Donnerstag, 29. Mai 2014

Sie sind da

Dies ist eine Fortsetzungsgeschichte. Für eine Inhaltsübersicht zu bisherigen Inhalten schaut doch bitte hier: Übersicht Nadja

Mike wusste nicht recht, was er von der Idee halten sollte, dass ein junger Mann sich jetzt schon über eine Woche mit seiner Tochter herumtrieb. Zum einen fand er es völlig unangemessen. Schließlich war sie sein kleines Mädchen und er hatte schon schwer genug daran zu schlucken gehabt, dass sie nun ihre eigene Wohnung hatte und nicht mehr im Haus lebte.

Doch andererseits machte ihn die Tatsache unheimlich stolz, dass ein junger Mann um den halben Erdball gereist war, nur um seine Tochter zu sehen. So missraten konnte sie also nicht sein. Nur für Sex würde ein Kerl zwar weit gehen, doch das hielt selbst er für übertrieben. Dennoch passte ihm die ganze Sache nicht so recht in den Kram.

Sara stand in der Küche und goss die Kartoffeln ab. Sie war überglücklich, dass Mary sich mit ihrem neuen Freund nach Hause traute. Als sie auszog war eine ihrer Befürchtungen gewesen, die Familientermine würden sich von nun an auf die Feiertage beschränken und spätestens, wenn ein Mann ins Spiel kam, würden sie auch davon nur noch die Hälfte abbekommen. Doch Mary war treu geblieben und wenigstens einmal in der Woche zum Essen aufgetaucht.

Und nun durfte sie also den jungen Mann kennenlernen, der das Herz ihrer Tochter erobert hatte. Sie hatte zwar keine Vorstellung, wie ein junges Pärchen sich zueinander bekennen sollte, welches so weit auseinander lebte, doch sie würde die letzte sein, die dem Glück der beiden im Weg stehen würde. Zwar schwang die leichte Furcht mit, Mary könne sich irgendwann für ein Leben im Ausland entscheiden, doch da der junge Mann offensichtlich Englisch sprach und Mary ja kein Wort Deutsch, würde das sicher noch eine Weile auf sich warten lassen. Mindestens, bis sie ihre Ausbildung absolviert hatte.

Der kleine Wagen rollte auf die Auffahrt und Sara winkte bereits aus der Küche Mary zu die ausstieg. Sie warf einen letzten Blick auf den Herd, streifte die Schürze ab und lief aufgeregt in den Hausflur. "Sie sind da.", rief sie ihrem Mann zu, der im Wohnzimmer saß. Etwas grummelnd erhob Mike sich aus dem Sesel und kam in den Flur. Mary klopfte an die Tür, zückte aber dann doch gewohnheitsmäßig ihren Hausschlüssel, den sie natürlich immer noch hatte. Sara zog ihren Mann an die Seite und sie erwarteten das Öffnen der Tür.

"Hi Mama, Papa.", sagte Mary, betont fröhlich und umarmte ihre Eltern kurz und drückte ihrer Mama eine Kuss auf die Wange. "Hallo, Schätzchen.", sagte Sara sanft und beide Eltern schielten an Mary vorbei auf Sascha, der etwas verloren in der Tür stand. "Mama, Papa.", löste sich Mary von ihren Eltern und packte Sascha mutig an der Hand. "Das ist Sascha. Sascha, das sind meine Eltern.", sagte Mary etwas förmlich. "Ich bin Sara, das ist mein Mann Mike.", lächelte Sara und streckte Sascha die Hand hin.

Kommentare:

  1. Ich habs befürchtet. Mike brummelt. Sein Goldstück. Ist ihm klar, dass er bereits einen Abend seines Goldstücks versaut hat? Will er das bei ihrem Freund jetzt auch machen? Sara ist da weitaus liebevoller und weg von ihren eigenen Wünschen. Hauptsache, das Kind wird glücklich. Mike hat hoffentlich noch ein bisschen Restgrips.

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  2. Für mike sollte es auch am wichtigsten sein dass mary glücklich ist und ich glaube wenn er sie zusammen mit mike sieht wird auch er merken wie glücklich sascha mary macht. zumindest hoffe ich das!!
    LG lars

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