus haben. Weder in Ashleys noch in ihrem.

Mary und Nadja hasteten nach der letzten Stunde richtung Ausgang. Alle Schüler die jetzt frei hatten und zum Bus wollten würden sich gleich durch diese Türe drücken. Nadja und Mary hatten Glück gehabt und in der letzten Stunde einen Lehrer, der es nicht so genau nahm. Ashley war allerdings in einem anderen Kurs gewesen. Bevor der Ansturm losging standen die Freundinnen an die Mauer gelehnt neben der Tür und warteten auf Ashley.

Sie war bei den ersten, die aus der Tür kamen und Mary winkte sie mutig heran. "Ashley!" Ashley blickte hinüber und trottete dann langsam auf die beiden zu. "Was macht ihr denn hier? Ihr seid doch sonst immer am Ausgang für die feinen Leute, die mit dem eigenen Augo kommen.", frotzelte sie jetzt und feixte Nadja an. Witze darüber, dass Nadja derzeit ja immer noch den gemieteten Kleinwagen fuhr, waren stets aktuell und auch Mary konte sich ein Grinsen kurzzeitig nicht verkneifen.

"Wir wollten mit dir reden.", erklärte Nadja jetzt fest und holte tief Luft. "Na das klingt ja ernst." Ashley runzelte die Stirn. Das machte Nadja keineswegs zuversichtlicher. Sie hatte fast darauf gehofft, dass Ashley von sich aus ansprechen würde, worum es ging, wenn man nur den ersten Schritt machte.
"Worum geht's denn?", wollte Ashley wissen, als die drei sich in eine ruhig Ecke zurückgezogen hatten. "Ist dein Vater heute Morgen zur Arbeit gefahren?", begann Nadja und knetete nervös ihre Finger. Ashley zuckte die Schultern. "Keine Ahnung. Der geht immer lange nach mir aus dem Haus. Als ich ging, saß er am Frühstückstisch. Aber was soll die Frage?" Nadja schluckte. Das hörte sich jetz nicht so an, als wüsste Ashley worum es ging.

Kommentare:

  1. Das ist jetzt nicht gerade die geschickteste Einleitung von Nadja gewesen. Jetzt gerät sie in Erklärungsnot, denn warum fragt sie noch, wenn sie doch mehr weiß als Ashley?
    Hoffentlich reagiert Ashley nicht über aber auch das würde ich verstehen.
    Jetzt hoffe ich nur noch dass Ashley nicht zuhause ihren Vater zur Rede stellt und der ganz gelassen bleibt weil er ja einen Job hat...

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  2. Naja, die Einleitung würde schon passen, wenn James nicht schon wieder einen Job hätte. Er kann jetzt ja sagen, er war nicht bei NetCorp weil er den Job gewechselt hat. Aber hoffentich wird Ashley das dann nicht mit Papa besprechen, sondern mit Mama. Die glaubt ja noch an eine normale Kündigung. Meine Hoffnung ist ja immer noch, dass es einen Haken bei der Klausel gibt und Jmaes doch noch nicht aus dem Schneider ist.
    Bleibt zu hoffen, dass das nun folgende Gespräch zwischen den Mädchen nicht zum riesen Streit kommt und die Freundschaft weiter hin bestehen bleibt.

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