Freitag, 26. März 2010

Spaß und Ernst

Dies ist eine Fortsetzungsgeschichte. Für eine Inhaltsübersicht zu bisherigen Inhalten schaut doch bitte hier: Übersicht Nadja

Als alle umgezogen waren trafen sie sich im Schwimmbad wieder. Es wurde noch gewitzelt ob die Bodyguards denn Nadja für die Zeit des Umziehens allein lassen könnten. Aber dann standen sie in dem riesigen Glaspalast. Feuchte Luft schlug ihnen entgegen. Viel war nicht los. Maria hibbelte aufgeregt von einem Fuß auf den anderen. "Ich will rutschen gehen. Ich muss unbedingt diese Schwarze ausprobieren!", erklärte sie und war auch eigentlich schon fast verschwunden.

Man machte noch kurz aus, man würde sich zum Mittagessen am Restaurant treffen. Dann verabschiedete Nadja sich kurz noch von ihrer Mama, der im Wesentlichen der Sinn nach einem bequemen Liegestuhl und vielleicht ein wenig Zeit in einem der Whirlpools stand, und folgte ihren Geschwistern in Richtung Rutschenturm.



Es wurde ein Riesenspaß. Die Bodyguards hielten sich angenehm im Hintergrund. Im wesentlichen standen sie herum. Gelegentlich ging auch einer von ihnen rutschen. Ansonsten war eigentlich nicht zu bemerken, dass sie zu Nadja gehörten.

Pünktlich zum Mittagessen trafen sich dann alle im Restaurant und Nadja bezahlte mit dem Chip auf ihrem Schlüssel das Mittagessen für alle. Wieder verdrehte Mama verstört die Augen als sie sah, was hier gleich noch mal fällig werden würde.

Nach dem Essen wollte Maria sofort wieder rutschen und Toben. Mama nötigte ihr eine Viertelstunde Pause ab bevor sie sie ziehen lies. "Gehst du mit ihr?", wollte Mama dann von Nadja wissen. "Ach jetzt bleibe ich mal bei dir. Ich möchte mich auch lieber ein wenig hinlegen." Lukas und Maria flitzten los als könnten sie etwas verpassen und Nadja und ihre Mama suchten sich zwei schöne Liegestühle unter einer Wärmelampe.

Minutenlang lagen sie einfach nur nebeneinander. Keine von beiden sprach ein Wort. Dann brach Mama das Schweigen: "Will ich wissen, woher du so viel Geld hast?", platzte es aus ihr heraus. "Du hast hier heute mehr ausgegeben als ich im ganzen Monat für Essen habe. Woher kommt das alles?"

Nadja schluckte. Sie hatte längst gewusst, dass der Zeitpunkt kommen würde an dem jemand die Wahrheit wissen wollte. Bodyguards und ein Sammelsurium von Kreditkarten passten beim besten Willen nicht zu einer kleinen Krankenschwester in Ausbildung. Aber sie hatte den Gedanken verdrängt. Sich keine neue Lüge einfallen lassen. So blieb jetzt nur die Wahrheit: "Es ist nicht mein Geld.", fing sie an.

Mama richtete sich auf und starrte hinüber. "Aber du gibst es doch aus. Wie kannst du Geld ausgeben, dass nicht deins ist. Wie hast du verdient?" Der Tonfall wurde etwas forscher. Innerlich hing sie zwischen Hoffen und Bangen. Was würde herauskommen wenn sie so nachbohrte. Wären das nicht nur lauter Dinge, die sie lieber nie erfahren hätte? War es nicht genug, dass ihre Tochter offensichtlich in Sicherheit war, gut beschützt wurde und Geld zur Verfügung hatte? War nicht egal, was sie für dieses Geld tat? Als Nadja nicht gleich antwortete setzte sie dann doch noch mal nach: "Es ist aber nicht von deinem Mann. Du hast nicht geheiratet. Oder?"

"Nein Mama. Ich habe nicht geheiratet. Und ich habe das Geld auch nicht verdient." Immer noch wusste Nadja nicht, was sie sagen sollte. Die Wahrheit würde ihr doch keiner glauben. Oder doch? Sie holte tief Luft. Jetzt oder nie.

Kommentare:

  1. Du kannst doch da nicht einfach aufhören!!
    *hibbel*

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  2. Jetzt bin ich mal gespannt was ihre Mutter dazu sagt.

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