Dienstag, 30. März 2010

Wieder Arramaoa

Dies ist eine Fortsetzungsgeschichte. Für eine Inhaltsübersicht zu bisherigen Inhalten schaut doch bitte hier: Übersicht Nadja

Die Reise war für Nadja anstrengend. 16 Stunden ohne eine ernsthafte Verschnaufpause waren ohnehin kein Pappenstiel und sie kam überdies auch im Flugzeug nicht recht zur Ruhe. Viel zu viele Gedanken spukten ihr im Kopf herum.

Aber auch die längste Reise geht zu Ende und so schaute Nadja aus dem kleinen Privatflugzeug hinaus auf das unendliche Blau als der Pilot ansagte: "Wir werden nun landen!" Nadja überlegte noch kurz sich jetzt noch auszuziehen aber das Flugzeug begann bereits zu sinken und so schnallte sie sich an.



Hatte die erste Landung ihr Herz noch vor Aufregung wie wild klopfen lassen, so war es diesmal schon gewohnte Routine. Sie bedankte sich noch bei den Piloten und nahm dann den Koffer und kletterte hinaus. Die Hitze schlug ihr wieder heftig entgegen. Langsam zog sie den Koffer über das Rollfeld hinter sich her. Im Flughafengebäude legte sie dann alles, was sie anhatte ab und stopfte es in den Koffer. Sie seufzte. Ein Gefühl von Heimatlosigkeit überkam sie. Sie wünschte sich mit ihrer Mama ganz weit weg irgendwohin. Warum konnten Mama und Maria nicht hier auf der Insel sein. Lukas würde schon zurecht kommen und Papa wäre weit weg.

Dann ging sie hinaus und stand wieder in dem schönen Palmenwald. Und sie wurde erwartet. Fröhlich grinsend standen da Jurina und Ga'ilana. "Willkommen zurück!", krähten sie im Chor. Nadja rang sich ein Lächeln ab und begrüßte die Freundinnen mit Umarmungen. "Schön dich wiederzusehen!", flötete Jurina und Ga'ilana nickte. "Ja. Ist auch schön wieder hier zu sein.", erwiderte Nadja.

Als könnten die beiden Freundinnen den Kloß im Hals der Freundin spüren wurden sie stiller. Das überschwängliche Grinsen verschwand und sie sahen sie mitfühlend an: "Ist nicht so gelaufen, wie du dir das vorgestellt hast?" Nadja schüttelte nur stumm den Kopf. "Das tut mir so leid.", sagten beide einhellig und schlossen ihre Freundin abermals in die Arme. "Jetzt erhol dich erst mal von deinem Trip und wir können ja über alles reden, wenn du dich wieder etwas besser fühlst. Ok?", bot Jurina an.

Der Koffer wurde von Ga'ilana übernommen und Jurina führte Nadja an der Hand zurück zum weißen Haus. "Ich bringe Felix erst mal die Sachen zurück.", nickte sie dann und löste sich von den Freundinnen. Ihr war noch nicht nach fröhlicher Gesellschaft. Zu frisch war das Gefühl die Familie wieder im Stich gelassen zu haben.

Sie ließ den Koffer stehen und löste den kleinen Rucksack, den sie daran befestigt hatte und ging zu Felix. Dem hatte sie auch noch ein Geständnis zu machen und sie hoffte inständig, dass er es ihr nicht übel nehmen würde.

Kommentare:

  1. Freunde können Familie einfach nicht ersetzen. So paradiesisch die Umstände auch sein mögen. Arme Nadja.

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  2. Aber Freunde können unter Umständen genauso wichtig sein :) C.H.

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