Dienstag, 8. April 2014

Verschlafen

Dies ist eine Fortsetzungsgeschichte. Für eine Inhaltsübersicht zu bisherigen Inhalten schaut doch bitte hier: Übersicht Nadja

Sascha hatte den Flug genießen wollen. Einmal quer über den amerikanischen Kontinent zu fliegen war schließlich ein Anblick, den man nicht alle Tage zu Gesicht bekam. Was wäre auf der Strecke alles zu sehen gewesen. Die leeren Kanadischen Weiten. Jede Menge große Städte und Bergketten wie die Rocky Mountains. Er hatte sich all das im Internet sogar vorher angesehen und sich notiert, was er alles sehen würde. Und doch war das Flugzeug kaum abgehoben, schlief er wieder.

Kichernd nahm die Stewardess den Kaffee wieder mit. Angeschnallt saß Sascha in seinem Sitz. Den Kopf an der Lehne schnarchte er leise vor sich hin. Die Nacht am Flughafen und die Zeitverschiebung hatten ihm arg zugesetzt. Sorgsam breitete die Stewardess noch eine Decke über Sascha und legte ihm ein Kissen zurecht.

Erst als das Flugzeug in den Sinkflug ging und er Druck auf den Ohren bekam, schlug er die Augen auf und wunderte sich über Decke und Kissen. "Fuck!", meinte er und schüttelte sich. Das Flugzeug war schon tief über der Stadt und strebte dem Flughafen zu. Diese Gelegenheit die USA und weite Teile Kanadas aus der Luft zu betrachten, hatte er verpasst. "Sie haben so gut geschlafen.", lächelte die Stewardess und sammelte die Decke und das Kissen wieder ein. "Ich bringe noch schnell einen Kaffee, bevor wir uns auch hinsetzen müssen."

Sascha nickte und räkelte sich. Er schluckte einige Male um die Ohren wieder schmerzfrei zu bekommen. Endlich ließ das Gefühl nach. Die Stewardess brachte ihm einen Pappbecher mit Kaffee. Schnell kippte sie auf Saschas Anweisung hin, Milch und Zucker nach und presste einen Deckel auf das Gefäß. "Schön festhalten.", warnte sie noch. Sascha nickte und begann das heiße Gebräu zu schlürfen. Es ärgerte ihn maßlos, dass er den Flug verpasst hatte. Hätte er doch nur auf dem Transatlantikflug so schlafen können. Da hatte es stundenlang nichts zu sehen gegeben.

Doch was jetzt auf ihn wartete, entschädigte ihn. Er war gleich in Seattle und musste nur noch irgendwie vom Flughafen in die Stadt kommen. Dann konnte er endlich Mary überraschen.

Kommentare:

  1. Eine Chance hat er ja hoffentlich noch auf dem Rückflug, um den Kontinent von oben zu sehen. Und Mary weiss gar nicht, dass er kommt? Au Backe, hoffentlich gibt das keinen Stress. Hoffentlich freut sie sich so wie er sich freut. Aber erstmal sollte er sich nicht am Kaffee verbrühen, wenn der Flieger aufsetzt.

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  2. ich glaube auch dass er die chance noch mal auf dem rückflug hat sich alles anzuschauen.
    ich hoffe auch dass es keinen stress gibt.
    wo will er eigendlich hin? in die uni zu mary nach hause?
    LG Lars

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