Dienstag, 7. Februar 2012

Lauschen

Dies ist eine Fortsetzungsgeschichte. Für eine Inhaltsübersicht zu bisherigen Inhalten schaut doch bitte hier: Übersicht Nadja

"Erpressung? James?", mischte sich nun Maud in das Gespräch ein. James rang immer noch um Fassung. "Was fur ein Unsinn!", spuckte er dann die Worte förmlich aus. Doch Maud und Ashley sahen ihn kritisch an. "Du sagtest doch man habe dir einen Spesenbetrug in die Schuhe geschoben!", meinte Maud sehr spitz. James konnte den vorwurfsvollen Blick seiner Frau förmlich spüren. "So war es auch.", log er erneut, ohne sie anzusehen.

Erst jetzt wurde Ashley bewusst, dass sie einen Fehler gemacht hatte, die Sache vor ihrer Mutter anzusprechen. Diese hatte schließlich noch keine Ahnung von einer Beziehung zwischen Joe und Nadja. Wenn man dieses Gespräch jetzt aber weiterführen wollte, dann würde das Geheimnis um eine weitere Person erweitert. "Also wie war das jetzt?", hakte Maud nun nach. Als James nicht gleich antwortete, sah sie ihre Tochter an. "Was für Emails sollen das gewesen sein? Und wasfür eine Erpressung?"

Ashley spürte den Verrat an Nadja als dicken Kloß im Hals und schüttelte trotzig den Kopf. "Macht ihr das mal unter euch aus!", entschied sie nun arrogant und drehte sich herum. Das Gedruckse ihres Vaters war ihr Beweis genug. Sie bedauerte sofort, an Nadja gezweifelt zu haben. Allerdings wusste sie noch nicht genau, wie das mit ihrer Mama nun weitergehen würde. Sie drehte sich auf dem Absatz herum und lief in ihr Zimmer hinauf.

Sie hockte sich neben ihrem Schreibtisch auf den Boden und drehte den Papierkorb herum. Seit sie Dann presste sie ihr ohr auf den Plastikboden. Als sie kleiner war, hatte sie auf diese Weise ihre Eltern oft belauscht und damit etlichen Weihnachts- und Geburtstsagsgeschenken die Überraschung genommen. Das hatte allerdings irgendwann seinen Reiz verloren, doch diesmal wollte sie genau wissen, was die beiden dort unten zu reden hatten.

Es war nicht viel zu verstehen, weil sie beide ziemlich heftig stritten. Es war leider nicht auszumachen, ob er schon die Beziehung erwähnt hatte. Ashley fühlte sich schrecklich. "Verdammt, verdammt, verdammt!", flüsterte sie immer wieder und ließ sich schließlich auf den Boden sinken. Das hätte kaum schlechter laufen können. Aber wie hatte ihr Vater eigentlich so schnell einen neune Job bei der Stadtverwaltung bekommen, wenn man ihn doch gefeuert hatte? Sie lehnte sich mit dem Rücken an den Schreibtisch und atmete tief durch.

Kommentare:

  1. Das mit dem Papierkorb funktioniert aber auch nur bei der amerikanischen Leichtbauweise? Bei mir war ein Kaminschacht sehr hilfreich ;-)

    das ist für Ashley jetzt schwer. Und sie kann wohl ziemlich sicher davon ausgehen, dass Mama sie noch mal anhören wird. Wenn sie rechtzeitig selbst drauf kommt, kann sie Nadja ja auf dem Handy anrufen und mit ihr absprechen was sie sagen darf. Wäre vielleicht eine gute Idee.

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  2. Jaaaa, James bekommt doch noch Ärger :-). Zwar "nur" von Maud, aber besser wie wenn er aus der Sache völlig unbeeindruckt rauskomt.
    Klar ist es für Ashley blöd, dass sich ihre Eltern sreiten, aber das werden die auch so bestimmt so manches mal tun.
    Jetzt muss nur noch für James ein mieser Job bei der Stadt bei rauskommen und die Mädels sich wieder richtig vertragen und alles ist gut :-)

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