Montag, 22. August 2011

Totale Verschwendung

Dies ist eine Fortsetzungsgeschichte. Für eine Inhaltsübersicht zu bisherigen Inhalten schaut doch bitte hier: Übersicht Nadja

Jurinas Augen starrten eine Sekunde Nadja an. Die Hand so hingestreckt zu bekommen hatte sie sichtlich überrascht. Dann heftete ihr Blick sich endlich an den kapitalen Diamanten, welcher auf dem Ring trohnte. "Ach du Scheiße.", entfuhr es ihr und sie packte Nadjas Hand um das Stück aus dem richtigen Abstand betrachten zu können. Nadja ließ ihre Hand von Jurina führen und der Ringfinger wurde von allen Seiten begutachtet. "Der ist ja unglaublich!", fiel nach einigen schweigsamen Augenblicken Jurinas Urteil.

"Warum schenkt er dir sowas?", schob Jurina schließlich arglos hinterher. Sie hatte die Hand losgelassen und sah sich im Zimmer noch ein wenig um. "Das ist ein Verlobungsring.", verkündete Nadja etwas gekränkt. "Ist das dein Ernst? Er hat dich gefragt, ob du ihn heiratest?" Jurina setzte sich auf das Bett und schüttelte ungläubig den Kopf. "Natürlich ist das mein Ernst! Wir werden heiraten.", verkündete Nadja stolz.

Jurina musste grinsen und strich dann bedächtig über das Stofftuch in dem Julija immer noch ruhig schlief. "Ich würde dir ja sagen, dass du zu jung bist zum Heiraten.", lachte sie, "Aber wer bin ich, dass ich dir das sagen kann." Kichernd gab sie Julija noch einen sanften Kuss. "Wir heiraten ja auch nicht sofort.", beschwichtigte Nadja dann und ließ sich ebenfalls auf dem Bett nieder. "Herzlichen Glückwunsch aber. Du hast dir nen tollen Kerl geangelt und er mag dich offensichtlich gern.", gab Jurina jetzt ehrlich zu. Dann fiel ihr Blick nochmal auf Nadjas Hand.

"Jedenfalls mag er dich wohl riesige-Diamanten-gern.", schob sie nach und schüttelte nochmal den Kopf. "Ich finde den Ring wunderschön.", hauchte Nadja. "Das ist er auch. Aber das eigentlich schöne ist doch, was er bedeutet." Nadja nickte nur. "Da hast du recht." "Wir sind schon zwei Hübsche, hm? Die eine zu jung zum Kinderkriegen, die andere zu jung zum Heiraten.", kicherte Jurina und strich einmal mehr mit sanfter Hand über Julijas Körper. Nadja war gerade nicht nach kichern. "Wir mussten auch früh erwachsen werden."

Schließlich hatte Jurina das Zimmer ausreichend gewürdigt und gierte danach mehr zu saehen. "Na dann zeig mir doch mal den Rest.", forderte sie. Nadja setzte die Führung fort und zeigte ihrer Freundin erstmal die Zimmer im ersten Stock. "Im zweiten Stock sind nur die Personalzimmer. Da gehe ich für gewöhnlich nicht rauf. Geoffrey und Maricruz haben da oben ihr reich.", erklärte sie. "Ein ganzes Stockwerk für Personal?" Jurina schüttelte nur den Kopf.

Dann ging es im Erdgeschoss weiter und schließlich durch den Keller am Pool vorbei in den Garten. Jurina kam aus dem Kopfschütteln und Staunen nicht mehr heraus. "Das ist so gigantisch. Totale Verschwendung, dass ihr hier nur zu zweit wohnt.", entschied sie schließlich als sie nun im Wohnzimmer saßen und ihre künstlerischen Fruchtsaftmixe von Geoffrey schlürften. "Naja, es wohnen ja auch Geoffrey und Maricruz hier.", verteidigte sich Nadja, wobei sie gar keine Ahnung hatte, warum. "Aber hier könnte trotzdem noch fünf Leute mehr wohnen, und es wäre immer noch nicht voll." Nadja setzte den Cocktail ab: "Worauf willst du hinaus?" Jurina strich der kleinen Julija, welche sie inzwischen neben sich auf das Sofa gelegt hatte, über den Bauch. "Ach nix.", grinste sie nur.

Kommentare:

  1. Das will wohl jemand weg von der Insel :)

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  2. Glaub ich nicht. Jurina denkt wohl eher an einen Stall voller Kinder. Sie wird nicht so dreist sein und erwarten, dass sie für immer hier wohnen kann. Oder doch?

    Tja, beide sind arg jung, aber Nadja hat Recht. Sie mussten ja auch schnell erwachsen werden. Und beide wissen ziemlich genau, was sie wollen. Ich bin gespannt, für wie lange Jurina sich wohl nun hier einnistet und wie Joe darauf reagiert :-)

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