Donnerstag, 27. Februar 2014

Einweihungsparty

Dies ist eine Fortsetzungsgeschichte. Für eine Inhaltsübersicht zu bisherigen Inhalten schaut doch bitte hier: Übersicht Nadja

Mary wuselte durch ihre Wohnung. Es war ihr in der ersten Woche schon gelungen erheblich mehr Chaos in ihren eigenen vier Wänden zu verbreiten, als sie gedacht hatte. Der Plan, die Party so früh zu veranstalten hatte auch den Sinn gehabt, die Einweihung hinter sich gebracht zu haben, bevor es allzu sehr nach Studentenbude aussah. Beim Aufräumen schwor sie sich, in Zukunft doch etwas mehr auf Ordnung zu achten.

Schließlich waren alle Chaotischen Stellen beseitigt und das meiste davon in den Schrank im Schlafzimmer gestopft. Den zu öffnen, würde wohl niemand wagen. Und falls doch, war derjenige eben selbst schuld. Zufrieden betrachtete sie ihr Werk. Das Sofa im Wohnzimmer sah ansprechend aus. Sie hatte sich zwei Klappstühle besorgt, damit im Notfall jeder sitzen konnte, doch die ließ sie noch hinter der Tür stehen. Eigentlich wollte sie keine so müde Veranstaltung, wo jeder auf seinem Hintern saß und sich am Glas festhielt. Es kamen einige Leute und es sollte auch eine lustige Veranstaltung werden.

Ein Blick auf die Uhr verriet, dass sie noch eine Viertelstunde Zeit hatte. Mehr als genug, um die letzten Häppchen anzurichten und die Gläser bereit zu stellen. Üblich wäre für so eine Party durchaus Kunststoffgeschirr gewesen, doch das fand sie stillos. So hatte sie all ihr Geschirr zusammengekratzt und würde notfalls zwischendurch ein paar Teller und Gläser spülen müssen. Doch das war ihr der Stilvorteil durchaus wert. Sie war aufgeregt wie selten in ihrem Leben. In der eigenen Bude Leute einzuladen war etwas völlig anderes, als eine Geburtstagsparty im Elternhaus zu veranstalten. Hier war tatsächlich niemand, der ihr half. Doch gerade das fühlte sich gut an.

Mit vornehmen zehn Minuten Verspätung machten Nadja und Joe den Anfang. Mary führte Joe stolz herum und zeigte ihre Wohnung. Nadja kannte das alles ja schon. "Ist noch schöner, als auf den Fotos.", gab Joe zu und nickte. Einmal mehr musste er über seine eigene Bude im Wohnheim schmunzeln. Und auch entdeckte er durchaus, dass hier, bis kurz vor der Einladung, wohl noch einige Unordnung geherrscht hatte. Doch das behielt er natürlich für sich.

Wenig später trudelten Mike und Sara ein und nur Augenblicke später Kirsten, die Kollegin, mit ihrem Freund Matt und die Schulfreundin Leann, welche ebenfalls ihren Freund mitbrachte. Es wurde voll im Wohnzimmer und alles begann angeregt sich zu unterhalten. Mary drehte die Musik dezent etwas auf und begann Häppchen zu verteilen. Etwas enttäuscht stellte sie fest, dass durch die Anwesenheit von Leanns Freund, abgesehen von ihr selbst, nur Pärchen anwesend waren. Und ihre Gedanken schweiften nach Deutschland. Auch der Kontakt mit Sascha hatte arg unter ihrer ersten Woche gelitten. Und auch jetzt lag eine unbeantwortete Mail von heute Morgen im Computer. Doch sie versuchte den Gedanken zu verdrängen.

Kommentare:

  1. Ich fürchte mit dem Vorsatz, Ordnung zu halten wie noch nie, wird das nix. Entweder ist man ordentlich oder man ist es eben nicht. Und so manche chaotischen Buden haben durchaus ihren Reiz. Hauptsache sauber.

    Nun bin ich mal gespannt, wie der Abend verläuft und wie sich Mike zusammenreisst. Und wenn Sascha irgendwann mal in den Staaten ist, hat Mary auch genug Ruhe mit ihm und kann spielen, wie und was beide wollen :)

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  2. Da hat kayGee recht entweder man ist ordentlch oder nicht.
    bei mir hat es auch nicht geklappt. am anfang war es noch halbwegs ordentlich aber es ist nicht so leicht eine wohnung ordentlich zu halten wie es bei müttern immer aussieht.
    LG Lars

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