Montag, 4. August 2014

Mamaaaaaa

Dies ist eine Fortsetzungsgeschichte. Für eine Inhaltsübersicht zu bisherigen Inhalten schaut doch bitte hier: Übersicht Nadja

Nadja genoss die Zeit. Sie ging kürzer arbeiten als vorher. An keine Tag mehr als fünf Stunden am Stück. Und normalerweise auch nur vier Tage pro Woche statt fünf. Joe war sehr glücklich, dass sie sich etwas zurücknahm. Auch Nadja kam zu dem Schluss, dass dies vielleicht die bessere Variante darstellte.

Ayleen blieb auch bei der Arbeit unkompliziert. Sie schlief viel auf ihrer Decke oder Nadja hielt sie in einem Tuch vor der Brust bei sich, dessen Knotentechnik sie von Jurina gelernt hatte. Für das Stillen zog sie sich in den Aufenthaltsraum zurück, wo sie problemlos Ruhe fand. Insgesamt eine wirklich angenehme Situation.

Ihre Mutter war es, welche erneut die Hochzeit ins Spiel brachte, als sie an einem Freitag Nachmittag bei ihr saß. "Wolltet ihr nicht heiraten, wenn du wieder in ein vernünftiges Kleid passt?", hakte sie etwas unvermittelt nach. "Mamaaa.", wehrte Nadja sich aus Reflex, doch als sie kurz darüber nachdachte nickte sie bedächtig. "Ja, eigentlich war das die Idee." Lelya nahm Nadja die kleine vom Schoß und schüttelte sie in bisschen spielerisch, so dass sie anfing zu glucksen. "Du sollst doch auch endlich ein paar anständige Eltern haben, die verheiratet sind.", sagte sie dazu.

Nadja rollte mit den Augen. "Wir sind also unanständig?", fragte sie etwas spitz und knuffte ihre Mutter. "Ach du weißt, dass ich altmodisch bin. Mach dich nur drüber lustig.", gab Lelya nur zurück und widmete sich wieder der Kleinen. Nadja dachte nach. Sie fühlte sich gut. Ihr Körper war fast zu alter Form zurückgekehrt. Sie passte in jede ihrer alten Hosen noch hinein, manche ließen sich nicht mehr so locker schließen wie vorher, aber sie hatte nicht nennenswert zugenommen. Auch ihre alten Shirts und Tops spannten sich nun wieder über einen flachen Bauch auf den sie stolz war.

"Ich sprech ihn heute Abend mal darauf an.", lächelte Nadja schließlich. "Ich freue mich so darauf!", gab Lelya zu und setze sich Ayleen auf den Schoß und alberte ein wenig mit ihr herum, als wäre sie ein Bauchrednerpuppe. "Ich freue mich auch auf die Hochzit.", quäkte sie um Ayleens Stimme anzudeuten. Nadja musste grinsen und nahm ihrer Mama das Baby wieder ab. "Das ist keine Puppe.", sagte sie vorwurfsvoll mit dem verzweifelten Versuch ihr Kichern zu verbergen.

Kommentare:

  1. Stimmt, da war noch was. Witzig, dass Joe nicht auch nachgehakt hat. Aber es gibt ja Gott sei Dank Lelya, die ihre Tochter an dieses große Ereignis erinnert. Das wird wieder mächtig viel Vorbereitung und wahrscheinlich auch mit mächtig vielen Gästen. Oder ganz besonders wenigen? Bin gespannt, wie die Zwei sich entscheiden.

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  2. erstmal musste ja die geburt über die bühne gehen, bevor geheiratet werden konnte. allerdings finde ich , dass sie nicht möglichst schnell heiraten sollten nur damit sie verheiratet sind oder um "anständig" zu sein.
    sie sollen sich zeit lassen eine shöne hochzeit zu organisieren und dann ihren großen tag geniessen.
    LG Lars

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